Auch wenn ich schon einige Male mit den
Bootchen auf der Oberen Schleuse gefahren bin, so ist es doch immer wieder
schön und wenn man für seine kleinen Töchter eine besondere Belohnung
braucht, dann bietet sich diese Wanderung ganz besonders an.
So startet die Wanderung am riesigen Parkplatz der Buchenparkhalle mit der
kompletten Familie und geht neben der Kleingartenanlage auf der
Wanderwegmarkierung blauer Strich
in die Richtung Obere Schleuse. Zum Anfang verläuft der Weg ohne jeglichen
Höhenunterschied durch den Wald. Auf diesem breiten Weg fährt, zu den
üblichen Touristenzeiten, sehr häufig eine Pferdekutsche und bringt Urlauber
hoch und runter zur Oberen Schleuse. Nach einem halben Kilometer trennt sich
der Wanderweg von dem Pferdekutschenweg, da man mit der Kutsche nur sehr
schlecht den Treppenstufen folgen kann. Es geht weiterhin auf der blauen
Markierung den Berg hinunter. Nach einigen Stufen und mehreren Überquerungen
des Pferdekutscheweges erreicht man die Kirnitzsch und damit dann auch die
Obere Bootsstation. Zuerst kauft man sich ein Ticket und dann geht es
meistens ganz schnell los. Leider war es bei unserer Wanderung nicht so.
Schon die ganze Zeit konnten wir leichtes Donnern hören und das war für die
Bootsführer ein Grund nicht mehr mit den Booten auf dem angestauten Fluss zu
fahren. Insgesamt haben wir in der Hütte eine Stunde gewartet, aber immer
wenn wir dachten jetzt ist das Gewitter weggezogen, kam wieder ein Donnern
und wir hatten verloren. Irgendwie war ich in dem Moment ein wenig saurer,
da wir den ganzen Tag noch keinen Blitz gesehen hatten und die Staustufe nun
wirklich kein See ist, sondern in einer engen Schlucht liegt. Irgendwann musste ich dann meiner großen Tochter eine andere Belohnung
versprechen und dann sind wir die 500 Meter zu Fuß weiter gegangen. Hinter
der Staumauer geht es noch 150 Meter weiter auf dem blauen Strich, bis man
nach rechts auf der Wegmarkierung roter Strich
wieder aus dem Tal heraus steigt. Es gibt zwei unterschiedliche Aufstiege, die
unterschiedlichem komfortabel sind.
Der markierte Weg geht über normale
Stufen den Berg hoch. Wer es etwas aufregender mag, der geht durch die
Felsspalte zum Hermannseck hoch. Hier gibt es aber die Einschränkung, dass
man mit einem großen Rücksack, einem Kind im Tragegestell oder mehr als 100
Kilogramm nicht hoch kommt. Am Ende der Felsspalte kommt man zur Aussicht Hermannseck. Auch wenn man den bequemeren Weg hoch gewählt hat, dann sollte
man den kurzen Abstecher bis zu dieser Aussicht unternehmen.
Nach dem etwas
anstrengenden Ausstieg geht es erstmal ebenerdig auf einem Forstweg bis zum Wettinplatz. Hier weißt ein Findling und eine
Erklärungstafel auf das 800. Jubiläum des sächsischen Fürstenhauses
Wettin hin.
Von diesem unauffälligen Platz geht es jetzt wieder ein paar Höhenmeter auf
dem breiten Weg nach links herunter. Der Weg ist weiterhin mit dem roten
Strich markiert und führt auf einem direkteren Weg, als der Forstweg, nach
unten. Nach ungefähr 1,1 Kilometer verlässt der markierte Wanderweg nun
endgültig den Forstweg und biegt nach rechts ab. Über einen schmaler
werdenden Pfad geht es durch einen Tunnel hoch zum
Königsplatz. Dieser Aussichtspunkt ist
wirklich fantastisch und lädt zum Verweilen ein. Als ich das erste Mal
diesen Aussichtpunkt entdeckt habe, da bin ich auch von unten zu der
Aussicht hochgestiegen und konnte mir kaum vorstellen, dass diese Strecke
jemals ein König hoch gekrochen sein soll. Wenn man dann aber weiter auf der
roten Wegmarkierung geht, kann man sehr schnell feststellen, dass der Weg
fast keinerlei Höhenunterschied hat und man sehr bequem bis zum
Ausgangspunkt an der Buchenparkhalle zurück gehen kann.
Damit ist eine nette Runde in der Sächsischen Schweiz beendet und ich habe
noch die Aufgabe meine Tochter mit eine anderen Belohnung zu versorgen.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Bitte den Weg über Sebnitz wählen, da die Strecke durch Kirnitzschtal quer durch den Nationalpark führt. Von Bad Schandau weiter nach Sebnitz und dann über Saupsdorf nach Hinterhermsdorf. In Hinterhermsdorf den Schlidern "Obere Schleuse" folgen.
Empfohlener Parkplatz:
Hinterhermsdorf Buchenparkhalle
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
2,5 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,12 kByte
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