Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Ich wollte mal wieder eine Wanderung im Bereich
von Dittersbach-Dürrrohrsdorf unternehmen und dazu habe ich mir diese
Wanderung zusammengebastelt. Blöderweise habe ich bei der Planung nicht so
richtig drauf geachtet, dass ein Stück über eine Landstraße führt und
dadurch ist der Anfang der Wanderung nicht ganz so gelungen. Die Wanderung
startet am kleinen Parkplatz neben der Eisenbahnbrücke von Dürrrohrsdorf.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht es auf der Bahnhofstraße los.
Die Straße macht einen Bogen und führt dann unter der Bahnlinie her. Wenige
Meter hinter dem Tunnel biegt die Bahnhofstraße nach links ab, die Wanderung
führt aber weiter geradeaus auf der Ziegeleistraße. Kurz vor dem Ortsausgang
erreicht man die Fabrik der Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren, die
große Teile von Ostsachsen mit Fleisch versorgt. Da die Wanderung zu dem
Zeitpunkt erst wenige Minuten alt ist, wird eine Rast noch nicht so richtig
notwendig sein. Auf jeden Fall könnte man hier gleich im Gebäude der Fabrik
in einem Fleischereiladen mit Imbiss zu ganz angenehmen Preisen einkehren. Auf
der gegenüberliegenden Straßenseite hat sich vor kurzem eine Bäckerei
angesiedelt, die auch einen Fabrikverkauf anbietet. Hier könnte man sich
noch für unterwegs mit ein paar Kleinigkeiten versorgen.
Die weitere Wanderung führt jetzt auf der Ziegeleistraße aus dem Ort heraus
und man muss ein Stück an der Seite der Landstraße entlang wandern.
Zumindest bei meiner Wanderung waren nur ganz wenige Fahrzeuge auf der
Straße unterwegs. Nach einer Strecke von ungefähr ½ Kilometer hat die
Straße wieder einen Bürgersteig und man erreicht den Namensgeber der Straße.
Hier befand sich die alte Ziegelei, von der man heutzutage noch den hohen
Schornstein erkennen kann. Bis zur Wende wurden hier in einem Ringofen
Mauerziegel produziert. Heutzutage befindet sich auf dem Gelände ein
Baustoffhändler, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite einige
unterschiedlichste Dachpfannen ausgestellt hat. Damit macht es den Eindruck,
als ob die Ziegelei immer noch im Einsatz wäre.
Die Wanderung geht weiter über die Ziegeleistraße, der leider der
Bürgersteig wieder verloren kommt. Nach ein paar Metern passiert man ein
Firmengelände, das eigentlich als Containerdienst bezeichnet wird. Von
außerhalb des Geländes sieht man, dass hier das Material anscheinend auch
zwischengelagert wird, aber bei etwas höheren Temperaturen stinkt es sehr
stark und es kommt das Gefühl auf, dass man eine Haushaltsmüllkippe
passiert. Zum Glück befindet sich dieses Gelände ein Stück abseits von
jeglicher Bebauung, sodass nur sehr wenige Mitmenschen von diesem Geruch
belästigt werden.
Auch hinter diesem Grundstück geht es noch ein kurzes Stück weiter auf der
Ziegeleistraße, bis
die Straße ein paar Häuser erreicht. Hier steht auf der linken Straßenseite
eine neu aufgestellte Sandsteinsäule als Wegweiser und die Ziegeleistraße
endet auf der Pirnaer Straße. Blöderweise muss man auch noch 150 Meter nach links auf
dieser Straße wandern. Dann biegt nach rechts ein Feldweg ab. Auch gegenüber
der Ziegeleistraße führt ein Feldweg hinein, der aber leider von dem geplanten
Weg wegführt und tatsächlich keine Verbindung zu dem linken Feldweg hat. Wer
dann versucht, quer über die Wiese zu wandern, wird schnell feststellen,
dass die Wanderschuhe doch nicht so richtig wasserdicht sind. Diese Wiese
ist gigantisch nass und
vermutlich
deshalb befindet sich auch gleich ein Teich neben dem Feldweg. Also
empfiehlt es sich, die paar Meter auf der Pirnaer Straße zu wandern und dann
über den ordentlichen Feldweg. Nach ein paar hundert Metern passiert man den
besagten Teich und noch ein paar hundert Meter weiter kann man ganz hervorragend
über die Felder auf die Burg Stolpen blicken.
