Den Startpunkt der Wanderung habe ich an
die zahlreichen Parkplätze bei der Gemeindeverwaltung von Hermsdorf gelegt.
Hier befinden sich gleich drei Parkplätze im Umkreis von 100 Metern und
damit sollte unter normalen Umständen immer ein Plätzchen für den eigenen
Wagen zu finden sein. Die ersten paar Meter gehen über die Schulstraße vor der
Gemeindeverwaltung bzw. der ehemaligen Schule entlang. Kurz dahinter biegt
nach rechts die Bergstraße mit der Wanderwegmarkierung gelber Punkt
ab. Dass die Straße Bergstraße heißt, merkt man sehr schnell, da es ziemlich
den Berg hoch geht. Die Straße endet an der Pirnaer Straße, der man ein paar
Meter nach links folgt, um dann am neuen Holzhaus (Stand 2008, linke
Straßenseite) nach rechts aus der Ortschaft abzubiegen. Der Weg führt
weiterhin bergaufwärts und passiert bald einen Bauernhof.
Markiert ist der
Weg hinauf zum Harthenberg weiterhin mit dem gelben Punkt. Sehr schön ist der
rückwärtige Ausblick von hier oben. Kurz bevor man den Waldrand bzw. das
Wasserwerk erreicht, sollte man sich noch einmal umdrehen und den Blick
hinunter auf Lilienstein, Königstein und Pfaffenstein genießen. Auch wenn der Harthenberg ein vollkommen unauffälliger Berg ist, so ist er ein kleines
bisschen höher als die gerade erwähnten berühmten Steine.
Die Wanderung erreicht den Wald an einer schicken neuen Scheune für
Strohballenrollen. Jetzt passiert man den Harthenberg auf einem angenehmen
Waldweg und nach einer Strecke von ½ Kilometer verlässt der Weg den Wald
an der südlichen Seite wieder.
Wenn man den Hang nach rechts runter sieht,
kann man in der Ferne Pirna im Elbetal entdecken. Die Wanderung folgt
weiterhin der gelben Wanderwegmarkierung und passiert einen ehemaligen
Bauernhof, der heutzutage der Firmensitz einer Baufirma ist. Anscheinend
befindet sich unter dem Harthenberg eine Wasser führende Schicht, denn auf
der nördlichen Seite ist ein Wasserwerk und auf der südlichen Seite befinden
sich gleich eine ganze Reihe Tümpel, in denen mehrere Biotope angelegt sind. Links hinter dem letzten Biotop befindet sich das ehemalige Silo
des Bauernhofes und die Wanderung begibt sich auf die Straße zwischen der
Ortschaft Bahra und dem Bielatal. Zum Glück ist die Straße nur wenig
befahren. Nach ½ Kilometer erreicht man die Siedlung Raum. Hier
überquert man die Straße und gegenüber verläuft die Wanderung weiter in Richtung Brausenstein. Nachdem man auch dieser Straße fast ½ Kilometer
gefolgt ist, biegt der markierte Wanderweg nach rechts auf einen kleineren
Pfad ab, der nach wenigen Metern auf der Dorfstraße von
Brausenstein mündet. Dieser folgt man bis fast zum Dorfende. Vor dem letzten Haus auf der
linken Seite biegt ein Pfad auf den touristischen Fußsteig. Der Abstieg ist
weiterhin mit dem gelben Punkt markiert. Auf Hinweisschildern wird der
Weg als "teilweise schwierig" bezeichnet, das empfand ich aber nicht so. Es handelt sich um
einen Abstieg mit ein paar unterschiedlichen Stufen, die aber für normale
Wanderer kein großes Problem sein sollten. Am Ende des
Abstiegs erreicht man die Fahrstraße zwischen Bielatal und Rosenthal.
Die Wanderung würde normalerweise nach links abbiegen, aber ein kurzer
Abstecher nach rechts zum
Hochofen Brausenstein
ist empfehlenswert.
Dieses Denkmal ist in einem sehr gut erhaltenen Zustand
und wenn man sich noch die passende Informationstafel dazu ansieht, dann
kann man sehr gut verstehen, wie hier früher das Hammergut Eisenerz
verarbeitet hat. Knapp hinter dem Gelände des Denkmals schließt sich die
Parkanlage Jagdschloss Bielatal an. Im Sommer 2008 war leider der Pfad
durch das Grundstück ziemlich zugewuchert und mit freiem Unterschenkel macht
eine Wanderung durch Brennnesseln einfach keinen Spaß.
Nach dieser kleinen Exkursion geht es auf der Straße das Bielatal herunter.
Kurz nachdem man das zweite Mal die Biela überquert hat, steht auf der
linken Straßenseite ein alter
Steinbruchnummernstein mit einem Hinweisschild.
Knapp dahinter beginnt
auch die Teichpromenade, die aber genau das gleiche Problem wie die
Parkanlage Jagdschloss Bielatal hatte: Die Brennnesseln hatten das Terrain so
stark in Besitz genommen, dass ich diesen schönen Weg auf der anderen Seite des
Teiches nicht so richtig genießen konnte. Die Promenade endet nach ungefähr
300 Metern wieder auf der Straße. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite
befindet sich eine Brücke über die Biela. In das Brückengeländer ist der
denkmalgeschützte
Schmiedeschlussstein der Fuhrmannsschenke eingebaut worden. Von dieser
Schmiede bzw. Pferdewechselstation ist heutzutage nur noch dieser alte
Türsturz übrig geblieben, aber dafür ist er hier stabil verewigt worden. Auf der
anderen Brückenseite befand sich das
Hammergut Neidberg. Heutzutage handelt es sich um einen gepflegten Hof.
Jetzt beginnt das eigentlich hässlichste Stück dieser Wanderung. Man kann
sich aussuchen, ob man auf der gegenüberliegenden Straßenseite der gelben
Markierung weiter folgen oder weiter über die Talstraße wandern möchte. Beide Strecken führen ungefähr einen Kilometer auf einer
Fahrstraße entlang. Folgt man der Wanderwegmarkierung über die Pirnaer
Straße bzw. später Schulstraße, dann hat man eine leicht ansteigende Strecke,
die aber größtenteils ohne Bürgersteig an einer Landstraße entlang geht.
Wählt man den Weg über die Talstraße, dann geht es fast den ganzen Kilometer
in der Horizontalen, aber da die Höhenmeter bis zum Ausgangspunkt bewältig
werden müssen, kommt dann der steile Aufstieg auf der links abbiegenden
Bergstraße. Leider habe ich keinen verkehrsärmeren Weg gefunden und
deshalb ist die Wanderung auch in der Bewertung stark abgefallen. Wenn eine
Wanderung auf mehr als 1/3 der Strecke über Fahrstraßen geht, dann empfinde
ich solch eine Runde nicht als empfehlenswert.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr: Buslinie 242 (Königstein -
Rosenthal) oder 245 (Pirna -
Leupoldishain - Rosenthal)
Auto:
Über die B172 bis hinter die Siedlung Struppen (wenn man von Dresden/Pirna kommt), abbiegen auf die K8741 in die Richtung Langenhennersdorf. Bis zum Ende der Straße fahren und dann nach links. Man passiert die Ortschaft Langenhennersdorf bzw. Kirchberg und das Labyrinth und erreicht den Ortsteil Hermsdorf von Bielatal. Die erste Ortsstraße (Bergstraße) geht es nach links runter, bis zur Schulstraße. Diese biegt man nach links ab und erreicht nach wenigen Metern den Parkplatz.
Empfohlener Parkplatz:
Hermsdorf Gemeindeamt
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
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