Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderung Wachberg startet an dem riesigen
Wanderparkplatz in Saupsdorf. Hier findet man ganz sicher immer einen
Parkplatz. Irgendwie war ich leicht irritiert über den Parkscheinautomaten.
An ihm klebte ein Zettel mit dem Hinweis, dass im Moment keine Papierrolle
mehr in dem Automaten wäre, aber der Automat trotzdem funktioniert. Jetzt
kam bei mir die Frage auf, warum ich den dann Geld in den Automaten werfen
sollte. Bekannte aus Saupsdorf haben mich dann ein paar Tage später
aufgeklärt, dass der Parkscheinautomat mehr als eine Spendenmaschine zur
Verschönerung von Saupsdorf angesehen werden muss. Wenn ich genau hingesehen
hätte, dann wäre mir bestimmt auch das Schild oberhalb des Automaten mit dem
passenden Hinweistext aufgefallen und dann erklärt sich auch der Post-It.
Von dem Parkplatz startet die Wanderung nach rechts auf der Straße mit dem
eindeutigen Namen "Hohe Straße". Der Wanderweg ist am dem Parkplatz mit
einer ganzen Anzahl Wanderwegmarkierungen gekennzeichnet aber verfolgenswert ist
der grüne Strich
.
Zuerst geht es an dem alten Genossenschaftsgelände vorbei, das mit einem
riesigen, nagelneuen Einfahrtstor versehen worden ist.
Der
Weg steigt zum Anfang noch leicht an. Hier sollte man sich unbedingt noch
einmal in Richtung Saupsdorf umdrehen und den Anblick genießen. Oberhalb vom
Dorf kann man schon das Ziel der Wanderung sehen: Der Wachberg. Es geht
weiter auf dem markierten Weg, durch eine etwas ungewöhnliche Landschaft.
Auf der Rückseite des Berges befinden sich einige große Wiesen, auf denen
noch ein paar Kleingärten angelegt sind. Wenn man sich aufmerksam umsieht,
dann entdeckt man, dass es vor einiger Zeit noch viel mehr gewesen sind,
aber heutzutage nicht mehr genutzt werden.
Das
ganze Gebiet nennt man Räumicht. Wenn man dem Wanderweg folgt, erreicht man
bald den Aussichtspunkt Sturmbauers Eck. Diese Aussicht liegt zwar oberhalb
der Verbindungsstraße zwischen Kirnitztal und Hinterhermsdorf, aber trotzdem
ist es ein angenehmer, ruhiger Platz.
Von der Aussicht steigt man über einen schmalen Pfad runter ins Tal. Jetzt
kommt das unangenehmste Teilstück, man muss nämlich nach links auf der
Fahrstraße die nächsten 300 Meter gehen. Zum Glück ist der Verkehr auf
dieser Straße nur gering und so geht es bis zur nächsten kleinen Brücke, um
davor nach links auf dem Waldweg weiter zu wandern. Warum auch immer der
markierte Weg auf der Straße weiter geführt wird, auf dem Waldweg ist das
Wandern viel angenehmer. Kurz
vor der Räumichtmühle wird der Waldweg zu einem Pfad und endet am Gartenzaun
der Gaststätte wieder auf der Straße. Auf der Verkehrsinsel an der
Räumichtmühle steht ein uralter Straßenvermessungsstein von 1860.
Auf
der Straße geht es bis zur Bushaltestelle, um dann auf der rechten Seite der
Straße wieder parallel auf einem Waldweg weiter zu wandern. Auch dieser Weg
landet nach ein paar hundert Meter (genau gesagt 650 Meter) wieder auf der
Straße. Jetzt geht es ca. 50 Meter zurück auf der Straße, um dann nach
rechts auf der Zufahrtsstraße zur Rölligmühle/Hütte des Sächsischen
Bergsteigerbundes weiter zu wandern. An der Straßenkreuzung wird mal wieder
an einen dunkeln Teil der deutschen Geschichte mit einem Gedenkstein
erinnert. Der Inhalt des Gedenksteines ist:
Am 23.April 1945 wurden hier die Häftlinge der Todeskolonne aus dem
Faschistischen KZ Schwarzheide Ernst Stern, Josef Kohut, Kurt Klauber, Franz
Grünfeld, Otto Ledec, Viktor Weisel, ein unbekannter Franzose und ein Pole
von SS-Mördern erschossen. Zuerst
geht es an der so genannten Hütte des Sächsischen Bergsteigerbundes (www.bergsteigerbund.de) vorbei.