Der Feldweg führt auf die Ortschaft Stürza zu, wobei man von dem Dorf zuerst einen gigantischen Berg Altreifen sieht. Bis heute sind mir noch
nie mehr Altreifen auf einem Stapel begegnet und irgendwie kann ich mir kaum
vorstellen, dass man so viele Reifen zum Abdecken der Silos benötigt.
Trotzdem ist es ganz interessant, sich die unterschiedlichsten Reifentypen
anzusehen und zu staunen, wie weit manche Autofahrer ihre Reifen runterfahren. Bei manchen kann man tatsächlich die Karkasse
(Innengewebe) sehen. Gleich neben den Silos befinden sich ziemlich große
Hallen und irgendwie fand ich es sehr seltsam, dass überhaupt kein
Lebenszeichen von dort kam. Alle Hallen waren dicht verrammelt, aber
irgendwie war ich auch auf der falschen Fährte. In den Hallen befinden sich
nämlich nicht etwa die wiederkäuenden "Verbraucher" der Silage, sondern die Kartoffelsortieranlage Stürza.
Komisch, mir ist noch nie aufgefallen, dass in dem Bereich so viele
Kartoffeln angebaut werden, aber das Gelände bzw. die Gebäude sind wirklich
riesig. Die Wanderung folgt weiter dem Weg und erreicht bald die Hauptstraße
von Stürza.
Auf dieser Straße geht es nach links ungefähr 700 Meter, bis von der
Hauptstraße die Wanderwegmarkierung gelber Punkt
abbiegt. Jetzt ist es vorbei mit dem Straßengelatsche und die
Wanderung führt leicht ansteigend aus dem Ort heraus. Die ersten paar Meter
sind noch bewohnt und neben dem Weg befinden sich ein paar Wochenendhäuser.
Dann
aber geht es durch eine Senke mit saftig grünem Gras aufwärts.
Am
Ende des Aufstiegs, nach etwas mehr als einem Kilometer, biegt die Wanderung
nach rechts ab und führt in die Richtung des Böhmensbergs. Dieser
unscheinbare Hügel mit seinem einzelnen Baum bietet eine schöne Aussicht in
die Landschaft rund um Stolpen. Ob der Hochsitz auf dem Gipfel wirklich zum
Schießen benutzt wird oder ob sich der Jäger auch mehr der schönen
Landschaft erfreut?
Nach dem kurzen Abstecher rüber zum Böhmensberg wandert man noch ein paar
Meter weiter, bis nach links im spitzen Winkel der nächste mögliche Feldweg
abbiegt. Dieser Weg führt runter in den Wald und schon passiert man am
Waldesrand wieder einen dieser unscheinbaren Tümpel, die selbst bei großer
Trockenheit nicht austrocknen. Das ist verwunderlich, da es nicht den
Eindruck macht, dass von dem Feld irgendwie Wasser in den Teich läuft.
Nachdem man ein paar Meter in den Wald hineinspaziert ist, erreicht man
wieder die bekannte Wanderwegmarkierung gelber Punkt
.
Hier geht es nach rechts weiter über einen Weg, der ziemlich abwechselnd mal
am Waldrand und dann wieder durch einen Ausläufer des Waldes führt. Kurz vor
der Ortschaft Dobra verlässt der markierte Wanderweg den breiten Weg und
macht einen seltsamen Schlenker nach links.
