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Die Wanderung über den Dr. Alfred Meiche Weg
startet am kostenlosen Parkplatz Naherholungszentrum Forellenschänke in
Sebnitz. Das erste Stück der Wanderung erfolgt auf der Straße neben den
Schrebergärten. Die Straße steigt leicht an und ist mit dem gelben Punkt
markiert. Neben der Kleingartenanlage geht es ca. 260 Meter entlang, um dann
nach links abzubiegen. Auch wenn diese ersten Meter auf einer Straße entlang
gehen, so ist das Verkehrsaufkommen hier oben bei weitem nicht so groß, als
dass ich es als besonders störend empfunden hätte. Von der Straße hat man
einen ganz hervorragenden Ausblick auf das Gebiet der Forellenschänke und
den Bereich der Skilifte (www.skilifte-sebnitz.de).
Gegenüber des Kinder- und Erholungszentrums biegt der markierte Weg
wieder nach links ab. Spätestens ab hier heißt der Weg "Dr. Alfred Meiche
Weg". Manchmal wird der Weg auch Prof. Alfred Meiche Weg genannt, was
fachlich richtig ist, da Hr. Meiche einen Professorentitel in Dresden hatte
und dieser höherwertig ist als der Dr.- Titel. Was auf jeden Fall sehr
sicher ist, dass Hr. Meiche in Sebnitz geboren wurde, von 1870 bis 1947 lebte
und in Sebnitz gestorben ist. Hr. Meiche beschäftigte sich sehr ausführlich
mit der Historie der Sächsischen Schweiz und der Stadt Sebnitz. Deshalb
ist es überhaupt nicht verwunderlich, wenn gleich mehrere Stellen in Sebnitz
an diesen Ehrenbürger der Stadt erinnern. So hat das Kunstblumen- und
Heimatmuseum den Zusatz "Prof. Alfred Meiche", es gibt ein Prof.
Alfred Meiche Haus und den Dr. Alfred Meiche Weg.
Dieser Weg ist mit dem blauen Strich
markiert und diesem heißt es jetzt zu folgen. Ab der besagten Kreuzung geht es
zuerst noch an ein paar Häusern bzw. einem weiteren Schrebergarten entlang
und dann verschwindet der Weg ein paar Meter im Wald.
Der Wald wird aber nur
ein kleines Stück durchquert und dann kommt man oberhalb von Hertigswalde
auf einer Wiese an. Von hier oben hat man einen sehr schönen Ausblick über
die Ortschaft und irgendwie trifft man hier oben nie jemanden an. Der Weg
führt bis zur Straße herunter. Diese muss aber nur überquert und ca.
100 Meter nach links gegangen werden. Dann zweigt der markierte Weg schon
wieder von der Straße ab, es geht nach rechts. Dieser Feldweg steigt relativ steil an
und ist eigentlich nichts anderes als eine Abkürzung von der Fahrstraße.
Nach ungefähr 500 Metern und 40 Höhenmetern erreicht man die Fahrstraße
wieder, kurz
vor der Gaststätte Waldhaus. Auf der Straße geht es einen ½ Kilometer
entlang. Der Weg an der Fahrstraße entlang lässt sich am besten auf der
linken Straßenseite bewältigen, da hier der Grünstreifen breit genug ist.
Nach dem halben Kilometer zweigt der Dr. Alfred Meiche Weg nach links ab.
Der Weg verläuft am Waldrand entlang und erst mit dem Eintritt in den Wald
erfolgt der Aufstieg hoch zum Wachberg. Der Aufstieg hat es irgendwie in
sich. Es geht zwar nur 150 Höhenmeter nach oben, aber irgendwie empfinde ich
diesen Aufstieg immer als ziemlich anstrengend. Vermutlich liegt es daran,
das es durch einen dichten Wald geht und darin kein kühlender Luftzug
herrscht. Oder vielleicht fehlt auch nur der ablenkende Ausblick in die
Landschaft.
Nachdem man sich auf den Wachberg hoch gekämpft hat, kann man
einerseits einen wunderbaren Ausblick genießen und sich dazu noch relativ
billig erfrischen, da sich hier oben eine vollwertige Gaststätte befindet. Die
Aussicht von hier oben ist wirklich fantastisch, umsonst wird der
Wachberg nicht die Krone der Sächsischen Schweiz genannt. Nach dieser Rast
geht es auf der gegenüberliegenden Seite wieder ein kleineres Stück,
weiterhin auf dem Dr. Alfred Meiche Weg, den Berg herunter. Der Weg geht in
die Richtung Hinterhermsdorf/Weifberg, die ganze Zeit sehr knapp an der
Grenze nach Böhmen entlang. Auch der Abstieg vom Wachberg erfolgt durch den
dichten Wald und erst kurz vorm
Weifberg tritt man auf eine Wiese heraus.
