Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Klettern mit Klammern
Beschreibung:
Auf der Deckseite des Stiegenführers Band III
von Axel Mothes (www.stiegenbuchverlag.de)
sind ein paar Klammern abgebildet, die vom Tiefen Grund auf die Brandebene
hinaufführen sollen. Da ich diesen Bereich fast zu meinem Heimatgebiet
zähle, diese Stiege aber nicht kannte, musste das natürlich
gleich untersucht werden. Als Wandertermin hatte ich mir den Karfreitag
Nachmittag ausgesucht, was sich aber bei besonders schönem Wetter schnell
als saudämliche Idee herausstellte. Aber dazu später. Da ich schon
damit rechnete, dass größere Besuchermassen im Bereich Hohnstein/Brand
unterwegs sein würden, habe ich den Startpunkt neben den Sportplatz von Hohnstein
gelegt. Hier findet man immer einen Parkplatz und dazu netterweise sogar
kostenlos. Der Aufstieg von hier in Richtung Napoleonschanze ist
vollkommen gleich lang und gleich hoch wie von Hohnstein aus. Von dem
Startpunkt geht es einfach geradeaus über die Straße und dann rechts neben
den Häusern (Kretzschelei) auf dem Feldweg in Richtung Napoleonschanze
hinauf. Der Untergrund des Weges wird zusehends weicher. Als erstes ist es die
asphaltierte Zufahrt zu diesem größeren Gebäudekomplex, dann wandelt sich
der Untergrund in Schotter, dann Feldweg, bis es zu guter Letzt über eine Wiese
weitergeht. In diesem Stadium der Wanderung geht es noch nicht bis ganz auf
die Napoleonschanze hoch, sondern nach links über die gesamte Wiese
bis in die linke hintere Waldecke. Hier trifft man auf die
Wanderwegmarkierung grüner Strich
,
der man nach links folgt. Ausgeschildert ist dieser Bogen mit Ringflügelweg
bzw. Lupinenweg. Obwohl ich im Bereich Brand/Hohnstein eigentlich
relativ häufig herumwandere, bin ich diesen Bogen
mit dieser Wanderung tatsächlich das erste Mal gelaufen. Bis dahin machte mir dieser Bogen nicht
so richtig Sinn, da er eigentlich nur ein paar Meter entfernt vom
Ursprungspunkt wieder endet. Dass hier aber ein ganz netter und besonders
ruhiger Waldweg vorhanden ist, habe ich erst mit dieser Wanderung entdeckt.
Außerdem könnte man mit diesem Weg auf der gelben Wanderwegmarkierung in den
Tiefen Grund gelangen. Dorthin soll diese Wanderung zwar auch gehen, damit
man aber nicht zu viel auf der Fahrstraße wandern muss, folgt man jetzt
lieber der grünen Markierung weiter und erreicht nach einiger Zeit die
Brandstraße. Hier musste ich zu meiner Wanderzeit am Karfreitag feststellen,
dass noch so einige Spaziergänger unterwegs waren. An der Stelle fuhr gerade
in dem Moment eine Pferdekutsche vorbei und es waren mindestens 50 andere
Leute auf der Brandstraße unterwegs. Die Wanderung muss aber im Moment nur
100 Meter der Brandstraße nach links folgen, um an der alten Steinsäule von
1795 nach
links in den Forstgraben abzubiegen. Heutzutage hat dieser Abstieg von der
Brandebene keine besondere Bedeutung mehr.
In
früheren Jahren schien dieser Weg aber ziemlich beliebt gewesen zu sein, da
einerseits die Felsinschriften (kurz vor dem Abstieg kann man links des
Weges die Jahreszahl 1810 lesen) drauf hindeuten, andererseits sind die Spuren
im Untergrund bzw. am Felsen eindeutig. Hier sind einige hundert
Pferdefuhrwerke hoch oder runter gefahren. Der Abstieg bis zur Fahrstraße
ist sehr angenehm zu gehen und, mit Ausnahme von ein paar
Fahrzeuggeräuschen, überraschend ruhig.
Der Fahrstraße muss man leider ca. 400 Meter folgen, bis sich auf der linken
Seite die Schandauer
Ratsstube, ein deutlich überhängender Felsen, befindet. Jetzt heißt es, den
Grundbach neben
der Straße nach rechts zu überqueren und die 7 Klammern im Felsen zu suchen.
