Die Wanderung durch Polenztal ist eine wirklich
sehr angenehme Wanderung, die vielleicht etwas lang ist, aber dafür
keinerlei besondere Schwierigkeit birgt.
Die Wanderung beginnt mit einer wirklich tollen Eisenbahnfahrt, die man sich
nicht entgehen lassen sollte. Der Startpunkt ist der kleine Parkplatz am
Ende des Polenztales. Von dort geht man ein paar Meter die Verbindungsstraße
zwischen Hohnstein und Bad Schandau runter, bis auf der linken Seite die
Straße zur Ortschaft Kohlmühle ausgeschildert ist. Die Straße ist mit dem
grünen Punkt
als Wanderweg markiert. Auf dieser Straße geht es ca. 300 Meter bis zum
Bahnhof Goßdorf- Kohlmühle. Man sollte sich vorher informieren, wann der Zug
fährt und ob der Zug überhaupt fährt. Die Bahnlinie wurde in den letzten 3
Jahren mehrfach saniert und dann ist sie vollständig über Monate gesperrt.
So leider auch, als ich mir die Wanderung in den Kopf gesetzt hatte und
deshalb hat mich netterweise mein Schwiegervater zum Startpunkt gefahren.
Wenn den alles klar gehen würde, dann fährt man ca. 40 Minuten durch ein wirklich
tolles Tal bis hinauf nach Neustadt.
In Neustadt heißt es dann erst mal eine Strecke durch die Stadt bis in den
Ortsteil Polenz.
Dazu geht es zuerst aus dem Bahnhof raus und die Bahnhofstraße bis zur Karl-
Liebknecht- Straße. Diese Straße geht es nach links. Auf ihr geht es immer
weiter entlang, auch wenn sie zwischendurch einen kleinen rechts Knick
macht. Die Straße endet in der Götzingerstraße.
Auf dieser Straße geht es
nach links über die Bahnlinie. Die Straße macht einen rechts Knick und dann
landet man an der Kreuzung Maxim- Gorki- Straße/Heinrich- Heine- Straße. An
dieser Kreuzung geht es schräg nach links auf dem Mittelweg. Der Mittelweg
ist auch die Straße, auf der es jetzt durch den Ortsteil Polenz geht. Auch
wenn ich mir vorher den Weg auf der Karte angesehen habe, so war ich doch
schwer überrascht, wie lang diese Ortschaft ist. Dieses Teilstück der
Wanderung ist ab hier sehr einfach, da es die ganze Zeit an dem kleinen Bach
mit dem Namen Polenz entlang geht. Zuerst ist der Mittelweg eine
asphaltierte Straße, die aber im hinteren Teil des Dorfes in einen schmalen
Weg mündet. Der Weg wird immer ruhiger und die Anzahl der Häuser nimmt stark ab.
Die Wanderwegmarkierung ist der rote Punkt
.
Der Weg führt die ganze Zeit sehr angenehm entlang des Polenzbaches. Entlang
des Baches stehen auch heute noch einige alte Mühlen, bzw. das was
heutzutage noch davon übrig geblieben ist. Mehrere dieser alten Mühlen sind
heute Gaststuben, die zu einer Rast einladen. Es geht 3,6 Kilometer
durch das obere Polenztal, dann erreicht man die
Märzenbecherwiesen.
Einerseits
ist es schade, wenn man dieses kleine Naturschauspiel verpasst, andererseits
ist außerhalb der Blütezeit eine angenehme Ruhe in dem Tal. Von den Märzenbecherwiesen geht es die nächsten 4,8 Kilometer durch das mittlere
Polenztal. In diesem Teil der Wanderung geht der Weg von Zeit zu Zeit schon
mal ein paar Meter oberhalb des Baches am Hang entlang. Aber trotzdem ist es
noch in keinster weise unangenehm oder besonders anstrengend.
