Diese Runde ist wirklich nur ein kleiner
Spaziergang in einem wirklich tollen Tal. Sie beginnt auf dem kostenlosen
Parkplatz am Ende des Polenztals. Der Parkplatz wird auch Frinzthalmühle
genannt, da gleich neben dem Wanderweg bzw. dem Bach die ehemalige Frinzthalmühle
liegt. Es geht also los über den Wanderweg, der am Ende des Parkplatzes
startet. Der Weg verläuft die ganze Strecke super angenehm ohne einen
einzigen Meter Höhenunterschied. Ein paar Meter hinter dem ganzen Bereich
der Frinzthalmühle erreicht man einen ganz neu gebauten Flößrechen im
Polenzbach. Heutzutage nett man die Dinger nicht mehr Flößrechen, da ja
nicht mehr geflößt wird, aber ich weiß leider nicht den richten Namen für
solch eine Anlage. Auf
jeden Fall soll mit dem Ding verhindert werden, dass Treibgut aus der Polenz
hinter dem Polenztal in den Lachsbach kommt und dann womöglich den Bach
unabsichtlich staut oder sogar die Stauanlagen/Fischtreppe beschädigt. Das
die Konstruktion ganz gut funktioniert, habe ich jetzt schon mehrere Male
gesehen, da sich jedes Mal wenn ich dort vorbeigekommen bin, ein Stamm in
den Querstangen verheddert hatte bzw. gerade geborgen würde.
Von dieser kleinen Attraktion am Wegesrand geht es weiter durch das angenehm
ruhige Tal. Der Weg ist mit dem Wanderwegkennzeichen roter Punkt
markiert. Diese Markierung geht nach ungefähr 1,4 Kilometern auf die andere
Bachseite. Der Spaziergang geht aber auf der rechten Seite weiter und damit
wird der markierte Weg vorläufig verlassen. Genau an der Stelle, an der die
Brücke über die Polenz geht, befindet sich eine kleine Schichthöhle auf der
rechten Seite des Weges. Sie ist nicht besonders groß, aber sehr einfach zu
erreichen und sehr gut als Beispiel für eine
Schichthöhle
geeignet. Der Weg geht weiterhin auf dem breiten Weg entlang des Baches.
Nach ein paar Minuten Spaziergang hört man schon, dass irgendetwas den
Bachlauf behindert. Es ist eine alte Wehranlage von einer Mühle, die es
schon unendlich lange nicht mehr gibt. Aber trotzdem ist dieses Hindernis
noch im Bachlauf und führt zu dieser rauschenden Akustik. Auf dem weiteren
Weg findet man dann auf der linken Seite des Weges die letzten Reste einer
Anlage aus dem dritten Reich. Hierbei handelt es sich um ein paar sehr
massive Fundamente, die eine Anlage zur Erzeugung von Treibstoffen aufnehmen
sollten. Auch soll es in den Felsen im Tal noch alte Stollen geben, die eine
Produktionsanlage für Flugzeugbenzin aufnehmen sollten. Dieser Bereich wird
im dritten Reich unter dem Denknamen Schwalbe III geführt und ist nach dem
Krieg erfolgreich zurückgebaut worden. Das einzige was übrig geblieben ist,
sind die massiven Fundamente und die werden wohl noch ein paar Jahrhunderte
dort bestehen bleiben.
Der weitere Weg geht noch bis zur nächsten Brücke entlang des Polenzbaches.
Diese
steinerne Brücke ist schon ziemlich alt, genauer gesagt schon weit über
hundert Jahre. Der Schlussstein trägt die Jahreszahl 1897 (glaube ich
zumindest, dass es diese Jahreszahl war). Über diese Brücke geht es auf die
andere Bachseite. Gleich neben der Brücke befindet sich der Bereich der
Waltersdorfer Mühle. Der ganze Gebäudekomplex hat über einige Jahre hinweg
ein ziemlich trostloses Dasein gefristet, aber jetzt macht es den Anschein,
als wenn sich jemand dem Elend angenommen hat. Zumindest kann man sich im
Herbst 2005 wieder auf der Terrasse hinsetzen und mit ein paar Kleinigkeiten
stärken/erfrischen. Jetzt
geht es auf der schon bekannten Wegmarkierung roter Punkt
wieder zurück, also nach links den Bachlauf hinunter. Sehr erfreulich ist,
dass Anfang 2005 die Ruine der alten Mühle endgültig entsorgt worden ist.
Jetzt sind nur noch ein paar Sandsteine übrig geblieben, die neben dem Weg
liegen. Ich schätze mal, dass sich aber für diese wuchtigen Dinger bestimmt
jemand finden lässt und sie so aus der Natur noch verschwinden werden. Der
Weg geht auf der rechten Bachseite wieder zurück. Auf diese Seite ist er nur
als Wanderweg ausgelegt und so geht es über einen schmaleren Weg wieder in
die Richtung Parkplatz. Nach ungefähr 1,3 Kilometern erreicht man wieder die
Holzbrücke über die Polenz. Es führt zwar auch ein Pfad weiter geradeaus,
aber in allen Wanderkarten endet dieser Weg am Zaun der Frinzthalmühle und
da der Zaun relativ stabil aussieht habe ich diesen Pfad noch nicht
ausprobiert. Aber irgendwie scheint er zu funktionieren, da ich schon einmal
eine Gruppe Jugendliche auf der gegenüberliegenden Seite gesehen habe, die
mir in Porschdorf dann wieder begegnet sind. Hinter der Brücke geht es das
letzte schon bekannte Stück bis zum Parkplatz zurück.
Diese Runde ist, wie schon gesagt, wirklich nichts weltbewegendes, aber
trotzdem sehr nett und wenn man nur eine kleine Runde machen möchte, dann
ist sie sehr empfehlenswert. Auch eignet sich die Runde sehr gut, wenn man
mit seinen Kinder ein bisschen am Bach spielen möchte oder der Kinderwagen
bewegt werden muss. Was besonders auffällig an diesem Tal ist, dass fast nie
irgendjemand hier unterwegs ist, obwohl es ein sehr schönes Tal ist.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Mit der Buslinie E253
von Bad Schandau in die Richtung Prossen - Waltersdorf, bis zur Haltestelle
Lachsbach-
Auto:
Bis Bad Schandau über die B172, hinter der großen Elbebrücke rechts abbiegen in die Richtung Rathmannsdorf. Die Straße weiterfahren in die Richtung Hohnstein. Wenn man nach rechts in die Richtung Kohlmühle abbiegen könnte, dann ist der Parkplatz auf der linken Straßenseite.
Empfohlener Parkplatz:
Polenztal Frinzthalmühle
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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