Durch den netten Hinweis eines Lesers meiner
Internetseiten, dass ich einen Fehler begangen habe, wenn ich
das Bielatal umrunde, aber nicht auf den Sachsenstein klettere, musste
ich dieses schnellst möglich nachholen. Hiermit kommt mit einer kleinen
Runde dieses Versäumnis:
Der beste Startpunkt ist der große Parkplatz unterhalb der Ottomühle im
Bielatal. Der Parkplatz ist bis jetzt immer kostenlos gewesen, aber
irgendwie weißt ein Schild darauf hin, dass eine Parkplatzgebühr fällig ist,
wenn der Parkplatzwächter anwesend ist. Die ersten paar Meter verlaufen auf
der asphaltierten Straße in die Richtung der Ortschaft Ottomühle.
Ab der
kleinen Siedlung namens Ottomühle folgt man der roten Wanderwegmarkierung
. Fast am Ende der Ortschaft biegt der markierte Weg sehr unscheinbar
zwischen zwei Wohnhäusern nach rechts ab. Der Weg steigt den Hang hoch und
geht gleich hinter den Grundstücken nach links. Hier empfiehlt sich, den
markierten Weg schon zu verlassen und einfach den Hang weiter hoch zu wandern.
Nach ein paar Metern überquert man einen Forstweg, an dem ein kleines
Zwischenziel der Wanderung, die Bennohöhle, schon ausgeschildert ist. Im
Bereich des Bielatals gibt es mehrere Höhen, die den Namen Höhle auch
wirklich verdienen. Die Bennohöhle ist eine von ihnen. Sie ist eine Höhle,
die ziemlich schräg nach unten geht und im hinteren Teil ist sie vollkommen
dunkel. Hier sollte man unbedingt eine Taschenlampe mithaben, da sonst die
Erkundung überhaupt keinen Spaß macht. Im Frühjahr kann es sehr gut sein,
dass der Eingangsbereich noch mit einer glatten Eisschicht überzogen ist.
Hier sollte man gut drauf achten, dass ein dunkler Boden nicht immer Halt
bietet.
Von der Bennohöhle geht es wieder bis zum Forstweg zurück. Dem Forstweg
folgt man nach links in einem Bogen, bis dieser auf einem breiteren Forstweg
endet. Auf der gegenüberliegenden Seite geht der grün markierte Pfad
in
den Wald hinein. Dieser Wegmarkierung folgt man nur ungefähr 150 Meter, bis
der markierte Weg in einem spitzen Winkel nach links verschwindet. Der
weitere Wanderweg geht geradeaus auf dem Waldpfad entlang. Zwischendurch ist mir der Pfad
verloren gekommen, aber wenn man immer nur die Richtung beibehält, dann
erreicht man nach 350 Metern den Wanderweg mit der grünen Punkt Markierung
. Der Weg führt in die Richtung der Johanniswacht. Im Bereich der
Johanniswacht / dem Johanniskegel befindet sich eine der schönsten
Aussichtpunkte des Bielatals. Dieser Aussichtpunkt ist netterweise fast
ohne jegliches Klettern zu erreichen. Der Aufstieg auf diese Aussicht
besteht aus zwei Treppen, die insgesamt ungefähr 20 Stufen haben.
Von der Aussicht geht es weiterhin auf dem grünen Punkt entlang. Der Weg
überquert eine der breiteren Forststraßen und 200 Meter hinter dieser
Forststraße ist nach rechts der Sachsenstein ausgeschildert. Der Weg führt
erst ein paar Meter wieder runter ins Bielatal und dann sieht man schon aus
der Entfernung den Aufstieg zum Sachsenstein.
Wer auch immer auf die Idee
gekommen ist, dass Geländer und die Treppe zur Aussicht in leuchtend Gelb zu
streichen, er hat auf jeden Fall dafür gesorgt, dass man den Aufstieg nie
verpasst. Na gut der Leuchtkäfer auf meinen Fotos ist nicht wesentlich
unauffälliger. Der Aufstieg ist sehr eng und selbst mit einem kleineren
Rucksack mühselig.
