Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Jahreszeit für diese Wanderung ist durch
ihren Titel schon festgelegt und noch genauer ist der Zeitpunkt gemeint, wenn die
Buchen anfangen, ihre Blätter zu entfalten. Dann leuchtet der Buchenwald ganz
besonders schön und genau so ein Wald befindet sich an der südwestlichen
Seite des Großen Winterbergs. Der Startpunkt ist der große Parkplatz von
Schmilka und von hier geht es auf der einzigen Dorfstraße hoch in Richtung Großer Winterberg.
Die ersten paar Meter dieser Straße sind mit dem grünen Strich
gekennzeichnet. Obwohl hier eigentlich eine ganze Menge Leute wohnen, ist
uns noch nie ein Autofahrer unangenehm aufgefallen. Auf diesem Sträßchen
benehmen sich alle hervorragend und so kann man die Häuser links und rechts
der Straße ausgiebig ansehen. Dass die Autofahrer hier in
wirklich gemäßigtem Tempo hochfahren, liegt vermutlich auch am
Straßenbelag (Pflaster) und den beiden Durchfahrten. Dabei ist die zweite Durchfahrt
ganz besonders eng und von oben dann auch sehr schön anzusehen.
Hier befindet sich die Schmilksche Mühle, die mit besonderer Liebe zum
Detail wieder aufgebaut wurde. Dieses kann man schon an der Außenanlage mit
dem hölzernen Mühlgraben und dem Mühlrad erkennen. Da der heutige Besitzer
(www.ferienhaus-muehlchen.de) an dem jährlichen Mühlentag teilnimmt, hat man dann noch die
Möglichkeit festzustellen, dass auch drinnen viel Herzblut steckt. Die
Wanderung steigt weiter auf der Dorfstraße an. Man passiert noch ein
paar Möglichkeiten, sich mit Wanderkarten, Getränken und Stärkungen zu
versorgen, bis die Ilmenquelle bzw. die große Informationstafel des
Nationalparks am Ortsausgang erreicht wird. Hier biegt die Wanderung nach rechts ab und folgt der Wanderwegmarkierung
gelber Strich
. Sehr unterhaltsam ist, wenn man nach den ersten Metern
auf dem sogenannten Grenzweg nach rechts auf die Häuser blickt, dann kann
man einen Baum entdecken, der mitten aus einem Haus bzw. einem Anbau
herausragt. Das sieht wirklich lustig aus und wirft natürlich gleich die
Frage auf, woher der Baum denn sein Wasser bekommt.
Der Grenzweg ist wirklich sehr angenehm zu wandern und es ist immer wieder
verwunderlich, warum der
Großteil der Wanderer die anderen (steileren) Wege
wählt. Nach 400 Metern auf dem Grenzweg hat man eine schöne Aussicht auf
Schmilka und das Elbtal in Richtung Bad Schandau. Dahinter biegt der
Wanderweg ab und verläuft erst ein Stück parallel zur Elbe und danach
parallel zur tschechischen Grenze. An den Bearbeitungsspuren am Felsen und
dem Weguntergrund kann man sehr gut erkennen, dass dieser Weg schon sehr alt
sein muss und schon seit vielen Jahrzehnten bzw. sogar Jahrhunderten
benutzt wird. Am Ende des Grenzweges erreicht man die Zufahrtsstraße zum
Großen Winterberg. Auf dieser Straße geht es nach rechts weiter den Berg
hoch. Auch wenn der Untergrund zwischendurch sogar asphaltiert ist, so sind
hier nur ziemlich selten irgendwelche Fahrzeuge unterwegs. Das liegt daran,
dass die Gaststätte bzw. das Hotel auf dem Großen Winterberg in der Kernzone
des Nationalparks
liegt und deshalb nur die Wirte und die Nationalpark-Ranger die Straße
benutzen dürfen. Die Hotelgäste werden per Shuttle-Service in Schmilka
abgeholt.
