Schleusen

 
 

 

 

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Dauer: Entfernung: Höhenunterschied: beste Reisezeit:
ca. 3 Stunden ca. 13 Kilometer ca. 310 Meter nicht an langen Wochenenden
       
Schwierigkeitsgrad: empfohlene Karte: Region: Untergrund:
leicht
Hinterhermsdorf und die Schleusen; Rolf Böhm Kartographischer Verlag Hinterhermsdorf Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad

Beschreibung:


Die Wanderung zu den Schleusen von Hinterhermsdorf hatte ich mir schon lange vorgenommen, aber irgendwie dann doch keine Zeit dazu gefunden. Zu Ostern 2007 war es dann doch endlich an der Zeit, die Runde zu absolvieren. Schon mal vorab möchte ich als empfehlen, die Wanderung nicht an einem schönen Wochenende durchzuführen. Ganz extrem ungünstig wäre ein langes Wochenende, weil dann sind im Bereich der Oberen Schleuse solche Mengen Wanderer unterwegs, dass man meiner Ansicht nach die Runde nicht genießen kann. Die beste Wanderzeit für diese Tour dürfte ein sonniger Wochentag sein.
Die Wanderung startet an der Hinterhermsdorfer Buchenparkhalle. Von dort geht es über den erstklassig ausgeschilderten Weg runter zur Oberen Schleuse. Markiert ist der Abstieg durch den blauen Strich . Das erste Stück dieses Zugangs zur Oberen Schleuse erfolgt über einen riesig breiten Waldweg, der keinen einzigen Höhenmeter absolviert. Da die Obere Schleuse aber tief unten im Tal liegt, geht es im zweiten Teil des Zugangs über einige Stufen hinunter. Der Abstieg ist leicht und nach kurzer Zeit geschafft. Zu Ostern 2007 hatte man den unteren Wendepunkt der Pferdekutsche grundlegend saniert und irgendwie den Wegesrand mit dicken Felsmurmeln dekoriert. Wozu auch immer das notwendig war, weil hier unten muss man sich nun wirklich nicht vor Falschparkern schützen, aber vielleicht hat es irgendetwas damit zu tun, dass eigentlich der Bereich der oberen Bootsstation grundlegend umgebaut werden soll. Zu Ostern 2007 sah aber (außer dem erwähnten Kutschenwendepunkt) noch alles wie gewohnt aus. An dem Kassenhäuschen hat man die Wahl, ob man die lieber bequem auf einem der Boote gefahren werden möchte oder ob man den Pfad am Hang entlang wandert.
Wir haben uns diesmal für den Wanderweg entschieden und sind weiterhin dem blauen Strich gefolgt. Der Weg geht in einer ziemlichen Schlangenlinie der Kirnitzsch hinterher. Da manchmal das Bachbett zu eng ist, als dass noch ein Pfad an der Seite verlaufen kann, geht der Weg an ein paar Stellen auch etwas weiter oben am Hang entlang. Aber immer noch unterhalb des eigentlichen Felsfußes. Deutlich zu sehen ist, dass in den Booten auf der Oberen Schleuse immer nur Gäste sitzen, die flussabwärts fahren. Nach oben sind die Bootsführer fast immer alleine unterwegs. Nachdem man die Staumauer erreicht hat, wird es auf dem Pfad etwas voller, zumindest wenn gerade ein Boot angelegt hat. Die meisten Besucher der Oberen Schleuse verlassen das Kirnitzschtal aber auch schon nach 200 Metern wieder und steigen am Hermannseck aus dem Tal auf.
Unsere Wanderung verläuft aber weiterhin durch das wunderbare Kirnitzschtal. Nach etwas mehr als zwei Kilometern einsamer Wanderung weitet sich das Tal deutlich. Der Bach hat auf einmal Platz, in einem wilden Geschlängel zu fließen (man nennt dieses "wilde Geschlängel" auch Mäander - Anm. d. Ehefrau). Sehr unterhaltsam finde ich an der Stelle die Schilder, die in Richtung Tschechien stehen und drauf hinweisen, dass hier die Grenze ist. Wenn man über den Bach hinweg sieht, dann stellt man fest, dass die andere Bachseite ein steiler Felsen ist und ich kann mir kaum vorstellen, dass von dort irgendjemand die Grenze übertritt. Vermutlich hatte aber jemand den Auftrag, alle soundso viele Meter ein Schild aufzustellen und dann gehörten die Dinger dahin. Der Weg ist zuerst noch ein schmaler Pfad, aber spätestens ab dem Grenzübergang Rabenstein/Hinterdittersbach dann ein breiterer Waldweg. Der Weg verläuft weiterhin sehr angenehm neben der Kirnitzsch entlang. Kurz vor dem Abzweig zum Zeughaus hinüber befindet sich auf der rechten Wegseite die Marienquelle. Super putzig sah die Quelle zu Ostern 2007 aus, weil ein kleines goldenes Engelchen in der Nische stand. Es passte da so perfekt hinein, als wenn es dafür gemacht worden wäre.
Der Weg geht die letzten paar Meter an der Kirnitzsch entlang, bis zur Niederen Schleuse. Kurz vor der Niederen Schleuse kann man deutlich sehen, wie sich die Kirnitzsch immer weiter ins Tal hinein gräbt. Leider habe ich noch nie gesehen, dass die Niedere Schleuse gestaut worden ist. Aber vermutlich würde das auch bei weitem nicht so toll aussehen wie bei der Oberen Schleuse, da einfach keine nennenswerten Felswände links und rechts stehen. Außerdem müsste erst mal wieder das ganze Becken von den jahrelangen Ablagerungen befreit werden. Heutzutage hat sich der Bach eine Furche durch die dicke Sandschicht gegraben. Trotzdem bietet sich die Niedere Schleuse als ein Rastplatz ganz gut an. Es gibt gleich mehrere Sitzgelegenheiten, und Kinder können wirklich perfekt am und im Bach spielen.
Nach dem doch größeren Teilstück an der Kirnitzsch entlang geht es jetzt ca. 50 Meter hinter der Staumauer nach rechts den Hang nach Hinterhermsdorf hinauf. Der Weg ist nicht markiert, aber trotzdem ist der Verlauf sehr einfach zu finden, da es nur in eine Richtung nach oben geht. Nachdem man die Wanderwegmarkierung grüner Punkt erreicht hat, bietet sich nach rechts die Aussicht Brüdersteine an. Die Brüdersteine sind eine sehr schöne ruhige Aussicht, von der man einerseits in das bewaldete Kirnitzschtal, aber auch in den Kessel der Hinteren Sächsischen Schweiz blicken kann. Von hier aus geht es der grünen Wanderwegmarkierung bis zum Ausgangspunkt der Wanderung hinterher.
 

Anfahrtsbeschreibung:

Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit dem Bus R-241.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Bitte den Weg über Sebnitz wählen, da die Strecke durch Kirnitzschtal quer durch den Nationalpark führt. Von Bad Schandau weiter nach Sebnitz und dann über Saupsdorf nach Hinterhermsdorf. In Hinterhermsdorf den Schlidern "Obere Schleuse" folgen. Empfohlener Parkplatz: Hinterhermsdorf Buchenparkhalle ; Parkplatzgebühr für die Wanderung: 2,5 €

GPS Daten:

geplanter Track aufgezeichneter Track geplante Route MapSource Google Earth

Dateigröße:
1,70 kByte

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