Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass uns
ein befreundetes Pärchen gefragt hat, ob wir schon mal die Nackte im Saupsdorfer Wald entdeckt hätten. Da wir
durch familiäre Kontakte ziemlich häufig in Saupsdorf sind, war es uns schon fast ein
bisschen peinlich, dies verneinen zu müssen und so wurde gleich mal die
Verwandtschaft interviewt, wo die Schönheit zu finden wäre. Obwohl wir von
unseren Freunden schon eine ziemlich
genaue Beschreibung von Lage und Aussehen des Nackedeis liefern konnten, wussten nur zwei der
Befragten, wo sich die Schönheit versteckt. Aber mit ihrer Beschreibung
sollte es doch gar kein Problem mehr sein, das Hauptziel der Wanderung zu finden.
Da wir aber nicht nur langweilig zu diesem einen Ziel wandern,
sondern eine einigermaßen ordentliche Runde gehen wollten, startet
die Wanderung erst mal in die falsche Richtung. Vom großen Parkplatz in
Saupsdorf geht es auf der Fahrstraße in den Ort hinein, bis zur abknickenden
Vorfahrtsstraße. Hier wandert man geradeaus. Diese Straße würde eigentlich
nach Hinterhermsdorf führen, ist aber für den normalen Straßenverkehr
gesperrt. Am Ortsende befinden sich auf der rechten Straßenseite ein paar
riesige Ställe, in denen einerseits Rindviecher gehalten werden, aber
viel interessanter, auch
eine Schafherde von mindestens 200 Tieren beheimatet ist. Gleich am letzten Stall verlässt die Wanderung die Fahrstraße nach rechts.
Wenn man Glück hat, dann steht das riesige Stalltor offen und die Schafherde
ist gerade im Stall. Dieser Anblick verströmt eine wunderbare Ruhe und man
kann sich gut vorstellen, dass die Schafe sich hier wohl fühlen. Die
Wanderung führt auf die Felder/Wiesen östlich von Saupsdorf hinaus. Nach dem
ersten ¼ Kilometer Feldweg biegt man an der Kreuzung nach links ab, um dann
nach den nächsten 350 Metern wieder nach links zu gehen. Die erste
Möglichkeit, nach rechts weiter zu wandern (nach ca. 100 Metern), sollte man
nutzen und dann ist auch schon das schwierigste Stück
von der Beschreibung geschafft. In der Natur sind diese drei Abzweigungen sehr eindeutig zu sehen
und zu finden. Die Wanderung führt ganz angenehm durch den Wald, bis man auf
der Rückseite der Sonnenhofaussicht aus dem Wald tritt. Obwohl wir schon
einige Male durch das Saupsdorfer Räumicht gewandert sind und die
Beschilderung der Sonnenhofaussicht gelesen haben, waren wir tatsächlich
erst mit dieser Wanderung das erste Mal hier oben.
Von dieser Aussicht hat
man einen Blick in große Teile des Tales mit seinen vereinzelten Gebäuden.
Zwischen der Aussicht und der Gaststätte Sonnenhof befindet sich die Wiese
der Galloway-Rinder, die für die weitere Wanderung überquert werden muss. Dazu
muss man aber nicht über die Weide wandern, sondern kann über einen
abgetreten Pfad bis zur Gaststätte runter steigen.
Am Sonnenhof (www.sonnenhof-hinterhermsdorf.de) könnte man eine kurze
Rast einlegen. Dann wandert man weiter das Räumicht aufwärts auf der
Wanderwegmarkierung gelber Punkt
. 400 Meter hinter dem
Sonnenhof passiert man einen wunderbar sanierten Gebäudekomplex. Bei diesen
Gebäuden handelt es sich um einen uralten Hof, der über mehrere Jahre
saniert worden ist und heutzutage komplett als Ferienhaus (www.nobel-ferienhaus.de)
angeboten wird. Wenn man sich das Gebäude auf der Internetseite ansieht, dann
stellt man fest, dass es im Inneren noch viel schöner und schicker
aussieht als die Außenseite schon vermuten lässt. Die Wanderung geht noch
ein kurzes Stück durch das Hintere Räumicht, bis die Gnauckmühle erreicht ist. Hier
biegt die Wanderwegmarkierung nach rechts ab und folgt der bekannten Straße
nach Hinterhermsdorf. Noch vor der ersten Kurve (nach 150 Metern) verlässt
man wieder die Straße und es geht geradeaus weiter. Die ersten paar Meter
sind überraschend breit ausgebaut, aber dann wechselt der Weg in einen
schwer zu findenden Pfad.Wenn man sich aber an dem Bachlauf orientiert,
dann passiert man bald mehrere Teiche und erreicht die Luisenquelle. Die
Einfassung der Quelle ist erst vor kurzem (1995) neu angelegt worden. An der
Quelle hilft eine kleine Brücke, den Bachlauf zu überqueren und es geht
weiter bergaufwärts. Als wir die Wanderung im Herbst 2009 unternommen haben,
standen hier in der Senke einige Hinweisschilder für Wanderer. Die Schilder
sehen leicht anders aus als die gewöhnlichen Schilder, da sie von der
Gaststätte/Hotel Am Wald (www.landhotel-am-wald.de) eingerichtet worden
sind. Die Wanderung steigt in die Richtung des Weifbergs mit seinem
Aussichtsturm weiter hoch und passiert auf dem Weg den Wagen "Waldfrieden". Von hier hat man schon eine ganz
nette Aussicht über ein liebliches Tal, aber die Aussicht kann noch viel
toller werden, wenn man die 170 Stufen hoch auf den Weifbergturm unternimmt.
