Der letzte Teil des Malerweges startet
natürlich, wie alle anderen Teile auch, am Ende der vorhergegangenen
Etappe, also in Weißig. Von dieser kleineren Ortschaft oberhalb der Elbe geht
der Malerweg in die Richtung des Rauensteins.
Der Weg ist mit dem gelben
Strich
und natürlich mit dem Malerwegzeichen markiert. Nach etwas mehr
als ½ Kilometer ist der Fuß des Rauensteins erreicht. Hier geht es die
Treppen an der süd-östlichen Seite hoch.
Nach dem Aufstieg auf den
Rauenstein gibt es die Möglichkeit, nach links abzubiegen. Dort findet man
eine sehr schöne Aussicht, von der man zur Festung Königstein, dem Lilienstein und
dem Pfaffenstein blicken kann. Vor der Aussicht befindet sich eine kleinere
Gaststätte mit angeschlossenem Biergarten, in der man sich vom Aufstieg
erfrischen kann. Nach diesem ersten ganz angenehmen Platz geht es bis zu den
letzten Stufen des Aufstiegs zurück und nun geradeaus auf dem
Rauenstein entlang. Der Felsen ist ziemlich zerklüftet, so dass der Weg einige Male
hoch und runter zwischen einzelnen Felsen entlang geht. Zwischendurch hat
man nach rechts eine sehr schöne Aussicht auf die Bastei und die Weißen
Brüche zwischen Wehlen und Rathen.

Der Rauenstein ist ein flach abfallender Felsen, bei dem es kaum
auffällt, dass man auf einmal wieder unten ist. Auf der Seite von Wehlen,
bzw. der Ortsteil heißt Pötzscha, erreicht man den Wald, und schon bald geht
es von der Ebene runter ins Elbetal. Der Weg führt mit ein paar Schlenkern
bis auf die Zufahrt von Pötzscha. Hier sollte man, damit die Etappe
wenigstens ein kleines bisschen mit den Malern zu tun hat, einen Abstecher
zum Robert-Sterl-Haus (www.robert-sterl-haus.de)
unternehmen. Robert Hermann Sterl hat mehrere Bilder in der Sächsischen
Schweiz gemalt, was einen aber nicht wundern muss, wenn man als Maler in
dieser wunderschönen Landschaft wohnt. Ganz besonders beeindruckend finde
ich die Gemälde von Personen bzw. die Porträts, die Herr Sterl gezeichnet
hat. Im Bezug auf die Sächsische Schweiz hat Herr Sterl gleich mehrmals die
Steinbrecher bei der Arbeit gemalt.
Der Malerweg geht bis runter in die Ortschaft, um dann neben dem Bahnhof auf
dem roten Strich
wieder aus dem Elbetal hochzusteigen. Mit dem Erreichen der Ortschaft
Naundorf verlässt der Malerweg schon wieder die Wanderwegmarkierung roter
Strich und wechselt nach rechts auf die Markierung roter Punkt
.
Die Wanderung geht einmal komplett durch die Ortschaft, bis es fast wieder
runter an die Elbe geht. Hier biegt der markierte Wanderweg nach links ab
und verläuft eine riesige Zeit oberhalb der Elbe an der Kante der Ebenheit
entlang. Rechts neben dem Weg sieht man immer wieder die senkrechten Wände
von Steinbrüchen. Wirklich verwunderlich sind die vielen kleinen Bäche, die
von links über den Weg laufen und dann zur Elbe runter fließen. Warum macht
sich das Wasser die Mühe, dass es oben auf der Ebene einer Quelle
entspringt? Hier müssen anscheinend sehr wasserundurchlässige Schichten im
Felsen sein. Nach einer relativ langen Strecke von fast 3 Kilometern
erreicht man die sogenannte
Königsnasen-
Aussicht. Leider ist die Aussicht schon ziemlich zugewachsen, so dass man
nur noch die Elbe durch eine kleinere Lücke flussabwärts erblicken kann. An
dieser Aussicht ist das Ende des Weges an der Kante entlang erreicht und es
geht über einige Stufen den Hang hinunter bis zur Elbe. Hier unten
angekommen, erreicht man die Miniortschaft Obervogelgesang mit einem der
schönsten Biergärten (www.gasthof-obervogelgesang.de)
an der gesamten Oberelbe. Nicht nur, dass die Wanderer diesen Biergarten
entdeckt haben, hier kehren auch gerne die Radfahrer vom Elberadweg ein. Und
genau auf deren Weg geht es jetzt das letzte Stück der Wanderung bis nach
Pirna. Irgendwie hat uns dieses letzte Stück richtig enttäuscht, da es
überhaupt keinen Spaß macht, auf einem kombinierten Fahrrad-Straße-Fußweg
unterwegs zu sein. Das einzige Schöne an diesem Weg ist der Blick auf die
Elbe und in das Elbetal.
Zwischendurch
ist uns dann auch noch die Malerwegmarkierung verloren gekommen, da wir
anscheinend ein bisschen zu stark damit beschäftigt waren, den Radfahrern
und hin und wieder Autos auszuweichen. Das Ziel der letzten Etappe ist das
Zentrum von Pirna.
Hier
kann man sich noch mal an einer wieder aufblühenden Stadt erfreuen, die aber
auch schon zu den Zeiten der historischen Maler eine besondere Stadt gewesen
sein muss. Auf den Bildern von Canaletto, bzw. eigentlich hieß er ja
Bernardo Bellotto, kann man schon damals eine sehr schöne Stadt sehen. Einen
kleinen Abstecher sollte man zum Canalettohaus am Marktplatz unternehmen.
Hier ist der Nachbau einer sogenannten Camera Obscura zu besichtigen. Wenn
man sich durch diese Kiste den Marktplatz ansieht, versteht man ein kleines
Stückchen besser, wie dieser Maler solche detaillierten Bilder malen konnte.
Heutzutage wird in Pirna mit einer großen Liebe zum Detail eine sehr schöne
Innenstadt wieder hergerichtet.
Unsere Wanderung auf dem Malerweg ist damit zu Ende gegangen. Sie hat uns
durch die vielfältige Landschaft der Sächsischen Schweiz geführt, auch zu
Flecken, wo wir sonst wahrscheinlich nie hingekommen wären. Manche Strecken
haben uns gefallen, andere weniger, und manchmal haben wir uns über den Weg
gewundert. Da wir ja eine feste Unterkunft in der Sächsischen Schweiz haben
und eigentlich immer Runden wandern, fanden wir das Streckenwandern wegen
der Anfahrten zu den Anfangs- und Endpunkten etwas nervig, aber eigentlich
ist der Malerweg ja auch nicht so gedacht. Abschließend würden wir sagen,
dass es in der Sächsischen Schweiz sicher schönere Wanderrouten gibt als den
Malerweg, aber als Querschnitt zum Kennenlernen der Gegend ist er gut
geeignet.
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