Die Straße macht so einige Schlenker an der Grenze entlang, um die Höhenmeter
zu überwinden.
Hier kann man im Frühjahr den leuchtend hellgrünen Buchwald
bestaunen und nach einem langen Winter es ist immer wieder ein Wohlgenuss, den Wald
in dieser Farbe strahlen zu sehen. Mit der letzen Kurve an der Grenze hat
man auch schon fast einen der besonderen Zwischenstationen der Wanderung
erreicht. Die Aussicht Kipphorn befindet sich nur 100 Meter neben der
Fahrstraße und man sollte unbedingt den kurzen Abstecher dort hin
unternehmen. Von der Aussicht blickt man weit über die Elbe auf die Felsen
der linken Flussseite. Hier kann man die beiden kleinen Felsen im
Vordergrund (Kaiserkrone und Zirkelstein) und die großen Felsen ein bisschen
weiter hinten entdecken (Zschirnsteine und Schneeberg). Auf der rechten
Seite hat man einen tollen Blick in das Felsental des Schmilkaer Kessels.
Hier würde sich eine Rast anbieten, aber diese Aussicht ist
relativ bekannt und dadurch kommen auch einige andere Wanderer vorbei.
Deshalb geht es auch gleich weiter. Wer sich denn auf der Wanderung noch
ordentlich stärken möchte, der kann von hier aus einen kurzen Abstecher hinauf
zum Großen Winterberg (www.grosserwinterberg.de) unternehmen. Damit könnte man nach der
Wanderung auf jeden Fall noch behaupten, dass man auf dem höchsten Berg der
Sächsischen Schweiz gewesen ist. Da wir fast immer Selbstversorger sind,
haben wir die Wanderung auf der Wanderwegmarkierung roter Punkt
fortgesetzt. Schon 200 Meter hinter dem Zugang zur Kipphornaussicht biegt
die Wanderung aber nach links auf den Weiberfährenweg ab. Dieser unmarkierte
Waldweg ist sehr angenehm zu wandern, da er ungewöhnlich breit ausgebaut ist
und überhaupt keinen Höhenmeter überwindet. Da anscheinend der größte Teil
der Wanderer den Gipfel des Großen Winterbergs als Ziel hat, kann man
hier unten in einem angenehmen ruhigen Bogen um die Bergspitze herum wandern.
Als wir die Runde gewandert sind, haben wir auch immer wieder komische
lilafarbene Blümchen gesehen. Meine Frau meinte, es sind
Frühlingsplatterbsen. Da ich keinerlei Ahnung davon habe, aber auch den
Namen zu komisch fand, dachte ich, sie veräppelt mich. Jetzt habe ich gerade
mal gegoogelt und ... sie hat Recht. Die kleine lila Blume heißt tatsächlich
Frühlingsplatterbse und kommt besonders gerne im Buchenwald vor. Zumindest
bei der Botanik hat meine Frau immer Recht. (Anm. d. Ehefrau: Auch
sonst habe ich Recht, denn wenn ich mir nicht sicher bin, halte ich ja den
Schnabel!)
Nach ziemlich genau einem Kilometer erreicht man eine Waldwegkreuzung mit
einer großen Anzahl an Wanderwegmarkierungen. Auch steht hier ein Wegweiser aus
Sandstein, der aber noch nicht so alt ist, wie man normalerweise bei
Sandsteinsäulen gewohnt ist. Wir gehen nach links auf der
Wanderwegmarkierung blauer Strich
weiter. Das jetzt folgende Teilstück
der Wanderung ist ähnlich wie der Weiberfährenweg, nur dass der Untergrund
nicht mehr für Fahrzeuge ausgelegt ist. Der sogenannte Reitsteig überwindet
auch nur sehr wenige Höhenmeter und so passiert man nach einem ¾ Kilometer
eine weitere Sandsteinsäule, die aber im Gegensatz zur vorhergehenden
tatsächlich alt ist. Ab dieser Stelle sieht es seit einigen Jahren ziemlich
traurig aus, da hier der Borkenkäfer übelste Sorte gewütet hat. Auch wenn
der Nationalpark an den meisten Stellen die befallenen Bäume möglichst
schnell entfernt, so hat er die Bäume hier stehen gelassen. Nur die Bäume
gleich neben dem Wanderweg sind zwecks Wegesicherung in den Wald hinein umgezogen worden, die
restlichen stehen als vertrocknete Baumleichen herum. Wenn man häufiger an dieser
Stelle vorbeikommt, dann kann man zusehen, wie sich diese kleinen Schädlinge
jedes Jahr um ein paar dutzend Meter weiter durch den Wald fressen. Eigentlich
ist es ein interessantes Experiment, aber besonders schön sieht so ein Wald nicht aus. So kann auf jeden Fall jeder Waldbesitzer sehen, was
passiert, wenn er sich nicht um die befallenen Bäume kümmert.