Das Wort Hütte finde bei diesem sehr schönen Haus, die nicht ganz passende
Beschreibung. Auf dem weiteren Weg durchquert man die Rölligmühle. Das ist
sogar wörtlich zu nehmen, da es durch die Durchfahrt des Haupthauses geht.
Auch wenn man auf einer Fahrstraße entlang wandert,
so
ist der Autoverkehr nur sehr gering. Normalerweise sind es nur die
Anwohner/Gäste zu den einzelnen Mühlen und der Gaststätte des Sonnenhofs im
Hinteren Räumicht. Am
Sonnenhof weißt eine sehr informative Tafel
auf die unterschiedlichen Verwendungen des Sonnenhofes hin. Aus meiner
eigenen Erfahrungen sind die Übernachtungs- und Essensmöglichkeiten im
Sonnenhof sehr gut und weiter zu empfehlen. Ich hatte selber amerikanische
Gäste, die in Hinterhermsdorf übernachten wollten und die waren sehr
zufrieden mit dem Sonnenhof und der Gastfreundlichkeit.
Der Weg verläuft weiter durch dieses extrem ruhige Tal, vorbei an der
Gnauckmühle. Auch hier weißt eine Gedenktafel an die Schandtaten aus dem
Dritten Reich hin. Es geht nach links auf der asphaltierten Straße in die
Richtung Saupsdorf weiter. Auch auf dieser Straße zwischen Saupsdorf und
Hinterhermsdorf ist normaler überhaupt kein Verkehr, da sie für den normaler
Verkehr gesperrt ist. Dieser Straße folgt man ungefähr 500 Meter, bis sie
einen Knick nach links macht. Nach rechts geht es auf einem Feldweg weiter
bis nach ungefähr 100 Metern ein kleiner Pfad, am Waldrand entlang, den Berg
hoch geht. Diese Abzeigung ist mit einem unauffälligen Schild "Zugang Meiche Weg"
gekennzeichnet und steigt bis zum besagten Prof.-Alfred-Meiche-Weg an. Das
man den Weg erreicht hat, kann man ganz einfach daran erkennen, dass dieser
Weg mit zwei Wanderwegmarkierungen gekennzeichnet ist. Auf der
Wanderwegmarkierung roter Strich
geht es nach links weiter in die Richtung Wachberg. Der Weg schlängelt sich
durch den dichten Wald bis auf den Wachberg hoch. Oben angekommen hat man in
der Wachbergbaude die Möglichkeit sich bei einem hervorragenden Ausblick zu
stärken. Vor der Gaststätte gibt es ein paar Plätze zum draußen Sitzen.
Von der Terrasse geht der rot markierte Weg nach rechts den Berg runter nach Saupsdorf. In Saupsdorf sind noch einige der uralten Umgebindehäuse zu
sehen. Auch in Saupsdorf befindet sich gleich an der Hauptstraße eine der
Tafel zum Thema KZ-Häftlinge. Der Inhalt dieser Tafel ist:
Vom 21. bis zum 23.April 1945 lagerten in den Gehöften Sturm, Berger und
Henke die KZ-Häftlinge der Todeskolonne aus Schwarzheide. Der 16. jährige
Jaroslav Fried verteilte Getreidekörner gegen den quälenden Hunger. In
Saupsdorf erreicht man wieder den Ausgangspunkt der Wanderung. Auch wenn die
Wanderung einige Meter auf asphaltierten Straßen entlang geht, so ist dieses
nicht besonders unangenehm und man wird mit dem Ausblick vom Wachberg
belohnt. Es muss einen nicht verwundern, wenn der Wachberg auch die Krone
der Sächsischen Schweiz genannt wird.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau dann
mit dem Bus R-241 bis
nach Hinterhermsdorf und dann weiter mit dem
Bus R-268 bis nach
Saupsdorf.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Bitte den Weg über Sebnitz wählen, da die Strecke durch Kirnitzschtal quer durch den Nationalpark führt. Von Bad Schandau über Sebnitz nach Saupsdorf. Der Parkplatz befindet sich gleich rechts am Ortseingang.
Empfohlener Parkplatz:
Saupsdorf
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
1 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,76 kByte
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