Es ist wirklich beeindruckend, aber von der Straße entdeckt man die Klammern
nicht und damit ist diese kleine Steiganlage selbst Einheimischen vollkommen
unbekannt. Da gleich neben den paar Klammern ein Minirinnsal von oben kommt,
ist der Felsen ziemlich schlüpfrig, aber über die Klammern kommt man gut
nach oben. Nachdem man ein paar Meter in den "Speisekammer" genannten Grund reingewandert ist,
geht es entweder nach links zu den Brandstufen oder nach rechts in den
Forstgraben. Da man gerade von rechts kommt, ist natürlich der Pfad nach
links die bessere Wahl. Auch in der Speisekammer könnte man weiter gehen,
aber leider ist dieser Aufstieg gesperrt und würde quer durch die Kernzone
führen.
Der Pfad nach links erreicht nach einem kleinen Geschlängel unterhalb der
Hafersäcke die Brandstufen. Für mich ist dieser Aufstieg einer der anstrengendsten der gesamten Sächsischen Schweiz, aber durch den
Abstecher zur Speisekammer stößt man ja erst in der Hälfte des Aufstiegs auf die
Brandstufen. Nach ein paar hundert Stufen erreicht man die Brandebene knapp
neben der Brandaussicht. Ich hatte ja schon damit gerechnet, dass hier so einige
Besucher anwesend sind, aber jetzt war ich sprachlos. Es waren ganze Horden
an diesem sehr schönen Platz eingefallen und alle genossen das schöne
Wetter. Ich musste mir vorstellen, wie es denn wohl auf der Bastei ist, wenn
selbst hier schon die Besucher in Reihen stehen müssen.
Der Rückweg erfolgt nun über die schon bekannte Brandstraße. Dazu folgt man
dem blauen Strich
.
Der Weg ist sehr angenehm zu gehen und das ist auch der Grund, warum von
Hohnstein bis zur Brandaussicht so viele Leute wandern. Insgesamt folgt die
Wanderung der Brandstraße von der Brandaussicht bis nach rechts der Anstieg zur
Napoleonschanze (ca. 2,2 Kilometer) abzweigt. Der Aufstieg
ist ausgeschildert. Dadurch, dass dieser Pfad ein kleines bisschen steiler
verläuft, wandern hier schon viel weniger Leute hoch, obwohl die
Aussicht
wirklich lohnenswert ist. Dass diesen Hügel Napoleon als Befestigung bzw. als
Position von drei Kanonen benutzt hat, ist bei dieser Lage eigentlich kein
Wunder. Nach dieser netten Aussicht geht es auf dem grünen Strich
den Hang hinunter. Der Weg steigt auf einem
Hohlweg
in die Richtung des Freibades von Hohnstein ab. Kurz vor dem Freibad
erreicht man eins der Viadukte der ehemaligen Schmalspurbahn von Hohnstein
nach Rathmannsdorf. Hier verlässt die Wanderung den markierten Wanderweg und
geht über die Treppen an der linken Seite auf das Viadukt. Von der
Schmalspurbahn kann man heutzutage kaum noch etwas erkennen,
aber
netterweise ist diese sehr schöne Brücke all die Jahre stehen geblieben. Die
letzten paar Meter der Wanderung führen über die Brücke aus Hohnstein
heraus. Von dem ehemaligen Bahndamm kann man noch mal in das Freibad
hinunterblicken und nach einer kurzen Strecke von 200 Metern erreicht man die
Straße und damit den Ausgangspunkt der Wanderung. Wenn man die Wanderung zu
einer Zeit durchführt, an der nicht ganz so viel Betrieb in der Sächsischen
Schweiz bzw. in Hohnstein am Brand ist, dann ist die Runde sehr nett und bietet so
einige abwechslungsreiche Teilstücke.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Pirna. Von Pirna mit
dem Bus R-236 oder
Bus R-237.
Auto:
Über die B172 Bad Schandau > Porschdorf > Hohnstein. Oder auch von Pirna die Elbe auf der alte Brücke überqueren und dann über Lohmen nach Hohnstein. Der Parkplatz liegt gut sichtbar an der Straße von Bad Schandau nach Hohnstein.
Empfohlener Parkplatz:
Hohnstein Sportplatz
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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