Prebischtor (legal)

 
 

 

 

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Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden. Diese Wanderung gehört zu meinen Lieblingsrunden und kann nur noch begrenzt verbessert werden.

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Dauer: Entfernung: Höhenunterschied: beste Reisezeit:
ca. 5 Stunden ca. 15 Kilometer ca. 440 Meter nicht an langen Wochenenden
nicht im Winter
       
Schwierigkeitsgrad: empfohlene Karte: Region: Untergrund:
lang
Elbsandsteingebirge; Kompass Böhmen Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen

Beschreibung:

Nachdem ich einmal hier das Pravčická brána (Prebischtor) mit einer ganzen Ansammlung von illegalen Teilen (Durchqueren der Kernzone, illegaler Grenzübertritt und Benutzen des Hinterausgangs am Prebischtor) beschrieben hatte, soll diesmal die ganz legale Variante der Prebischtorwanderung kommen. Diese Runde steht wirklich in jedem Wanderführer der Sächsischen Schweiz und damit muss sie natürlich auch auf unsere Seite. Überraschenderweise besuchen sehr viele Touristen das Prebischtor, indem sie die Fahrstraße von Hřensko (Herrnskretschen) einmal bis zum Prebischtor hoch wandern und auf der gleichen Strecke wieder zurück gehen. Auch diese Art ist natürlich auf unserer Webseite als kleine Prebischtorwanderung beschrieben, aber die hier beschriebene Route ist viel schöner und abwechslungsreicher.
Die Wanderung beginnt in Hřensko (Herrnskretschen). Die Parkplatzsituation ist dort ganz hervorragend. Es gibt einige Parkplätze, die auf Wanderer bzw. einkaufende Deutsche eingestellt sind. Leider sind anscheinend alle Parkplätze mehr oder weniger teuer, so dass wir den Parkplatz am oberen Ende des Ortes empfehlen.
Die Wanderung geht leider die ersten paar Meter auf der Fahrstraße den Berg hinauf. Die Wanderwegmarkierung ist der rote Strich . An der Straße sind einige Brunnen zu sehen, die zur Förderung des Grundwassers dienen. Nachdem man ca. 1 ½ Kilometer auf der Straße bergauf gegangen ist, biegt der markierte Wanderweg nach links in den Wald ab. Hier weist ein Schild auf die besondere Tierwelt der Felsen hin. Es geht über einen leicht hubbeligen Weg den Berg hoch. Hier befindet sich auch die erste von einigen neuen Informationstafeln, die sehr gut gemacht sind und wirklich zum Lesen animieren. Auf jeder dieser Tafeln ist ein Ranger zu sehen, wie er einer Dame in historischer Kleidung eine bestimmte Stelle erklärt. So erläutert er an der ersten Stelle den Wegebau und dass man heutzutage nur noch zu Fuß zum Prebischtor aufsteigen kann. Am oberen Rand von den Tafeln ist jeweils ein Fortschrittsbalken, an dem  man sehr gut erkennen kann, an welcher Tafel man sich gerade befindet und wie weit es noch bis nach Mezni louka (Rainwiese) ist.
Zuerst ist es ein breiter Weg, der bis hoch zum Prebischtor immer schmaler wird, aber die ganze Zeit angenehm zu gehen ist. Wenn man die Felsen um sich herum aufmerksam beobachtet, dann kann man die unterschiedlichsten Kleinstrukturen im Sandstein entdecken. Der letzte Teil des Aufstieges wird etwas steiler, ist aber trotzdem noch sehr gut zu bewältigen. Um zum oberen Teil des Prebischtores zu kommen, muss man einen kleinen Eintritt von Erwachsene 75 Kč (ca. 3 €) und Kinder 25 Kč (ca. 1 €) bezahlen. Auch wenn es leicht irritierend in einem europäischen Nationalpark ist, so lohnt sich dieser Betrag. Man hat von der oberen Aussicht einerseits einen schönen Ausblick auf das große Felsentor, aber noch beeindruckender finden wir fast den Blick von der vorderen Aussicht in den Talkessel mit seinen unendlichen Felsformationen. Der Name des Prebischtors ist irgendwie bis heute ein kleines Rätsel. Es gibt verschiedene Erklärungsversuche, die zwischen fantasiereich und etwas realistischer schwanken. Das Prebischtor selber ist eigentlich nur durch eine Laune der Natur entstanden. Normalerweise wäre es, wie viele andere Felsen, nur eine Scheibe Sandstein geworden, aber im Augenblick ist es eine Scheibe mit einer riesigen Öffnung. Wenn man sich an den herrlichen Bildern satt gesehen hat, geht es wieder bis auf den gekennzeichneten Wanderweg herunter.
Jetzt wandert man auf dem sehr angenehmen Gabrielensteig weiterhin auf dem roten Strich entlang. Die Wanderung verläuft die ganze Zeit auf einem böhmischen Naturlehrpfad. An mehreren Stellen sind sehr gut gemachte, mehrsprachige Informationstafeln aufgestellt. Ziemlich überraschend ist die Tafel zum Thema Felsstürze. Diese Tafel steht an einer Sandsteinfelswand und da die Informationstafel sehr anschaulich ist, kann man sich sehr gut vorstellen, wie jederzeit ein Felsen abbricht. Das ist so richtig beruhigend. Außer diesen Tafeln sind auch noch einige kleine Holzstämme mit Schnitzereien aufgestellt. Leider haben wir erst nach einiger Zeit begriffen, dass die abgebildeten Figuren irgendetwas mit der Stelle zu tun haben, an der man sich gerade befindet. So ist zum Beispiel an einer Stelle ein Specht geschnitzt und im Hintergrund kann man die Spuren von dem Vogel an einem Baum deutlich sehen. Nett gemacht. Die Strecke wird anscheinend auch häufiger von tschechischen Schulklassen benutzt. Mir sind auf der Wanderung gleich 4 unterschiedliche Klassen begegnet. Nur auf dem Prebischtor ist das Zusammentreffen etwas störend.