Der Waldweg fällt ungewöhnlich steil bergab und endet schon wieder auf einer
Straße. Hier muss man noch mal 200 Meter nach rechts auf der Straße
entlang wandern, bis nach links der nächste Feldweg abbiegt. Ab jetzt ist es
aber endgültig zu Ende mit den Fahrstraßen. Hier wird der Wanderweg wirklich
richtig schön. Nach wenigen Metern passiert man
zwei
Teiche, die ganz sicher nicht natürlich entstanden sind, aber wie ein
Paradies für Frösche aussehen. In den Teichen wachsen riesige Mengen Schilf
und auch sonst sind genug Verstecke vorhanden. Durch den Teichwall sickert
einiges an Wasser, sodass der Waldweg ziemlich matschig ist. Hier muss man,
um so einigermaßen saubere Schuhe zu behalten, ein paar Schlenker und
Sprünge unternehmen, oder man wählt gleich den Weg über die Krone des
Teichwalls.
Hinter den beiden Teichen geht es noch ein Stück (ca. ¼ Kilometer)
weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung bis zum nächsten breiten Weg.
Hier biegt der gelbe Wanderweg nach links ab, aber um eine weitere sehr
schöne Aussicht mitzunehmen, empfehle ich, den Weg nach rechts einzuschlagen.
Der breite Weg ist mit einer ganzen Allee Apfelbäume gesäumt und führt
leicht ansteigend weiter.
Ganz
lustig ist, dass der Weg über eine Kuppe führt und man geradewegs auf die
Burg Stolpen blickt. Durch die Bäume am Wegesrand wird die Burg wie in
ein Bild eingerahmt.
Wenn
man nach links blickt, dann sieht man eine große Wiese mit einem Häuschen
auf der anderen Seite. Davor steht eine Bank und genau diese Stelle ist
etwas Verwunderliches. In der Wanderkarte Stolpen von Dr. Böhm ist an der
Stelle eine Aussicht mit dem Namen Schneebergblick eingetragen. Als ich die
Karte studiert habe, erschien mir das vollkommen unrealistisch, da man von
der Stelle entweder in den Wald blickt oder auf der anderen Seite in Richtung Stolpen. Aber Rolf Böhm hat mal wieder Recht gehabt, von der Wiese
kann man tatsächlich rüber zum Schneeberg sehen. Damit man sich das
richtig gut ansehen kann, geht man gleich hinter der Kuppe nach links am
Waldrand entlang in die Richtung der großen Antenne. Der Weg gabelt sich
nach ein paar Metern und hier muss man sich entscheiden, ob man zum
Schneeberg (links) oder nach Stolpen (rechts) blicken möchte. Beide
Aussichten sind lohnenswert und lassen sich durch einen Querfeldeinweg durch
den Wald verbinden. Deshalb würde ich den Weg zuerst nach links zur
Schneebergaussicht einschlagen und dann in Richtung Antenne quer
durch den Wald stapfen. Gleich neben der hohen Antenne hat man eine schöne
Aussicht auf Stolpen.
Von der Antenne bzw. dem daneben liegenden Wasserwerk führt ein Weg weiter
am Feldrand entlang, bis hinter den beiden Einrichtungen die erste
Möglichkeit nach links in den Wald abbiegt. Es geht leicht abfallend bis auf
den nächsten Querweg. Dieser Weg ist dann wieder mit der wohlbekannten
Wanderwegmarkierung gelber Punkt
gekennzeichnet. Auf diesem Waldweg wandert man nach rechts. Links von dem
Weg kann man gleich an einigen Stellen uralte Forstgrenzsteine entdecken.
Die
gewöhnlichen Grenzsteine sind entweder mit Schwertern (kursächsische
Grenzsteine) oder Kronen (Königlicher Forstgrenzsteine) gekennzeichnet. Hier
liegt aber neben dem Weg ein Grenzstein, der aus der kommenden Richtung
deutlich zu sehen ist, auf dem ein ganz seltsames Zeichen zu entdecken ist.
