Auf die Idee der Wanderung Hockstein bin ich
eigentlich gekommen, da ich mich schon mehrere Male gefragt habe, wohin die
Wege im Polenztal auf der gegenüberliegenden Seite von Hohnstein/Brand
führen. Daraus ist dann eine sehr schöne Wanderplanung entstanden, die hier
beschrieben ist: Startpunkt
der Wanderung ist der große Parkplatz in Oberrathen. Von dort geht es
erstmal mit der kleinen Fähre über die Elbe. Die Hin- und Rückfahrt kostet
1,30 € (Stand 2007). Von dieser kleinen Fähre bin ich immer wieder
verwundert. Sie funktioniert vollkommen ohne Motor, nur mit einem Seil, an
dem sie hin- und herschwenken kann. Der Fachausdruck für diese Form an
Fähren ist Gierseilfähre. Mit dieser Fähre werden nur Personen und Fahrräder
transportiert, wobei aber immerhin 322 Personen Platz haben sollen. In Niederrathen (also auf der gegenüberliegenden Seite vom Parkplatz) geht es
erstmal geradeaus, bis auf der linken Seite die
Touristeninformation/Feuerwehr auftaucht. Vor dem Gebäude biegt der
Wanderweg mit der Wandermarkierung roten Strich
ab. Das erste Stückchen vom Weg ist noch asphaltiert, geht aber sehr schnell
in einen angenehmen Waldweg mit einer kleinen Steigung über. Der Weg
schlängelt sich bis zur Straße, mit dem netten Namen „Ziegenrücken“, hoch.
Diese Straße muss man nur überqueren, um dann auf der gegenüberliegenden
Seite ins Tal herunter zu kommen. Der Abstieg vom Ziegenrücken ist viel
kürzer als der Aufstieg, da es auf einigen Stufen runter ins Polenztal geht. Im
Polenztal geht es nach links jetzt auf dem roten Punkt
entlang. Bis zur Polenztalschänke schlängelt sich der Weg die ganze Zeit auf
der rechten Flussseite (Flussabwärts rechts, Wanderungsrichtung links) der
Polenz entlang. Nur an der Polenztalschänke trifft man normalerweise
überhaupt andere Wanderer. Im unteren Teil kann man ganz alleine die sehr
ruhige Natur genießen. Die Polenztalschänke ist eine angenehme Gaststätte
mit eigenem Biergarten. Ein paar Meter hinter der Gaststätte zweigt nach
links die Wanderwegmarkierung grüner Strich
ab. Im unteren Teil des Aufstieges befinden sich mehrere informative Tafeln
des Lehrpfades Hohnstein. Dieser Lehrpfad Hohnstein ist in einer
separaten Wanderung beschrieben.
Die Wanderwegmarkierung führt über einige Treppen zum Einstieg des
Hocksteinfelsen. Bei dem Einstieg handelt es sich um eine enge Felsspalte,
die über einige Treppenstufen bis hoch auf den Felsen führt.
In
der engen Spalte befinden sich einige Stufen (genauer gesagt 508 Stufen) und
damit wird es wirklich lästig, wenn irgendwelche Leute entgegenkommen. Diese
Felsspalte wird auch Wolfsschlucht genannt.
Oben angekommen steht man auf den alten Grundrissen der Felswarte Hockstein.
Von diesem Plateau hat man einen erstklassigen Ausblick auf die
gegenüberliegende Stadt Hohnstein mit ihrer Burg und einem Teilbereich des
Polenztal. Die
Stelle ist wirklich wunderschön und ist normalerweise noch nicht überlaufen.
Wirklich witzig ist, dass an der unteren Aussicht ein kleines Mühle Spiel in
den Sandstein geschlagen ist, dass selbst Wilhelm Leberecht Götzinger, einer
der wichtigsten Reiseführer der Sächsischen Schweiz, schon um 1800 erwähnte.
Die Wanderung geht nach hinten von dem Felsplateau herunter. Verlassen kann
man die Felswarte nur über die Wolfsschlucht und die kleine steinerne
Brücke. Diese Brücke sieht aus, wie die Basteibrücke in klein, was auch in
der letzten Zeit dazuführt, dass immer mehr Busladungen Touristen hier
herumturnen. Der Vergleich mit der Bastei ist schon ganz angebracht, da man
den Hockstein an der Rückseite auch ganz hervorragend von der Straße aus
erreichen kann, es eine Steinbrücke über eine Schlucht führt und man an der
Spitze eine erstklassige Aussicht auf Felsen genießen kann. Beim Hockstein
sind alle diese Bedingungen im Kleinen auch erfüllt. Das einzige, das dem
Hockstein noch fehlt, ist die Gaststätte, aber die befindet sich unten im
Tal. Zu Glück, damit bleibt hoffentlich einigermaßen Ruhe hier oben. Über
die kleine Brücke geht es weiter auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich.
Der Weg biegt nach links ab und erreicht nach 900 Metern mal wieder den
Ziegenrücken. Auch diesmal muss die Straße nur überquert werden,
um
auf der gegenüberliegenden Seite gleich wieder im Wald weiter zuwandern. Der
Weg führt in mehreren Schleifen ins Tal hinunter. Zwischendurch, ca. 500
Meter hinter dem Ziegenrücken, kann man 15 Meter rechts neben dem Weg ein
alte ausgehöhlten Stein sehen. Was auch immer dieser Stein für eine
Bedeutung hat, ich weiß es nicht. Aber irgendetwas Besonderes muss es schon
gewesen sein, da man so einen Klotz nicht so einfach in den Wald legt.
Es geht auf der Wanderwegmarkierung hinunter bis in den Amselgrund bzw. dann
auch noch weiter bis zum Amselsee.
Auf
diesem kleinen angestauten See kann man sich ein Ruderboot ausleihen und
eine kleine romantische Ruderpartie unternehmen. Wenn man den Blick vom See
oder dem Gegenüber im Boot hebt, dann sieht man auf der einen Seite den
Felsen mit dem Namen Lokomotive und in die andere Richtung den Mönch. Von
dem Amselsee geht es durch die Ortschaft Niederrathen wieder zurück zur Elbe
und dann auf die andere Seite. Eine Attraktion befindet sich noch ganz
unauffällig neben dem Parkplatz. Der große kreisförmige Platz ist die so
genannte Rathener Klangterrasse. Als ich das Ding das erste Mal gesehen
habe, da war es außer Betrieb und ich dachte mir was für ein Unfug. Wenn es
aber im Betrieb ist, dann sind die Konzerte mit der Kulisse des Elbe und der
Felsen wunderbar erholsam und selbst die gewöhnungsbedürftige Musik
(zumindest für meine Ohren) kann einen sehr gut entspannen. Leider ist das
Ding in den Wintermonaten außer Betrieb.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Linie R-243 von
Königstein nach Pirna
Auto:
B172 von Pirna nach Königstein. Ca. 300 Meter hinter Struppen- Siedlung geht es nach links Richtung Struppen. Auf der Vorfahrtsstraße nach links und gleich wieder nach rechts in die Richtung Thürmsdorf/Weißig. Auf der Straße gerade aus, bis nach Rathen runter. In Rathen gibt es drei öffentliche Parkplätze. Der Parkplatz unten an der Fähre ist kostenpflichtig. Er ist der best ausgestatteter Parkplatz der Sächsischen Schweiz. Er besitzt als einziger Parkplatz eine genau Abrechnung der Parkplatzgebühr durch eine Ein- und Ausfahrschranke.
Empfohlener Parkplatz:
Rathen Elbeparkplatz
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
1,5 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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