Vom Hinterhermsdorfer Parkplatz geht es immer
dem roten Strich
nach. Soweit die Theorie. Das Problemchen beginnt damit,
dass vom Parkplatz zwei rote Striche starten. Der eine Weg geht zur oberen
Schleuse und der andere zu den Thorwalder Wänden. Also ist es für die
Wanderung sehr empfehlenswert, den Weg rechts runter ins Dorf zu
nehmen. Leider habe ich dann den Fleiß der Hinterhermsdorfer
unterschätzt. Wenn man dem roten Strich folgt, muss man in die Straße
Beize einbiegen. Das Problem war den nur, dass am ersten Haus der Beizen-Straße die Stützwand saniert wurde und damit war denn auch die
Wegmarkierung verloren gekommen. Nachdem ich das herausgefunden hatte, bin
ich die Beizen-Straße hoch gegangen. Vielleicht hätte ich das Schild
"Wegsperrung für alle Verkehrsteilnehmer" doch nicht ignorieren
sollen. Auf einmal stand ich vor einer Straßenbaustelle, die selbst als
Fußgänger nicht zu passieren war (vorne war ein tiefes Loch, links ein
steiler Hang mit Zaun und rechts ein Haus) also wieder zurück und
einen anderen Weg suchen. Deshalb sieht mein protokollierter Weg ein wenig
seltsam aus. Aber ich gehe davon aus, dass die Baustelle nur temporär war
und deshalb auf zukünftigen Wanderungen kein Problemchen mehr darstellen
wird. Ab dann ist der Weg sehr einfach zu finden. Man folgt so
ungefähr 2 Stunden dem roten Strich. Kurz vor dem Abzweig auf den grünen
Strich
muss man den ersten steilen Anstieg bewältigen. Vor der Hickelhöhle muss man von der Kirnitzsch hoch und einen Bergrücken
überqueren. Der Weg besteht erst aus einem ansteigendem Weg, dann aus
Stufen und zu guter letzt aus mehreren flachen Holzleitern
(Hühnerleiter). An der Hickelhöhle folgt man nicht mehr dem roten Strich,
sondern jetzt dem grünen Strich. Tja, und hier ist mir das zweite Verlaufen
passiert. Ich bin den Berg weiter runter, dem roten Strich gefolgt.
Irgendwie habe ich nicht mitbekommen, dass die Wegmarkierung grüner Strich
vorher rechts abgebogen ist. Also an der Hickelhöhle auf dem grünen
Strich nach rechts abbiegen. Jetzt geht man über eine riesige Strecke
immer am Fuße der Thorwalder Wände entlang. Ich habe diese Wanderung an
einem schönen Sonntag durchgeführt und dachte, dass mir auf der Strecke
bestimmt einige Leute begegnen werden. Aber nein, es waren insgesamt nur 5
Personen. Vermutlich ist der Weg so wunderbar leer, weil man auf dem roten
Strich über eine gerade Strecke (über den Weg großer Zschand) zum
gleichen Ziel kommt. Dafür ist man aber nicht auf einem angenehmen
Waldweg gegangen, sondern auf eine Wanderwegrennpiste. Ich würde immer
wieder den sich an den Thorwalder Wänden lang schlängelnden
Weg empfehlen. Wenn man wieder auf den roten Weg trifft, geht man ihn weiter bis fast zum Zeughaus. Kurz vor dem Zeughaus biegt der grüne
Strich rechts ab. Hier kann man erst eine kleine Rast im Gasthaus Zeughaus
machen. Man hat die Gelegenheit, auf einer Trasse eine Erfrischung zu sich
zu nehmen. Frisch gestärkt geht es geht es zum zweiten Aufstieg. Der Weg
zum Teichstein ist über die ganze Strecke mit einer starken Steigung. Um
zum Teichstein zu kommen, muss man auf irgendeinen der Wege nach links
abbiegen. Diese Wege führen alle wiederum auf den Parallelweg, dem man
dann nach rechts folgt. Wenn man diesem Weg folgt sieht man auf der linken
Seite den Aufstieg zum Teichstein. Dieser ist durch Felsstufen und zum
Teil durch nachgebesserte Eisenstufen zu erreichen. Danach geht man über
den Bergrücken zur Teichsteinaussicht. Von hier oben hat man eine sehr
gute Aussicht und man kann von hoch oben auf das Zeughaus sehen. Man
verlässt den Teichstein wieder über seinen Bergrücken. Diesmal wandert
man den Weg einfach nur weiter gerade aus. Nach ungefähr 700 Meter
erreicht man den grünen Weg wieder. Diesem folgt man ins Kirnitzschtal.
Jetzt beginnt der letzte Aufstieg zum großen Pohlshorn. Auch dieser
Aufstieg ist relativ steil und damit ausreichend anstrengend. Danach geht
es weiterhin auf dem grünen Strich über sehr bequeme Waldwege bis zur
Fahrstraße nach Hinterhermsdorf. Leider muss man die letzten paar Meter
über die Straße zurück zum Parkplatz gehen. In Hinterhermsdorf kann man
noch mal dieses wirklich sehr schön herausgeputzte Dorf bewundern.
Hinterhermsdorfer geben sich eine sehr geschmackvolle Mühe, ihr Dorf
schön herzurichten.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Bitte den Weg über Sebnitz wählen, da die Strecke durch Kirnitzschtal quer durch den Nationalpark führt. Von Bad Schandau weiter nach Sebnitz und dann über Saupsdorf nach Hinterhermsdorf. Der große Parplatz liegt gleich im Zentrum von Hinterhermsdorf am Erbgericht.
Empfohlener Parkplatz:
Hinterhermsdorf Ortsmitte
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
2,5 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
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