Irgendwie sind wir bis heute noch nicht dahinter gekommen was es darstellen
soll. Es könnten die Buchstaben S und E sein, aber dann wären sie erst im
liegenden Zustand angebracht worden. Das ist sehr unwahrscheinlich.
Der Weg führt weiterhin sehr angenehm durch den Wald und nach einer Strecke
von einem ¾ Kilometer weist ein Schild auf der linken Wegseite auf das
Flächennaturdenkmal
Breiter Stein hin. Hier wird für einen kurzen Abstecher die
Wanderwegmarkierung mal wieder verlassen und es geht ein kurzes Stück nach
links. Der Aufstieg auf den Breiten Stein ist durch eine Treppenanlage mit
einem Geländer ziemlich einfach. Oben angekommen, steht man auf einem
Plateau mit einer Aussicht in das Porschendorfer Becken.
Die
Aussicht selber ist nicht besonders spektakulär, aber dafür hat man hier
oben eine angenehme Ruhe und der eigentliche Felsen ist das Besondere. Damit
man die Besonderheiten des Felsen, die oben auf einer Informationstafel
erklärt werden, besser sehen kann, sollte man nach einer
kleinen Rast wieder vom Breiten Stein absteigen und im Uhrzeigersinn um den
Felsen herum wandern. An der südlichen Seite kann man sehr deutlich
erkennen, dass der Felsen in eine Vielzahl an Brocken zerbröselt ist. Die
passende Erklärung kann man sehen, wenn man noch ein Stückchen weiter um den
Felsen herum wandert. Hier befindet sich eine kleine Boofe, die auch
Zwergenhöhle genannt wird. In der Höhle ist eine Felswand deutlich
glattpoliert (der Fachbegriff dafür soll Harnische sein) und das deutet
drauf hin, dass der Granit hier über den Sandstein geschoben wurde. Dabei
entstehen gewaltige Kräfte, die den Felsen in einzelne Brocken zersprengen.
Nach dieser Erkundung des Breiten Steins geht es wieder zurück auf den gelb
markierten Wanderweg
,
den man dann nach links weiter wandert. Schon nach wenigen Metern erreicht
man eine große Waldkreuzung, an der es weiter auf dem markierten Weg nach
links geht. Der Weg führt runter bis zum Bahnübergang der Bahnlinie zwischen
Stolpen und Lohmen. Der Übergang ist nur mit einem Andreaskreuz
gekennzeichnet, aber an der Stelle kann man über weite Strecken den Zug
schon sehen und außerdem sind es nicht gerade Hochgeschwindigkeitszüge, die
auf der Strecke fahren. Auf der anderen Seite der Bahntrasse muss man noch
ein Ministück weiter wandern, bis man den gut ausgebauten Radweg zwischen
Dürrröhrsdorf und Porschendorf erreicht. Auf diesem asphaltierten Weg geht
es nach rechts die letzten paar Meter bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Teile der Wanderung waren sehr angenehm, aber leider verliefen auch drei
Teile auf mehr oder weniger befahrenen Straßen und damit lässt sich eine
Wanderung einfach nicht empfehlen. Aber der Breite Stein lässt sich ganz
bestimmt auch anders erkunden. Eine kleinere Runde zum Breiten Stein ist die
Wackelsteinrunde.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Pirna und von dort bietet sich die
Städtebahn SB 71 ganz hervorragend an.
Auto:
Von Bad Schandau in die Richtung Bastei. Kurz hinter der Hocksteinschenke geht es gerade auf die Kaiserstraße bzw. Rennstrecke. Am Ende der Straße biegt man nach links in die Richtung Stürza ab und dann fährt man geradeaus bis ins Zentrum der Ortschaft Dürrröhrsdorf. Der Parkplatz befindet sich gleich hinter der Eisenbahnbrücke.
Empfohlener Parkplatz:
Dürrrohrsdorf Breiter Stein
GPS Daten:
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aufgezeichneter Track
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