Für das Prebischtor gibt es eigentlich nur zwei
Zugangswege. Das eine ist der Weg von Hřensko (Herrnskretschen) über die
Straße hoch und der zweite Weg ist über den Gabrielensteig. Die große
Runde über beide Wege scheint dem
Großteil der Besucher zu lang zu sein und so wandern sehr viele die hier
beschriebene Wanderung.
Der Startpunkt liegt am oberen Ende der Ortschaft Hřensko (Herrnskretschen).
Hier befindet sich ein großer langgezogener Parkplatz gleich an der Straße,
der aber bei schönem Wetter sehr schnell voll ist. Von dem Parkplatz startet
die Wanderung auf der Straße bergaufwärts in Richtung Mezní Louka
(Rainwiese). Zu
bestimmten Uhrzeiten (zwischen z.B. 10:00 und 11:00) sieht die Straße mehr
wie ein Pilgerweg aus. In dieser Zeit machen sich die meisten Besucher von
dem Parkplatz in Richtung Prebischtor auf den Weg. Blöderweise gibt es an
dieser Straße keinen Bürgersteig, sodass man zum Teil auf der Fahrstraße
oder in der Abflussrinne aufwärts wandern muss. Insgesamt muss man etwas
mehr als einen Kilometer an der Straße entlang gehen, aber zum Glück hält
sich der Autoverkehr noch so einigermaßen im Rahmen. Auf dem Weg in Richtung
Prebischtor fallen zwei Gebäude am Straßenrand auf, die beide zur
Trinkwassererzeugung dienen. Das ist
sehr gut vorzustellen, da Sandstein ein erstklassiger Wasserspeicher und
Sand ein sehr guter Filter ist. Das einzige Ungewöhnliche ist, dass oberhalb
von diesen Trinkwassererzeugungsstätten Fahrzeuge fahren dürfen. In
Deutschland findet man doch eher ein Fahrverbot im Bereich von
Trinkwassereinzugsgebieten.
Nach dem besagten Kilometer biegt der Zugang zum Prebischtor nach links in
den Wald ab. Spätestens ab hier ist der Wanderweg mit dem roten Strich
markiert. Dafür, dass man gerade noch auf einer sehr ebenen Straße
entlang
gewandert ist, wird es jetzt ein ganzes Stück hubbeliger und die Besucher
mit Stöckelschuhen oder Badeschlappen stellen das relativ schnell fest. Sehr
interessant sind die Informationstafeln am Wegesrand, die auf einen Lehrpfad
und einzelne Punkte des Lehrpfades auf dem Gabrielensteig hinweisen. Auf den
Tafeln erklärt ein Nationalpark-Ranger sehr nett einer historisch
gekleideten Dame einzelne Stellen, wie z.B. auf der ersten Tafel den Aufbau
eines ausgebauten Waldweges. Leider ist der sehr alte Weguntergrund in dem
Bereich des Schildes Wassermassen zum Opfer gefallen, sodass ein
waldtaugliches Schuhwerk sehr empfehlenswert ist. Da das Prebischtor relativ
weit oben liegt, schlängelt sich der Wanderweg mit ein paar Kehren nah an
den Felswänden aufwärts. Bis zum unteren Teil des Prebischtors passiert man
noch zwei weitere Informationstafeln zu den Themen seltene Tierarten und
Tourismus.
Der eigentliche Aufstieg erfolgt über
einen
Zickzackweg unter Zuhilfenahme einer größeren Brücke und eines in den
Sandstein getriebenen Tunnels. Schon auf diesem Weg kann man immer wieder
einen kurzen Blick auf das Prebischtor erhaschen. Viel mehr fällt natürlich
die rot leuchtende Gaststätte gleich neben dem Felsentor auf. Die letzten
paar Meter bis zum eigentlichen Eingang des Prebischtorgeländes führen sogar
durch die untere Etage der Gaststätte. Von diesem Gang hat man einen sehr
netten Blick hinunter auf den Zickzackweg und damit auf die Höhenmeter, die
man bis dahin geschafft hat.
Auf der Rückseite der Gaststätte muss man einen Eintritt von 3 € (Stand
Sommer 2011) bezahlen. Natürlich kann man den Eintritt auch in Tschechischen
Kronen bezahlen, aber diese Währung habe ich noch nie dabei gehabt und
dadurch weiß ich auch nicht, wie viel man davon bezahlen müsste. Bei den
meisten Stellen, an denen sich deutsche Touristen herumtreiben, kann man
aber auch immer mit Euros bezahlen. Hinter dem Eingangsbereich gibt es zwei
unterschiedliche Richtungen, die man einschlagen kann.
Als
erstes würde ich empfehlen, nach links hoch auf die Aussichten zu steigen.
Wer es bis zum Kassenhäuschen geschafft hat, für den sind die letzten paar
Stufen bis hinauf auf die Aussichtspunkte überhaupt kein Problem mehr und
man wird mit mehreren beeindruckenden Aussichten belohnt.
Zu
allererst ist es natürlich der Blick auf das doch ziemlich große Felsentor.
Eigentlich wäre es ja zu verlockend, auch mal über das Felsentor selber
drüber zu laufen, aber das ist heutzutage nicht mehr möglich und auch unter
heutigen Sicherheitsgesichtspunkten nicht sinnvoll. An der Spitze der
Felsausläufer hat man einerseits den Blick in die Weiten der Deciner Ebene
und andererseits auf die zerklüfteten Felsen in Richtung Deutschland.
Auf dem Weg zurück runter zum Prebischtor passiert man eine kleinere Senke,
in der auf der rechten Seite
eine Felsnadel steht, die wie die deutsche Barbarine am Pfaffenstein
aussieht. Nachdem man wieder die Ebene vom Prebischtor erreicht hat, geht es
unter den Felsenbogen. Von hier kann man noch mal in die östliche
Himmelsrichtung blicken und sich dann zu einer Erfrischung an einem der
Tische niederlassen. Auch wenn es sich beim Prebischtor um die größte
touristische Attraktion der Böhmischen Schweiz handelt, so halten sich die
Preise für Getränke und Essen noch einigermaßen im Rahmen.
Um diese kleine Wanderung abzuschließen, geht es jetzt auf dem gleichen Weg
wieder zurück. Das gefällt mir zwar normalerweise überhaupt nicht, aber als
Alternative gibt es nur die große Runde
über Mezní Louka (Rainwiese) und diese scheint dem größten Teil der Besucher
zu lang zu sein. Eigentlich schade, weil dieser Bogen viel schöner ist, als
wieder an der Straße zurück zu wandern.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Tja da fällt mir nur ein, dass ich mit der S-Bahn bis Schöna fahren würde
und dann mit der kleinen Fähre über die Elbe übersetzen wurde. Damit wird
die Wanderung aber 4 Kilometer länger.
Eine neuere Alternative ist der private Bus (www.frank-nuhn-freizeit-und-tourismus.de)
von Bad Schandau oder Königstein.
Auto:
Auf der B172 über den Grenzübergang Schmilka. Hinter dem Grenzübergang in Hrensko nach links bis zum Ortsausgang. Hier befindet sich ein großer, kostenpflichtiger Parkplatz.
Empfohlener Parkplatz:
Edmundsklamm
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
5 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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