Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Leiter
Beschreibung:
Die Wanderung ist als ein sehr netter Vorschlag
von einem Leser unserer Internetseiten eingegangen. Dieser Leser hat in
seiner Jugend in Königstein gelebt und diese Wanderung in sehr schöner
Erinnerung behalten. So haben wir gleich mal ausprobiert, ob es wirklich
eine nette Runde ist. Außerdem wollte ich schon immer mal wissen, warum
der Elbefahrradweg nicht von Königstein/Halbestadt nach Rathen durchgeht.
Die Wanderung startet in Königstein und von hier geht es erstmal mit der
kleinen Personenfähre auf die andere Elbeseite.
Auf
der rechten Elbeseite angekommen, geht es wenige Meter (ca. 50 m) nach links
auf dem Fahrradweg. Hier weist schon ein Schild darauf hin,
dass der Fahrradweg hinter Halbestadt nicht weiter geht und man die Fähre
benutzen sollte. Nach der Kurzstrecke auf dem Elberadweg biegt nach rechts
der blau markierte Wanderweg
ab. Der
Weg führt aus dem Elbetal heraus auf die Ebene vor dem Lilienstein. Gleich
am Panoramahotel Lilienstein (www.hotel-lilienstein.de)
hat man den ersten Blick auf den Felsen, der stilisiert auf dem Logo des
Nationalparks Sächsische Schweiz zu sehen ist. Auf der Straße von dem Hotel
geht es ein paar Meter entlang, um dann gleich wieder nach rechts auf dem
markierten Weg über die Felder abzubiegen. Die Wanderung führt geradewegs auf
den Lilienstein zu und ab dem Waldrand steigt der Wanderweg an. Die ersten
paar Meter sind noch relativ flach, aber am Felsfuß wechselt die Steigung in
eine Treppe bis hoch auf den Felsen. Obwohl der Lilienstein von allen Seiten
erstklassig zu sehen ist, steigen doch relativ wenige Wanderer auf ihn
hinauf. Ich kann mir zwar vorstellen, dass auch dieser Felsen an
langen Wochenenden oder schönen Sonntagnachmittagen gut besucht ist, aber ich
habe ihn tatsächlich noch nie so richtig überlaufen gesehen.
Dadurch,
dass der Felsen so schön in der Elbeschleife liegt, hat man natürlich von
hier oben eine fantastische Aussicht in wirklich alle Himmelsrichtungen.
Ganz besonders toll ist die westliche Aussicht. Von hier hat man zwar "nur"
eine Aussicht auf die Elbe in westliche Richtung, aber dafür steht man auf
einem freistehenden Felsen mit ziemlich hohen Felswänden. Sehr schön.
Von
der südlichen Aussicht (die beim Wettiner Obelisk) hat man eine schönen
Blick auf die Elbe vor Königstein und rüber zur Festung Königstein. Von der
ruhigsten Aussicht an der östlichen Seite blickt man über die Elbe nach Bad
Schandau. An diesem Blick fallen besonders die beiden Brücken von Bad
Schandau auf. Wenn man über das Städtchen hinwegsieht, dann entdeckt man die
Felskette der Schrammsteine.
Nach dem Genuss der Aussichten geht die Wanderung auf der nördlichen Seite
des Liliensteins wieder herunter. Der Abstieg ist immer noch mit dem blauen
Strich markiert und führt über so einige Treppenstufen abwärts. Auch am
Felsfuß geht es weiter auf dem markierten Weg und bald aus dem Wald
am Lilienstein heraus. Der Weg über das Feld heißt Kirchweg und am Ende
des Feldes erreicht man einen kleinen
Waldfriedhof auf der
rechten Wegseite. Der Friedhof erinnert an eine sehr traurige Zeit der
deutschen Geschichte, aber erfreulich ist, dass irgendwelche guten
Geister diese Gedenkstätte noch sehr schön pflegen und keinerlei
Zerstörungen festzustellen sind. Der markierte Weg führt ein kleines
Stückchen durch einen Wald und erreicht dann die Fahrstraße auf die
Ebenheit. Diese Straße wird nur überquert und auf der gegenüberliegenden
Seite geht es über den Lottersteig ins Elbetal hinunter. Der Abstieg ist
sehr angenehm zu gehen und man erreicht bald ein paar Häuser mit dem Namen
Einsiedler. Von hier aus könnte man bis nach Rathen weiter wandern, um in
einer großen Auswahl an Restaurant einzukehren oder sich mit ein paar
touristischen Souvenirs einzudecken. Bis ins Zentrum von Rathen sind es
ungefähr 1 ½ Kilometer.
