Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderung startet am riesigen Parkplatz auf
dem Augustusberg. Bis heute habe ich noch nicht verstanden, wozu dieser
riesige Parkplatz angelegt worden ist. Bisher habe ich hier immer nur 3 - 5
Autos gesehen. Ob hier am Wochenende vielleicht die Hölle los ist oder die
Rodelbahn solche Besuchermassen anzieht, dass der Parkplatz gefüllt wird? Ich
kann es mir eigentlich nicht vorstellen. Von dem Parkplatz geht es zuerst
bis nach vorne zur
Aussicht neben dem Berghotel Augustusberg (www.augustusberg.de).
Von hier oben hat man den ersten Blick auf die Talsperre Gottleuba. Auf der
rechten Seite steht eine
Informationstafel, die ein paar Basisinformationen zu der Talsperre liefert.
Daneben steigt jetzt die Wanderung vom Augustusberg ab. Es geht einen kleinen Weg über ein paar Stufen hinunter,
bis man auf einen Waldweg trifft.
Die Wanderung folgt der
Wanderwegmarkierung blauer Strich
und nach dem ersten Abstieg erreicht man den südlichen Ortsrand von Bad
Gottleuba. Gleich am Ortseingang befindet sich auf der linken Wegseite eine
komisch aussehende Quelleinfassung. Hier sprudelt die Quelle aus dem Maul
eines Wildschweins. Der Weg führt noch ein kleines Stückchen weiter bis zur
Hauptstraße. Netterweise muss die Straße nur überquert werden. Gleich
gegenüber geht der Oelsener Weg weiter. Auf dieser kleinen Straße erreicht
man nach 200 Metern das südliche Ende des Tannenbuschs.
Noch vor dem
Aufstieg auf den Gratweg befindet sich ein ehemaliger Steinbruch, an dem
Gottleubaer Turmalingranit
abgebaut worden ist. Neben dem ehemaligen Steinbruch steigt die Wanderung
über ein paar Stufen auf den Tannenbusch hoch. Eigentlich ist der Aufstieg
nicht besonders hoch, aber dafür geht es auf einem ganz seltsamen Gratweg
weiter. Am Untergrund des Weges kann man deutlich die Spuren des Tumalingranits
sehen. Zum Anfang des Gratweges befindet sich links eine Aussicht, von der
man zum Ausgangspunkt am Augustusberg sehen kann. Der Weg verläuft ungefähr
400 Meter über den Gratweg auf einem schmalen Pfad und biegt dann nach links
ab. Unterhalb des eigentlichen Gratweges führt ein Waldweg 20 Höhenmeter
tiefer entlang. Diesem Weg folgt man nach rechts und nach kurzer Strecke
fällt der Weg ab bis
hinunter zur Fahrstraße. Die Gottleuba wird auf der neugebauten Brücke
überquert und gleich hinter den Häusern von Hasselberg steigt ein
unauffälliger, aber ausgeschilderter Weg zur Talsperre bzw. zur Talsperrenaussicht hoch. Nach 700 Metern Aufstieg hält man sich links und
erreicht nach wenigen Metern den
Aussichtspunkt über die Staumauer und die
eigentliche Talsperre Gottleuba. Ich finde, Staumauern, die aus Beton gebaut
sind, wirken immer viel mächtiger als so langweilige Staudämme aus Erde und
Gestein. Im Falle der Talsperre Gottleuba ist aber auch schon gewaltig
Material verbaut worden, um auf eine Höhe von 52 Meter und eine Länge von
327 Meter zu kommen. An dem Aussichtpunkt steht noch eine weitere
Informationstafel, die über die Talsperre aufklärt. Wirklich komisch ist,
dass auf diesen Tafeln unterschiedliche Werte angegeben werden. Auf einer
Tafel ist der Überlauf 40 Meter breit und der Durchsatz mit 180 m³/s angegeben, auf
zwei anderen Tafeln wird von 50 Meter Breite und 400 m³/s geschrieben. Ich
würde mal tippen, dass die größeren Zahlen stimmen. Die kleineren Zahlen
sind bestimmt nur die Werte für die Vorsperre.
Jetzt verlässt die Wanderung die Talsperre und es geht ein kleines Stück
wieder auf dem bekannten Weg zurück. Man folgt der Zufahrtsstraße zur
Aussicht und erreicht nach einem kurzen Abstieg die Ortschaft Hartmannsbach.