Aber
vielleicht hat ja ein netter Mitwanderer keine Lust auf den Felsen hoch
zukraxeln und passt für die Zeit auf den Rucksack auf. Wer natürlich nicht
so schlecht von der Menschheit denkt, der lässt sein Gepäck einfach vor dem
Felsen liegen. Die meiste Zeit des Auf-/Abstiegs sieht man sowieso den Platz
vor dem Felsen. Dadurch dass die Spalte wirklich eng ist, muss man ein
bisschen auf den Gegenverkehr achten. Die Kletterpartie ist sehr nett und
für die Aussicht sehr lohnenswert. Die Aussicht bzw. der Felsen verdient den
Namen Sachsenstein.
Nach dem erfolgreichen Abstieg vom Felsen steigt man den weiteren Weg ins
Tal hinunter. Der markierte Wanderweg geht zwar auf der Fahrstraße entlang,
der schönere Weg ist an der linken Seite der Straße. Dieser Pfad verläuft am
Felsfuß entlang und geht bis zur Ortschaft Schweizermühle. Der Pfad würde
auch noch weiter zwischen der Felswand und der Ortschaft verlaufen, aber die
Wanderung geht an der Quelle rüber zur Straße. Die Straße wird nur überquert
und dann geht es auf der gegenüberliegenden Seite schrägt rechts weiter. Die
Straße nach Rosenthal wird nur 10 Meter begangen, um dann auf dem gelben
Punkt
nach rechts aus dem Tal wieder heraus zu steigen. Der Weg durchquert den so
genannten Romantikergarten. In diesem Bereich kann man riesig viele Spuren
von weit vergangenen Zeiten sehen. Jeder Felsen ist mit einem Zugang
ausgestattet, es befinden sich mehrere Treppenanlage zwischen den Felsen,
mindestens ein größerer
Turm
und eine Grotte. Leider sind die besten Zeiten dieser Ecke schon lange
vorbei, aber man sich ganz immer noch sehr gut vorstellen, wie wunderbar es
vor 1 ½ Jahrhunderten hier ausgesehen haben muss. Unterhalb des
Türmchens steht ein Haus an der Straße nach Rosenthal. Über dieses Haus muss
ich mich immer wieder freuen. Vor 2 Jahren hätte ich für dieses Haus keinen
Cent mehr gegeben, aber der neue Besitzer hat die Schönheit des Hauses
erkannt und mit einen riesigem Aufwand saniert. Jetzt strahlt es wieder in
seiner ursprünglichen Schönheit und macht einen gewaltig noblen Eindruck.
Der Wanderweg verläuft parallel zur Felskante zurück in die Richtung der
Ottomühle. Am Wegesrand stehen einige steinerne Zaunspfosten. Wozu auch
immer die Dinger gewesen sind, auch ihre Zeit ist schon lange vergangen und
heutzutage sind sie nur noch als Richtungsweiser zu gebrauchen. Von der
gegenüberliegenden Bielatalseite konnte man schon schon zwei Mal die
Kaiser Wilhelm Feste sehen.
Jetzt führt der Weg gleich an dieser seltsamen Aussicht vorbei. Von ihr kann
man dann natürlich auf die gegenüberliegende Seite blicken und den
Sachsenstein mit seinem gelben Geländer gut wieder finden.
Kurz hinter der Kaiser Wilhelm Feste geht es wieder herunter ins Tal. Der
gelb markierte Weg steigt über eine Treppe herunter zur Biela. Der
Bachverlauf konnte man von dem kleinen Pavillon der Kaiser Wilhelm Feste
schon sehr gut sehen. Es ist faszinierend wie sich der kleine Bach über die
Talsohle schlängelt. Der weitere Weg führt über einige Meter Steg, da der
Bach den Untergrund zu einem Morast macht. Nachdem der Pfad die Straße
erreicht, geht es die letzten paar Meter nach links bis zum Ausgangspunkt
zurück.
Die Runde war eine ganz angenehme Wanderung, die nur kurz hinter der
Bennohöhle etwas chaotisch war. Vermutlich hatten wir nur Knöpfe auf den
Augen, um den richtigen Pfad zu finden, aber auch mal quer durch den Wald
zugehen ist an der Stelle nicht ganz so schlimm. Die Aussichten sind nur an
einem Wochentag ohne große Menschenmassen ein Wohlgenuss und deshalb sollte
man die Runde nicht an einem Wochenende durchführen.