Da es aber über den gleichen Weg zurück geht, haben wir uns diesen
Abstecher erspart und sind gleich an dem ersten Haus im Elbetal nach links
gewandert. Hier verlässt man den markierten Wanderweg und es geht auf einem
unbefestigten Weg weiter. Theoretisch befindet sich auch noch ein Weg gleich
unten am Elbeufer, aber der war, obwohl die Elbe kein besonderes Hochwasser
führte, überschwemmt. Vermutlich ist genau das auch der Grund, warum der
Elberadweg hier auf die andere Elbeseite umgeleitet wird. Der Waldweg führt
ein paar Meter hoch (ca. 30 Höhenmeter) und der Untergrund ist schon ein
bisschen sehr hubbelig für einen Radweg. Außerdem sind ein paar Stufen
eingebaut, die ja bei Radfahrern auch nicht besonders beliebt sind.Für
Wanderer ist der Weg sehr angenehm zu gehen und nach etwas mehr als einem
Kilometer erreicht man die Lottersteighütte. Ganz unterhaltsam sind die
Hinweistafeln, dass die Lottersteighütte keine Gaststätte ist. Ich würde mal
tippen, dass die Hütte irgendwann mal eine Gaststätte war und alle Wanderkartenmaler voneinander abmalen, da fast in jeder aktuellen
Wanderkarte dort ein Gaststättensymbol eingezeichnet ist. Die Hütte ist in
einem sehr gut gepflegten Zustand und besitzt eine erstklassige Aussicht auf
die Elbe mit ein paar sehr stabilen Bänken. Auch wenn hier keine Gaststätte
ist, so lädt dieser Platz zu einer kleinen Rast ein. Darauf, dass man sich hier
ordentlich benehmen sollte, weist ein separates, ziemlich ausführliches
Schild hin, aber eigentlich
sollte das selbstverständlich sein.
Von hier geht es weiterhin über den Waldweg in Richtung Halbestadt.
Etwas mehr als einen Kilometer führt die Wanderung noch durch den Wald und
dann verlässt die Wanderung den Waldweg und der Untergrund wechselt in
asphaltieren Radweg. Sobald man den Radweg bzw. hier spricht man eher von
Zufahrtsweg erreicht hat, beginnen auch die ersten Häuser von Halbestadt.
Dadurch, dass der Fahrradweg hinter den Häusern in Richtung Rathen nicht
weiterführt, hat man auf dem asphaltierten Stück mit relativ wenig Verkehr
zu rechnen. So kann man sehr nett die Häuser, Tiere und das Elbetal hier
unten beobachten. Tiere stehen hier unten auffällig viele und besonders
unterschiedliche herum. So gibt es eine große Schafherde und einige
unterschiedlichste Sorten an Geflügel. Kurz bevor es mit der Fähre wieder
über die Elbe geht, passiert man den alten Flusshafen, der 1865 angelegt
worden ist. Etwa auf der Hälfte des Hafenbeckens befindet sich
links, in der zweiten
Häuserreihe, ein kleines putziges Häuschen. Dieses Fachwerkhaus mit den
kleinen Fenstern (es müsste die Hausnummer 28 sein) soll ein Nachtlager von
Napoleon gewesen sein. In Königstein sollten die Truppen von Napoleon die
Elbe überqueren und deshalb hat er hier eigenhändig Aufsicht geführt.
Jetzt geht es die letzten paar Meter bis zur Fähre und damit wieder zurück
zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Die Empfehlung für diese Wanderung war wirklich sehr gut und hat uns viel
Spaß gemacht. Auch wenn im Verhältnis zu einer „Standard-Lilienstein-Wanderung“
(Parkplatz Lilienstein – hoch – runter – weg) doch ein paar Höhenmeter
dazukommen, so ist es eine sehr schöne Runde und bietet sogar angenehme
Ruhe.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Königsstein.
Auto:
Über die B172 von Pirna nach Königstein. Am Kreisverkehr in Königstein steht an der Elbe ein großer Parkplatz zur Verfügung.
Empfohlener Parkplatz:
Königstein Elbe
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
2,5 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,53 kByte
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