Auf der Hauptstraße geht es ca. 150 Meter bergauf, also nach links,
bis nach rechts ein Weg abzweigt. Hier geht es ganz angenehm über einen gut
ausgebauten Feldweg in Richtung Raabsteine. Nach 900 Metern biegt der
Feldweg ab und die Verführung ist ziemlich groß, weiter geradeaus zu
wandern. Es empfiehlt sich aber, weiter dem Feldweg nach links zu folgen,
weil man damit nach ca. 600 Metern über einen Weg auf der rechten Seite zur
Vorderseite der Raabsteine
gelangt. Irgendwie sind diese Felsen eine ziemliche Überraschung, weil sie
ganz typische Sandsteinfelsen sind und irgendwie erwartet man (oder
zumindest ich) die hier überhaupt nicht. Diese Felsen sehen ziemlich genau
so aus wie die Nikolsdorfer Wände. Vielleicht sind diese Felsen ein kleines
Stück niedriger, aber viel ist es nicht. Über die Raabsteine geht es einmal
komplett hinweg, was aber überhaupt nicht anstrengend ist, sobald man die
paar Höhenmeter bis auf den Felsen geschafft hat. Nach diesem etwas
besonderen Schlenker über die Raabsteine erreicht man einen Querweg, der
nach rechts wieder auf den bekannten Feldweg führen würde, aber die
Wanderung biegt nach links ab, um als nächstes den Helleberg zu erkunden.
Nach ungefähr 400 Metern erreicht man einen schnurgeraden Waldweg, der im
spitzen Winkel nach rechts abbiegt. Der Weg führt geradewegs auf den
Aussichtspunkt des Hellebergs. Leider ist es mit der Wanderwegbeschilderung
im gesamten Bereich zwischen Bad Gottleuba und der Grenze ziemlich
mangelhaft. Hier sollte man eine gute Wanderkarte haben und an so manchem
zerstörten Wegweiser ein nettes Ratespiel veranstalten. Auch bei der
Aussicht Helleberg merkt man, dass nicht der größte Augenmerk auf die
Wanderwege gelegt wird. Die Aussicht ist zwar nett mit einer Bank und einem
Geländer angelegt, aber total zugewuchert und man kann sehr
wenig sehen. Wenn man über die Baumwipfel hinwegsieht, dann erkennt man
den Augustusberg, aber leider nicht die Stadt Bad Gottleuba im Tal. Zurück
könnte man den gleichen Weg nehmen, aber ungefähr 100 Meter
hinter der Aussicht biegt nach rechts ein Waldweg ab, der in einem kleinen
Bogen (nach ca. 70 Meter links und nach 400 Metern nochmals links) an eine
Wegkreuzung führt. Hier weist eine Steinsäule in die richtige Richtung:
Borna-Gersdorf. Der Feldweg führt absteigend an einer Feldhecke entlang, bis
nach ziemlich genau einem Kilometer nach rechts ein Weg abzweigt. Diesem Weg
folgt man, bis wiederum im Wald nach 150 Metern der Weg nach links abbiegt.
Dieser führt sehr angenehm durch den Wald, bis nach 400 Metern die
Überraschung passiert. Hier hat der Waldbesitzer eine Schonung eingerichtet
und anscheinend vergessen, dass hier auch noch ein Waldweg lang führt. Man
kann deutlich auf der gegenüberliegenden Seite den Weg sehen, aber der
Zaun verwehrt das Weitergehen. Also geht es, egal welche Richtung, um die Schonung
drum herum, um dann, wieder auf dem Weg angekommen, weiter in Richtung des Jagdsteines zu wandern.
Nördlich des Jagdsteins stößt man auf die Wanderwegmarkierung gelber Strich
,
der man bergauf für ein kurzes Stück von ca. 100 Metern folgt. Dann erreicht
man die Fahrstraße nach Berggießhübel und Gersdorf. Diese Straße braucht man aber
überhaupt nicht zu betreten, da auf der rechten Seite gleich an dem
Parkplatz auch der Zugang zum Jagdstein ist. Rechts neben dem Aufstieg
befindet sich irgendwie ein seltsames Bachbett. Wozu auch immer man diesen gigantischen Ablauf angelegt hat, vielleicht hat es mit dem auffälligen Hügel
daneben zu tun. Meist sind solche unbewachsenen Hügel alte Müllhalden, die
aber nicht abgetragen, sondern nur zugedeckt worden sind. Der Aufstieg auf
den Jagdstein ist schnell geschafft und schon hat man eine nette Aussicht
erreicht, die anscheinend nur sehr selten von anderen Besuchern belagert
wird.
Der weitere Weg erfolgt erstmal, indem man wieder komplett von der Aussicht
herunter wandert. Rechts des Weges befindet sich die Schießanlage der
Schützengesellschaft Berggießhübel, die in einen alten Steinbruch eingebaut
worden ist. Nachdem man den Schießstand passiert hat, biegt am
Parkplatz nach rechts die Wanderwegmarkierung grüner Strich
ab. Dieser Markierung folgt man auf einem ziemlich angenehmen Feldweg die
nächsten 1 ½ Kilometer. Wenige Meter bevor der Feldweg auf einer Fahrstraße
endet, quert ein Bach den Feldweg. Eigentlich wäre das nichts besonderes,
wenn der Bach
nicht an einer gepflasterten Stelle über den Weg laufen würde. Das ist eine
schöne unkomplizierte Variante, wie der Bach den Feldweg überqueren kann.
