Prebischtor kleine Tour

 
 

 

 

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Dauer: Entfernung: Höhenunterschied: beste Reisezeit:
ca. 2,5 Stunden ca. 6,5 Kilometer ca. 316 Meter nicht an langen Wochenenden
       
Schwierigkeitsgrad: empfohlene Karte: Region: Untergrund:
leicht
Böhmische Schweiz; Rolf Böhm Kartographischer Verlag Böhmen asphaltiert
Wanderweg
Treppen

Beschreibung:


Für das Prebischtor gibt es eigentlich nur zwei Zugangswege. Das eine ist der Weg von Hřensko (Herrnskretschen) über die Straße hoch und der zweite Weg ist über den Gabrielensteig. Die große Runde über beide Wege scheint dem Großteil der Besucher zu lang zu sein und so wandern sehr viele die hier beschriebene Wanderung.
Der Startpunkt liegt am oberen Ende der Ortschaft Hřensko (Herrnskretschen). Hier befindet sich ein großer langgezogener Parkplatz gleich an der Straße, der aber bei schönem Wetter sehr schnell voll ist. Von dem Parkplatz startet die Wanderung auf der Straße bergaufwärts in Richtung Mezní Louka (Rainwiese). Zu bestimmten Uhrzeiten (zwischen z.B. 10:00 und 11:00) sieht die Straße mehr wie ein Pilgerweg aus. In dieser Zeit machen sich die meisten Besucher von dem Parkplatz in Richtung Prebischtor auf den Weg. Blöderweise gibt es an dieser Straße keinen Bürgersteig, sodass man zum Teil auf der Fahrstraße oder in der Abflussrinne aufwärts wandern muss. Insgesamt muss man etwas mehr als einen Kilometer an der Straße entlang gehen, aber zum Glück hält sich der Autoverkehr noch so einigermaßen im Rahmen. Auf dem Weg in Richtung Prebischtor fallen zwei Gebäude am Straßenrand auf, die beide zur Trinkwassererzeugung dienen. Das ist sehr gut vorzustellen, da Sandstein ein erstklassiger Wasserspeicher und Sand ein sehr guter Filter ist. Das einzige Ungewöhnliche ist, dass oberhalb von diesen Trinkwassererzeugungsstätten Fahrzeuge fahren dürfen. In Deutschland findet man doch eher ein Fahrverbot im Bereich von Trinkwassereinzugsgebieten.
Nach dem besagten Kilometer biegt der Zugang zum Prebischtor nach links in den Wald ab. Spätestens ab hier ist der Wanderweg mit dem roten Strich markiert. Dafür, dass man gerade noch auf einer sehr ebenen Straße entlang gewandert ist, wird es jetzt ein ganzes Stück hubbeliger und die Besucher mit Stöckelschuhen oder Badeschlappen stellen das relativ schnell fest. Sehr interessant sind die Informationstafeln am Wegesrand, die auf einen Lehrpfad und einzelne Punkte des Lehrpfades auf dem Gabrielensteig hinweisen. Auf den Tafeln erklärt ein Nationalpark-Ranger sehr nett einer historisch gekleideten Dame einzelne Stellen, wie z.B. auf der ersten Tafel den Aufbau eines ausgebauten Waldweges. Leider ist der sehr alte Weguntergrund in dem Bereich des Schildes Wassermassen zum Opfer gefallen, sodass ein waldtaugliches Schuhwerk sehr empfehlenswert ist. Da das Prebischtor relativ weit oben liegt, schlängelt sich der Wanderweg mit ein paar Kehren nah an den Felswänden aufwärts. Bis zum unteren Teil des Prebischtors passiert man noch zwei weitere Informationstafeln zu den Themen seltene Tierarten und Tourismus.