¼ Kilometer hinter der Sandsteinsäule wird der markierte Wanderweg
nach links verlassen.
Dieser Abzweig, der mit dem Namen Lehnsteig
gekennzeichnet ist, liegt noch mitten in dem abgestorbenen Wald. So geht es
ungefähr 100 Meter durch dieses Waldstück, bis es dann wieder grün wird und
die ersten Ausläufer des Lehnsteiges betreten werden.
Hier befinden sich
gleich mehrere sehr schöne Aussichtspunkte links vom Pfad und diese Stellen
laden dann auch zu einer kleinen Rast mit einer super Felsenaussicht ein. Im
Hintergrund der Felsen ist auch der unauffällige Große Winterberg mit seiner
Antenne und der Spitze des Aussichtsturms zu entdecken. Der Lehnsteig ist
eine mehrfach unterbrochene Treppe, die aber sehr abwechslungsreich ist und
im Abstieg auch nur mäßig anstrengend. Sehr witzig ist gleich zum Anfang
der Stufen die große Buche. Hier wächst in einer Astgabel eine kleine
Fichte.
Nach so einigen Stufen stößt der Lehnsteig auf den Wurzelweg, der mit dem
grünen Punkt
markiert ist. Dieser Wanderwegmarkierung folgt man weiter
abwärts, also nach rechts. Nach ein paar hundert Metern erreicht man die
Zufahrt zum Großen Winterberg (gelber Strich
), der man weiter
bergabwärts folgt. Links neben dem Weg befindet sich ein trockener Ablauf,
in dem sich nur bei Unwettern Regenwasser sammelt. Damit sich wenigstens die
Felsmurmeln und sonstiges Schwemmgut nicht bis runter in die Ortschaft
wälzen, sind hier einige Sperren angelegt worden. Damit werden zwar nicht
die herabstürzenden Wassermassen verhindert, aber immerhin bleiben die
unliebsamen Mitbringsel oben hängen.
Das Gefälle ist für eine Fahrstraße schon ungewöhnlich steil, aber als
Wanderer ist man Schlimmeres gewohnt und so erreicht die
Wanderung bald den Ortsrand von Schmilka. Durch das Gefälle hat man
natürlich eine hervorragende Aussicht auf die Ortschaft und so kann
man z.B. die Konstruktion des Mühlgrabens bestaunen. Damit
erreicht die Wanderung dann aber auch schon ihren Ausgangspunkt. Es ist
jedes Jahr wieder schön, den leuchtenden Buchenwald zu besuchen. Weil ja
auch ein paar schöne Aussichten und Felsen zu sehen sind, gibt es nichts an der Wanderung zu bemängeln.
Anfahrtsbeschreibung:
öffentliche Verkehrsmittel:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau/Schmilka. Von dem
Bahnhof kann man mit der kleine Fähre auf die andere Seite übersetzen.
Auto:
Der Parkplatz liegt gleich an der B172 auf der rechten Straßenseite in Schmilka.
Empfohlener Parkplatz:
Schmilka Ortmitte
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
2 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,74 kByte
Dateigröße:
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