Auch wenn die Wanderung auf der Alten Nixdorfer Straße nach links in Richtung Böhmen bzw. Mikulášovice (Nixdorf) weiter verläuft, so sollte man
unbedingt noch einen Abstecher auf den Weifberg machen. Der
Weifbergturm kann kostenlos bestiegen werden und bietet ein gigantisches 360° Panorama.
Wenn man von der Wachberg-Aussicht rüber auf den Weifberg sieht, dann macht
es den Eindruck, als wenn der Weifberg niedriger ist als der Wachberg. Wenn
man nur die beiden Berge miteinander vergleicht, dann stimmt diese
Feststellung auch, da der Wachberg fast 20 Meter höher ist als der Weifberg.
Aber es macht auch den Eindruck, als wenn der Weifberg selbst mit dem
Aussichtturm kleiner ist und das erweist sich als Irrtum oder optische Täuschung. Auf dem Aussichtsturm ist man fast 20 Meter höher als auf der
Aussicht des Wachberges. Vom Weifberg geht es, wie schon gesagt, über die
Grenze nach Böhmen.
Der Grenzübergang ist nur für Wanderer, Reiter und
Fahrradfahrer erlaubt. Im Bereich des Grenzübergangs weisen gleich eine
ganze Ansammlung an
Informationstafeln auf alles mögliche Wissenswerte auf
den beiden Seiten der Grenze hin. Die Alte Nixdorfer Straße steigt leicht
an. Ungefähr nach 800 Metern biegt nach links die Diebstraße ab. Es ist der
erste ernstzunehmende Forstweg, der nach links abbiegt. Die Bezeichnung
Diebstraße ist leicht irreführend, da es nur ein ganz normaler Forstweg ist.
Der Weg führt durch einen dieser typischen Wälder der Böhmischen Schweiz
und, obwohl dieses Teilstück 3,1 Kilometer lang ist, hat man nur höchstens
50 Meter Höhenunterschied zu bewältigen. Nach diesem sehr ruhigen Wegstück
erreicht man die Zufahrtsstraße zwischen Tomášov (Thomasdorf) und
Mikulášovice (Nixdorf). Auf dieser sehr wenig befahrenden Straße geht es ca.
100 Meter nach rechts, um dann gleich wieder nach links, auf der gelben
Wegmarkierung
, zum Tanečnice
(Tanzplan) hoch zu steigen. Der Aufstieg ist relativ angenehm, da es auf
der Seite des Berges über die Zufahrtsstraße der Gaststätte geht.
Außerdem
werden die zu bewältigen 100 Höhenmeter über eine Strecke von 1,5 Kilometer
verteilt, so dass der Aufstieg wirklich angenehm ist. Auf dem Tanečnice
(Tanzplan) angekommen gibt es die billige Möglichkeit sich zu erfrischen.
Die Gaststätte hier oben ist sehr beliebt bei den Sebnitzer Bürgern, da man
sich für wenig Geld den Bauch voll schlagen kann.
Leider
ist es auf dem Tanečnice (Tanzplan) ganz ähnlich wie auf dem Großen Winterberg, dass es,
obwohl der Berg für hiesige Verhältnisse ziemlich hoch ist (597 Meter),
überhaupt keine Aussicht gibt. Im Gegensatz zum Großen Winterberg ist aber
der Aussichtsturm begehbar und durch eine Eintrittskarte, welche man in der
Gaststätte kauft, kommt man doch noch zu einer ordentlichen Rundumsicht.
Der Abstieg vom Tanečnice (Tanzplan) erfolgt rechts neben der
Gaststätte. Es ist ein kleinerer Pfad, der den Berg wieder herunter geht.
Dieser Pfad ist weiterhin mit dem gelben Strich markiert und biegt schon
nach 150 Meter links ab. Der Weg verläuft ziemlich gerade den Berg herunter
bis zum Grenzübergang. Gleich hinter dem Grenzübergang stößt zur
Wanderwegmarkierung gelber Strich auch noch die schon bekannte Markierung
gelber Punkt
.
Auf dieser geht es die letzten Meter bis zum Ausgangspunkt an der
Forellenschänke.
Damit ist eine ganz nette Runde beendet, die mir sehr gut gefallen hat. Sie
bietet so ziemlich alles, was eine schöne Wanderung ausmacht: Es gibt
erstklassige Aussichten, ein paar billige Erfrischungsmöglichkeiten und eine
wunderbare Ruhe.
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