Der eigentliche Aufstieg erfolgt über einen Zickzackweg unter Zuhilfenahme einer größeren Brücke und eines in den Sandstein getriebenen Tunnels. Schon auf diesem Weg kann man immer wieder einen kurzen Blick auf das Prebischtor erhaschen. Viel mehr fällt natürlich die rot leuchtende Gaststätte gleich neben dem Felsentor auf. Die letzten paar Meter bis zum eigentlichen Eingang des Prebischtorgeländes führen sogar durch die untere Etage der Gaststätte. Von diesem Gang hat man einen sehr netten Blick hinunter auf den Zickzackweg und damit auf die Höhenmeter, die man bis dahin geschafft hat.
Auf der Rückseite der Gaststätte muss man einen Eintritt von 3 € (Stand Sommer 2011) bezahlen. Natürlich kann man den Eintritt auch in Tschechischen Kronen bezahlen, aber diese Währung habe ich noch nie dabei gehabt und dadurch weiß ich auch nicht, wie viel man davon bezahlen müsste. Bei den meisten Stellen, an denen sich deutsche Touristen herumtreiben, kann man aber auch immer mit Euros bezahlen. Hinter dem Eingangsbereich gibt es zwei unterschiedliche Richtungen, die man einschlagen kann. Als erstes würde ich empfehlen, nach links hoch auf die Aussichten zu steigen. Wer es bis zum Kassenhäuschen geschafft hat, für den sind die letzten paar Stufen bis hinauf auf die Aussichtspunkte überhaupt kein Problem mehr und man wird mit mehreren beeindruckenden Aussichten belohnt. Zu allererst ist es natürlich der Blick auf das doch ziemlich große Felsentor. Eigentlich wäre es ja zu verlockend, auch mal über das Felsentor selber drüber zu laufen, aber das ist heutzutage nicht mehr möglich und auch unter heutigen Sicherheitsgesichtspunkten nicht sinnvoll. An der Spitze der Felsausläufer hat man einerseits den Blick in die Weiten der Deciner Ebene und andererseits auf die zerklüfteten Felsen in Richtung Deutschland.
Auf dem Weg zurück runter zum Prebischtor passiert man eine kleinere Senke, in der auf der rechten Seite eine Felsnadel steht, die wie die deutsche Barbarine am Pfaffenstein aussieht. Nachdem man wieder die Ebene vom Prebischtor erreicht hat, geht es unter den Felsenbogen. Von hier kann man noch mal in die östliche Himmelsrichtung blicken und sich dann zu einer Erfrischung an einem der Tische niederlassen. Auch wenn es sich beim Prebischtor um die größte touristische Attraktion der Böhmischen Schweiz handelt, so halten sich die Preise für Getränke und Essen noch einigermaßen im Rahmen.
Um diese kleine Wanderung abzuschließen, geht es jetzt auf dem gleichen Weg wieder zurück. Das gefällt mir zwar normalerweise überhaupt nicht, aber als Alternative gibt es nur die große Runde über Mezní Louka (Rainwiese) und diese scheint dem größten Teil der Besucher zu lang zu sein. Eigentlich schade, weil dieser Bogen viel schöner ist, als wieder an der Straße zurück zu wandern.

 

Anfahrtsbeschreibung:

Öffentlicher Nahverkehr:
Tja da fällt mir nur ein, dass ich mit der S-Bahn bis Schöna fahren würde und dann mit der kleinen Fähre über die Elbe übersetzen wurde. Damit wird die Wanderung aber 4 Kilometer länger.
Eine neuere Alternative ist der private Bus (www.frank-nuhn-freizeit-und-tourismus.de) von Bad Schandau oder Königstein.
Auto:
Auf der B172 über den Grenzübergang Schmilka. Hinter dem Grenzübergang in Hrensko nach links bis zum Ortsausgang. Hier befindet sich ein großer, kostenpflichtiger Parkplatz. Empfohlener Parkplatz: Edmundsklamm ; Parkplatzgebühr für die Wanderung: 5 €

GPS Daten:

geplanter Track aufgezeichneter Track geplante Route MapSource Google Earth

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