Nur stelle ich mir das gerade vor, wenn der Bach mal etwas mehr Wasser als
das Standardrinnsal führt, dann kann man hier seine
Sprungkraft
unter Beweis stellen. Genau an der Kreuzung zwischen dem Feldweg und der
Fahrstraße steht ein ehemaliger Kalkofen. In diesem ziemlich stabilen
Gebäude ist bis 1830 Kalkgestein zu Bau- und Düngekalk gebrannt worden. Erst
kurz vorm Ortseingang von Bad Gottleuba fällt der gepflasterte Weg etwas
steiler ab; da es sich aber schon um eine wenig befahrene Straße handelt,
ist das Gefälle für Wanderer ziemlich angenehm. Die Wanderung erreicht die
Hauptstraße und ihr folgt man nach rechts. Nach ungefähr 350 Metern macht
die Straße einen Links-rechts-Knick. Hier kann man sehr schön nach links von
der Hauptstraße abbiegen und es geht hinter den Mehrfamilienhäusern an einem
kleinen Bachlauf entlang. Der Weg hier hinten entlang heißt Siedlungsweg und
führt bis zum Goethepark. In dem Park befindet sich ein netter See und wenn
ich mich richtig erinnere, heißt er
Schwanenteich.
Auf jeden Fall ist ein schwarzer Schwan auf dem See unterwegs, der zu jedem
Besucher angepaddelt kommt. Nachdem man den Teich passiert hat, biegt die
Wanderung nach rechts wieder auf die Hauptstraße ab. Der Hauptstraße folgt
man nach links und schon nach wenigen Metern erreicht man die Zufahrt zum
Gesundheitspark. Hierbei handelt es sich um ein riesiges Gelände, auf dem
ein Rehabilitationszentrum, bestehend aus sechs Fachkliniken, einem
Familienhaus und einem Parkhotel, beheimatet ist. Die Parkanlage ist
wirklich riesig groß und einige sehr nette Jugendstil-Gebäude stehen da. Die
Wanderung geht weiter auf der Hauptstraße, bis diese nach rechts abknickt.
Hier geht es geradeaus in die Einbahnstraße hinein. Hier befindet sich eine
sehr nett hergerichtete Geschäftsstraße, der man bis zum Springbrunnen/Postsäule
folgt. Hier steigt nach links der Wanderweg relativ steil zum Augustusberg
wieder hoch. Der Weg geht ziemlich geradeaus bis zur Kirche. Hier biegt der
Weg im spitzen Winkel ab und steigt danach weiter an. Nach ungefähr 400
Metern Aufstieg biegt die Wanderung in einen Feld-/Hohlweg ab und erreicht
nach 200 Metern ein altes Steinkreuz. Dieses Kreuz der Vierzehn Nothelfer
soll an eine tapfere Tat vom Bürgermeister und 13 jungen Männern erinnern.
Sie sollen 1429 die vorrückenden Hussiten solange behindert haben, bis sich
die Einheimischen erfolgreich im Wald versteckt hatten.
Der
Weg verläuft jetzt quer über die Wiese und damit kann man die Schleife der
Straße ein kleines Stück abkürzen. Auch auf der gegenüberliegenden Seite
wird die Schleife der Straße nur überquert und dann geht es weiter auf den
Augustusberg zu. Auf der rechten Wegseite stehen ein paar Häuser mit einer
erstklassigen Aussicht. Das ist schon ein ganzes Stückchen besser, als in
einer Neubausiedlung auf die Hauswand eines anderen Hauses zu blicken oder
in einem Plattenbau auf die gegenüberliegende Fassade. Mit Erreichen des
Waldes geht es schräg rechts dem gelben Punkt
die letzten paar Meter bis zum Parkplatz hinterher. Damit ist eine Wanderung
zu Ende gegangen, die so manches Problem bei der Wegfindung geliefert hat.
Was ganz nett an dieser Runde gewesen ist, sind die Aussicht auf die
Talsperre Gottleuba und die wunderbare Ruhe auf den größten Teilen dieser
Runde.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Buslinie 219 (Pirna - Bad
Gottleuba) bis Haltestelle Augustusberg
Auto:
Über die S173 von Pirna oder die S172 und die S173 von Königstein kommend bis 4,5 Kilometer hinter Berggießhübel die ausgeschilderte Zufahrt zum Augustusberg erreicht wird. Der Parkplatz liegt auf der rechten Straßenseite.
Empfohlener Parkplatz:
Augustusberg
GPS Daten:
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aufgezeichneter Track
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