Die Wanderung startet am Ortsausgang bzw. dem
Parkplatz Zollhäuser von Rosenthal. Von hier geht es in die Richtung des
Schneeberges auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich
.
Nach 1,2 Kilometern erreicht man die Fuchsbachstraße mit der gelben
Wanderwegmarkierung
.
Dieser folgt man jetzt nach links und damit betritt man ein vollkommen
ruhiges Waldgebiet. Es ist immer wieder faszinierend, wie wunderbar ruhig es
hier sein kann, während sich in der restlichen Sächsischen Schweiz die Besucher
auf den Füßen herumtrampeln. An der
Kreuzung stehen zwei Informationstafeln. Die eine weist darauf hin, dass
hier bis kurz vor dem ersten Weltkrieg der letzte Meiler auf Rosenthaler
Gebiet gestanden hat und die andere berichtet von der Wüstung
Reichenau, die sich dort befunden haben soll. Diese Miniortschaft soll aber schon seit
weit mehr als 600 Jahren verschwunden sein. Der Weg über die Fuchsbachstraße
ist für einen Waldweg unwahrscheinlich luxuriös ausgebaut. Insgesamt geht es
zwei Kilometer auf diesem Forstweg entlang, bis auf der rechten Wegseite der
Fuchsteich auftaucht. Dieser uralte Flößerteich ist generalsaniert und
bietet jetzt eine sehr schöne Rastmöglichkeit. Auf der Staumauer stehen zwei
Bänke und ein überdachter Tisch mit einem freien Blick über den Fuchsteich.
Damit die Wanderung nicht zu einer vollkommen langweiligen
Tour durch
den dichten Wald des Cunnersdorfer Forstreviers verkommt, geht es jetzt über die Staumauer
und auf der gegenüberliegenden Seite über die
Grenze nach Tschechien. Was ich äußerst witzig finde ist, dass hier ein
unscheinbarer Pfad über die Grenze führt, der aber nach wenigen Metern in
einen ordentlichen Waldweg übergeht. Eigentlich ist der Grenzübertritt an
dieser Stelle erst seit ½ Jahr erlaubt, aber
auch früher haben hier anscheinend ein paar Wanderer den Weg rüber zur Christianenburg gesucht und gefunden. Von der Grenze geht es ungefähr ½ Kilometer auf dem unübersehbaren Weg geradeaus und dann biegt man nach
links auf einen breiteren Weg ab. Dieser Weg führt auf die südliche Seite
der Christianenburg. Der Name täuscht ein wenig, es handelt sich nicht
wirklich um eine Burg, sondern um einen sehr schön gepflegten
Hotel/Gaststättenkomplex. Komischerweise ist seit mindestens einem Jahr
(August 2007) das Hotel und die Gaststätte geschlossen und wird von einem Wachmann
bzw. einer Wachfrau mit einem Schäferhund gesichert. Beide sehen nicht so
aus, als ob sie zu Späßen aufgelegt wären.
Von hier geht es wieder rechts (also nördlich) in den böhmischen Wald.
Hier befindet sich nur ein Weg und deshalb ist er auch sehr einfach zu
finden.
Der Weg verläuft das erste Stück ziemlich parallel zur Grenze, und
zweimal biegt man nach rechts ab. Das erste Mal nach 350 Metern und dann
noch mal nach 200 Metern. Beide Strecken würden sonst gleich wieder zur
Grenze und damit zum Hühnerberg führen. Der Weg fällt leicht ab bis
zum Bach Mlzny polok. Westlich des Bachs soll, laut mehreren
Wanderkarten, eigentlich ein Pfad wieder herüber zum Taubenteich führen.
Entweder ich bin wirklich blind gewesen oder der Pfad ist so dicht
zugewachsen, dass er nicht mehr gefunden werden kann. Aber eigentlich ist das auch nicht so
besonders schlimm, da es von dem Bach bis zum Hühnerbergweg nur ca. 150
Meter Luftlinie sind. Auf diesem kleinen Stück liegen keine Felswände,
sondern nur etwas höheres Gras und ein bisschen Wald.
Der Hühnerbergweg ist
mit dem gelben Strich
markiert und dem folgt man nach rechts. Nach
wenigen Metern erreicht man den Taubenteich und hier bietet sich wieder ein
Rastplatz zum Verweilen an. Ganz komisch finde ich, dass auf der Staumauer eine richtige Feuerstelle eingerichtet ist. Ob man hier sein eigenes kleines
Lagerfeuer machen darf, entzieht sich meinen Kenntnissen.
Jetzt geht es auf den Rückweg. Dazu wandert man auf dem breiten Forstweg vor
dem Taubenteich nach links. Nach ungefähr 600 Metern biegt nach links ein
gut sichtbarer Waldweg mit der Wanderwegmarkierung grüner Strich
ab. Auf
dem sogenannten Mittleren Hühnerbergweg verläuft die Wanderung äußerst
angenehm auf ziemlich gleich bleibender Höhe durch den Nutzwald des
Forstreviers Cunnersdorf. Nur an einer Stelle biegt der Weg überhaupt einmal
nach links ab, aber das ist auch überhaupt nicht zu verfehlen, da der Weg
nach rechts runter zum Fuchsbach und damit zum Cunnersdorfer Bach führen
würde.
In einem Schlenker von insgesamt 3 Kilometern führt der Waldweg um
den Hühnerberg herum und endet am oberen Teil des Fuchsbaches. Rechts neben
der neuen Brücke über den Fuchsbach befindet sich eine kleine unscheinbare Flößerbrücke, die ohne jeglichen Mörtel den Bach überspannt.
Es ist wirklich
faszinierend, dass sich die Sandsteinklötze nur durch ihr Eigengewicht so verkeilen, dass der Bogen stehen bleibt und sogar das Gewicht von Menschen trägt. Ich habe mich bis heute noch nie getraut,
mich auf diese
Brücke drauf zu stellen, da es einfach zu schade wäre, wenn dieses alte Bauwerk
einstürzen würde. Die Wanderung geht ein kurzes Stück von ungefähr 200 Metern
am Fuchsbach bachaufwärts, bis nach rechts die Alte Tetschener Straße
abbiegt. Dieser breite Forstweg führt schräg den Hang hoch und dann auf der
Höhe in Richtung Rosenthal. Der Weg ist immer noch mit dem grünen Strich
markiert und führt bis zum Waldrand oberhalb von Rosenthal. Hier befindet
sich ein Rastplatz mit einer sehr schönen Aussicht über Rosenthal und einen
Blick bis runter nach Dresden. Die letzten paar Meter führen erst von der
Aussicht nach Rosenthal und dann auf der Alten Schneeberger Straße zurück
zum Ausgangspunkt. Die Wanderung ist eine nette Runde, die ganz besonders
ruhig ist. Leider ist es äußerst schwierig, den passenden Weg im böhmischen
Teil der Wanderung zu finden.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr: Buslinie 242 (Königstein -
Rosenthal) oder 245 (Pirna -
Leupoldishain - Rosenthal)
Auto:
B172 - Köingstein - Bielatal - Rosenthal. Durch die Ortschaft Rosenthal noch komplett durchfahren und dann 600 Meter hinter der Ortschaft befindet sich der Parkplatz auf der rechten Seite.
Empfohlener Parkplatz:
Rosenthal Zollhäuser
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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