Ab der Heeselichtmühle muss man leider ein paar Meter (ca. 1,6 Kilometer)
auf der alten Rennstrecke entlang gehen. Diese Fahrstraße ist zwar riesig
breit, aber normalerweise fast ohne jeglichen Fahrverkehr. Außerdem hat die
Straße einen breiten Seitenstreichen, auf dem man ganz sicher gefahrlos
entlang wandern kann. Zwischendurch gibt es auch die Möglichkeit nach rechts,
auf einer Gerade, einen Bogen der Straße abzukürzen. Die Stelle ist sehr
einfach zu finden, da sie weiterhin mit dem roten Punkt gekennzeichnet ist.
Nachdem man ca. 20 Minuten auf der Straße gewandert ist,
erreicht man die
Kreuzung, an der es nach links nach Hohnstein hoch geht und rechts die alte
Rennstrecke weiter geht. Es geht ein paar Meter nach rechts und gleich wieder
auf der gegenüberliegenden Seite ins Polenztal weiter.
Die ersten paar Meter sind noch asphaltiert, aber schon nach ein paar Metern
geht es auf einem normalen Wanderweg entlang. In diesem Bereich kann man
noch häufiger auf Wanderer treffen, die auch dieses wunderschöne Tal
genießen. Desto weiter man aber zum Ende des Polenztals kommt, desto ruhiger
wird es wieder. Insgesamt geht es in der letzten Etappe ca. 6,2 Kilometer
durch den unteren Teil des Polenztales. Der Weg ist die ganze Zeit mit dem
roten Punkt markiert, plus durch den Bachverlauf sehr einfach zu erkennen.
Das letzte Stück, ab der Rennstrecke ist, fast ohne eine Möglichkeit der
Erfrischung, solange man sie sich nicht selber mitbringt. Nur ganz zum Anfang,
knapp unter Hohnstein liegt das Gasthaus Polenztal.
Hier hat man die
wirklich sehr schöne Möglichkeit in einem ruhigen Biergarten zu sitzen und
sich auf das letzte Stück der Wanderung vorzubereiten. Fast am Ende
angekommen ist im Frühjahr 2004 ein neuer Flößrechen gebaut worden.
Überraschend ist, dass weit und breit keine Erklärungstafel herumsteht.
Normalerweise wird man sofort über solche eine kleine Attraktion aufgeklärt.
Aber das wird bestimmt noch kommen.
Die Wanderung ist
relativ lang, aber meiner Ansicht eine sehr schöne Wanderung. Wenn man es
denn dann auch noch schafft mit der Eisenbahn durch das Sebnitztal zu
fahren, dann dürfte diese Wanderung wirklich zu einer fast perfekten
aufsteigen. Das einzige, das dieser Wanderung noch fehlt, zu einer wirklich
super Runde ist eine ordentliche Aussicht. Diese könnte man aber auch noch
erreichen, in dem man die Wanderung mit einem Schlenker über den Hockstein
(oberhalb der Gaststätte Polenztal) verfeinert.
Beispiel- Fahrplan von Goßdorf-
Kohlmühle nach Neustadt. Verbindung alle 2 Stunden von Goßdorf nach Neustadt:
Goßdorf-Kohlmühle
9:23
Mittelndorf
9:26
Ulbersdorf
9:33
Amtshainersdorf
9:36
Sebnitz(Sachs)
9:41
Krumhermsdorf
9:51
Neustadt(Sachs)
9:59
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Mit der Buslinie E253
von Bad Schandau in die Richtung Prossen - Waltersdorf, bis zur Haltestelle
Lachsbach-
Auto:
Bis Bad Schandau über die B172, hinter der großen Elbebrücke rechts abbiegen in die Richtung Rathmannsdorf. Die Straße weiterfahren in die Richtung Hohnstein. Fast am Ende von Bad Schandau/Porschdorf geht es nach rechts zu der Ortschaft Kohlmühle. Gleich am Bahnhof Kohlmühle stehen genug Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
Empfohlener Parkplatz:
Kohlmühle Bahnhof
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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