Dazu geht es ein paar Meter auf der Wanderwegmarkierung roter Strich
nach rechts und dann folgt man der Beschilderung. Die Aussicht vom Turm des Weifbergs ist schon wirklich toll und
sehr einfach zu erreichen. Ein
bisschen komisch kann die Aussicht vom Weifbergturm werden, wenn es
stürmisch ist. Dann fängt der Turm leicht an zu schaukeln, aber hier spielen
nur die Empfindungen verrückt. So eine Holzkonstruktion muss sich leicht
bewegen und hält so einiges aus.
Für die weitere Wanderung geht es jetzt wieder auf der roten
Wanderwegmarkierung zurück und der Weg führt in die Richtung des
Wandergrenzübergangs. Noch vor dem Waldrand biegt der markierte Weg nach
links ab und man muss so einige Höhenmeter überwinden. Die Wanderung führt
auf den Wachberg hoch, von dem man dann auch wieder mal eine andere Aussicht
genießen kann. Hier oben lädt die Wachbergbaude (www.wachbergbaude.de) zu einer kleinen Rast
mit einer netten Aussicht ein. Der rot markierte Wanderweg führt einmal
komplett über den Wachberg und damit steigt man auf der westlichen Seite
wieder von dem Berg ab. Nach ¼ Kilometer fällt am Hang des Wachberges
auf, dass sehr viele Felsmurmeln herumliegen. An der ersten Felsmurmel,
die Menschengröße hat, noch wenige Meter vor dem Zaun auf der
linken Seite,
führt nach links ein unscheinbarer Pfad in das Murmelfeld. 50 Meter abseits
des markierten Weges findet man einen weiteren relativ großen Steinblock, in den
auf der Vorderseite (Richtung bergabwärts) eine gut erkennbare Nackte eingearbeitet ist. Vom Stil
her würden wir tippen, dass der Künstler diese Arbeit in der Zeit des
dritten Reiches durchgeführt hat. Trotzdem ist es sehr nett, solch ein
Abbild hier im Wald zu finden. Die Lage etwas abseits des normalen Weges
lässt vermuten, dass es zu der Entstehungszeit bestimmt noch nicht erlaubt
war, eine Nackte so einfach der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir
wussten laut der unterschiedlichen Beschreibungen, dass irgendwo hier dieses
Abbild zu finden sein musste und so haben wir mit einem relativ kurzen Kreuzundquer durch den Wald die Plastik gefunden.
Um jetzt zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück zu kommen, geht es natürlich
wieder auf den markierten Wanderweg zurück und dann weiter abwärts nach
Saupsdorf. Nach ein paar Metern taucht rechts oberhalb des Weges ein
größeres Anwesen (www.puttrichberg.de) auf, das komischerweise, obwohl es sehr nah an Saupsdorf
liegt, nur über die Fahrstraße des Wachbergs erreicht werden kann. Nach einem
kleinen Abstieg erreicht die Wanderung die Mitte von Saupsdorf und damit
dann auch den Ausgangspunkt der Wanderung.
Uns hat die Runde viel Spaß gemacht, da sie sehr angenehm ruhig war und
ein paar tolle Aussichten und eine ganz besondere Überraschung beinhaltete.
Noch besser war, dass ein fast 80jähriges Saupsdorfer Urgestein die Nackte
nicht kannte und so wir „Jungspunde“ mit einer solchen Überraschung
aufwarten konnten. Die Nackte ist immerhin nur 600 Meter von seinem
Bauernhof entfernt.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau dann
mit dem Bus R-241 bis
nach Hinterhermsdorf und dann weiter mit dem
Bus R-268 bis nach
Saupsdorf.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Bitte den Weg über Sebnitz wählen, da die Strecke durch Kirnitzschtal quer durch den Nationalpark führt. Von Bad Schandau über Sebnitz nach Saupsdorf. Der Parkplatz befindet sich gleich rechts am Ortseingang.
Empfohlener Parkplatz:
Saupsdorf
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
1 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
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