Der Wanderweg geht die ganze Zeit am Fuße der Felsen entlang. An einigen Stellen, besteht die Chance, Kletterer in den Felsen zu sehen. Faszinierend ist, wie alt der Klettersport in Böhmen schon ist. Der Weg schlängelt sich weiterhin auf dem Gabrielensteig an den Felsen entlang, bis man die Abzweigung zum großen Zschand erreicht. Diese Abzweigung ist sehr einfach zu finden, da an ihr die einzige steinerne Wegsäule steht. Das ist in Böhmen etwas Ungewöhnliches, da man diese steinernen Wegsäulen und Kreuze sonst an fast jeder Ecke findet. Die Wanderung geht aber weiter auf der schon bekannten Wegmarkierung roter Strich bis nach Mezni louka (Rainwiese). Dort erreicht man die schon bekannte Fahrstraße zwischen Hřensko (Herrnskretschen) und Jetrichovice (Dittersbach). Die Wanderung geht ein paar Meter nach links auf der Fahrstraße entlang. Man kommt an dem prächtig aussehenden Hotel Mezni Louka vorbei. Hinter der Terrasse der Hotelgaststätte geht es auf dem blauen Strich weiter. Der Weg führt die nächsten 1,3 Kilometer den Berg hinunter ins Tal. Nach diesen 1,3 Kilometern biegt der markierte Weg nach links ab. Die Wanderung geht aber weiter talabwärts nach rechts. Nach ungefähr einem halben Kilometer erreicht man den Bach Kamenice (Kamnitz). Auch an diesem geht es weiter abwärts.
Das Tal ist so extrem schmal, dass an einigen Stellen der Wanderweg nur noch über eine schmale Brücke an der Felswand weiter geführt werden kann. An anderen Stellen wurde sogar mit noch mehr Aufwand ein Tunnel oder ein Gang in den Felsen gehauen. Nach 400 Metern durch diese sehr schöne Schlucht geht es aber überhaupt nicht mehr weiter und man muss auf einen Kahn umsteigen. Durch die Divoká soutěska (Wilde Klamm) kann man sich für 2 € mit dem Kahn fahren lassen. Wir wissen nicht, ob es nur Zufall war oder ob man eine Regelmäßigkeit erkennen kann, aber als wir gefahren sind, waren wir beide Male bachabwärts die einzigen Passagiere, im Gegensatz zu den Booten, die uns entgegen kamen. Hinter der Staumauer geht es wieder ½ Kilometer auf eigenen Füßen bachabwärts. Dann erreicht man eine weitere Bootsstation, an der man das nächste romantische Stück gefahren wird. Auch hier ist wieder ein Obolus von diesmal 3 € zu zahlen. Ganz besonders wichtig ist, dass man in dem Zeitfenster von 9:00 – 17:00 an den Bootsstationen ist, da man im Gegensatz zur oberen Schleuse in Hinterhermsdorf keine Chance hat, den Weg zu Fuß zu bewältigen. Von den Kahnfahrern wird man immer wieder auf irgendwelche Felsfiguren hingewiesen wie z.B. Schlange, Frosch oder Elefant. Beide Fahrten sind sehr schön und machen viel Spaß. Es ist überraschend, wie ungewöhnlich Vegetation und Tierwelt in diesem schmalen Tal ist. So können sich in dieser ungewöhnlichen Witterung Moose und Algen entwickeln, die normalerweise in unseren Breitengraden nur sehr selten sind. Dass Pilze bei dieser Feuchtigkeit gut gedeihen können, ist vermutlich auch jedem Nicht-Biologen klar.
Jetzt geht es das letzte Stückchen aus der Edmundova soutěska (Edmundsklamm) heraus. Man erreicht die Fahrstraße wieder oberhalb von Hrensko und müsste jetzt eigentlich nach rechts gehen, um wieder zum Auto zu kommen. Wir würden aber jedem empfehlen, noch mal kurz in den Ort hinein zu gehen. Nicht, dass es noch irgendetwas besonders Sehenswertes gäbe, nein es ist nur der Eindruck einer blühenden Markwirtschaft in Form von gefühlten Hunderten asiatischer Straßenstände. Damit ist dann diese Standardwanderung zu Ende. Da wir schon einige Male auf dem Prebischtor gewesen sind, empfinden wir das nicht mehr als so besonders. Was uns auf dieser Runde aber wirklich beeindruckt hat, ist die Edmundova soutěska (Edmundsklamm). Das ist wirklich eine sehr schöne und ungewöhnliche Schlucht.
 

Anfahrtsbeschreibung:

Öffentlicher Nahverkehr:
Tja da fällt mir nur ein, dass ich mit der S-Bahn bis Schöna fahren würde und dann mit der kleinen Fähre über die Elbe übersetzen wurde. Damit wird die Wanderung aber 4 Kilometer länger.
Auto:
Auf der B172 über den Grenzübergang Schmilka. Hinter dem Grenzübergang in Hrensko nach links bis zum Ortsausgang. Hier befindet sich ein großer, kostenpflichtiger Parkplatz. Empfohlener Parkplatz: Edmundsklamm ; Parkplatzgebühr für die Wanderung: 5 €

GPS Daten:

geplanter Track aufgezeichneter Track geplante Route MapSource Google Earth

Dateigröße:
2,04 kByte

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