Diese Wanderung ist dadurch entstanden, dass
mich ein netter Leser unserer Internetseite auf den Weg hingewiesen hat.
Gleich zwei Sachen haben mich natürlich vollkommen verwundert. Einerseits
gibt es anscheinend Leser, die alle Wanderungen lesen und genau wissen, wo
wir schon herumgewandert sind und wo nicht, und der zweite Punkt ist, dass ich den Pfad
schon mehrmals überquert, ihn aber bis dahin getrost ignoriert habe.
Das soll sich jetzt ändern und deshalb habe ich die Runde wie folgt
durchgeführt.
Der Startpunkt liegt am Wanderparkplatz vor Schmilka. Von hier geht es die
ersten paar Meter auf der gegenüberliegenden Straßenseite der B172 den
Holzlagerplatzweg in Richtung Schmilka. Nach etwas mehr als 300 Metern biegt
die erste Möglichkeit nach links den Hang hoch ab. Dieser Aufstieg ist so
ziemlich das einzige wirklich anstrengende Stück auf der Wanderung.
Der
erste Teil des Aufstieges erfolgt auf einem Zickzackweg, bis kurz vor dem
Elbleitenweg. Hier wechselt der Aufstieg auf Stufen um. Die Stufen sind zum
größten Teil aus alten Bahnschwellen und hier merkte ich das erste Mal, dass
sich durch die 300 Höhenmeter das Wetter bzw. der Untergrund änderte. Im
Elbetal war noch alles grün und braun, aber je weiter ich nach oben kam,
desto weißer wurde es, und die Bahnschwellen waren recht rutschig. Als ich oben ankam, stand dort am Zugang ein
älteres Pärchen und fragte ganz vorsichtig, ob man hier so einigermaßen
nach Schmilka runter kommen würde. Komischerweise sahen sie nicht so aus wie
die normalen Wanderer hier oben, sondern eher wie Bastei-Besucher. Auf jeden
Fall habe ich sie auf die sauglatten Stufen hingewiesen und sie sind auch
losgegangen. Der Schnee auf den Stufen ist schon ziemlich erbärmlich, aber
dazu noch später was.
Der Weg die Stufen hoch ist ein kurzes Stück mit dem grünen Strich
markiert, aber schon mit dem Erreichen des Endes der Stufen wird der markierte
Weg verlassen und es geht nach rechts auf dem unmarkierten Pfad weiter. Der
Weg verläuft auf vollkommen gleichbleibender Höhe immer an der Felskante
entlang. Die Höhenschwankungen sind wirklich unwesentlich, aber dafür
variiert die Breite des Weges ziemlich.
Manchmal verläuft der Weg auf einer
30 Meter breiten Felskante mit Bäumen links und rechts, dann schrumpft der
Pfad auf eine Breite unter einen Meter und Eisenklammern an der Felswand
zusammen. Der Weg macht richtig Spaß, ist aber nicht für Mitmenschen mit
Höhenangst geeignet. Ganz besonders schön an diesem Pfad sind die
gigantischen Aussichten mit einer wunderbaren Ruhe.
Der Weg schlängelt sich
an drei größeren Felsausläufern drum herum. Nach dem Umrunden des ersten Felsens quert den Pfad die Starke Stiege.
Danach kommt die zweite Felsnase an den Falknertürmen (Kleiner und Großer
Falknerturm) und dann erreicht man die Stufen der Rotkehlchenstiege. Bei
meiner ersten Erkundung hat mich an dieser Stelle ein erstklassiger
Schneesturm überrascht. Ganz besonders daran war, dass der Schnee durch
seltsame Winde am Felsen von unten kam. Da nützt die beste Mütze nichts
mehr, wenn man den Schnee doch im Gesicht hat. An den Treppen zur
Rotkehlchenstiege verführt der Durchgang zwischen den Felsen dazu, hier
weiter zu wandern. Genau das habe ich bei meiner Schneewanderung auch
unternommen und so kam ich an einer Stelle an, die nur noch ½ Meter
breit war, mit Eisenklammern im Felsen ausgestattet war und richtig schön
voll Schnee lag. Hier habe ich mich nicht mehr weiter getraut und bin zurück,
um auf den markierten Zurückesteig auszuweichen. Zu Hause habe ich dann
festgestellt, dass ich an den Treppen der Rotkehlchenstiege ein paar Stufen
hätte runter gehen müssen und dann weiter um das Verborgene Horn gehen. Das
habe ich dann gleich ein paar Tage später noch mal ausprobiert und schon
kommt man an der riesig langen Eisentreppe der Heiligen Stiege raus.
Die Heilige Stiege ist mit dem gelben Strich
markiert und hier geht es wieder von den Felsen herunter. Bei meiner
Schneesturmwanderung musste ich mit Überraschen feststellen, dass man die
Heilige Stiege sehr gut bei Schnee sowohl rauf als auch runter wandern kann. Diese
Eisengittertreppenstufen sind sehr griffig und leicht zu absolvieren. Ganz
im Gegensatz zu den Eisenbahnschwellen, die direkt danach kommen. Wenn auf den Dingern Schnee
liegt, dann entwickelt sich der Abstieg zu einer erstklassigen Rutschpartie.
Obwohl ich doch einigermaßen gut zu Fuß bin, hat es mich gleich drei Mal
hingeschmissen. Zweimal konnte ich mich noch am Geländer festhalten, aber das
dritte Mal war es eine Landung auf dem Hintern. Nach den Stufen wird der Weg
aber wieder sehr angenehm zu gehen und nach einem 700 Meter langen Stück
durch den Schmilkaer Kessel erreicht man wieder den Elbleitenweg. Hier geht
es auf einem breiteren Forstweg nach rechts auf dem grünen Punkt
weiter. Da
es sich um einen normalen befahrbaren Forstweg handelt, schlängelt sich der
Weg mit einer ganz angenehmen Steigung ein paar Höhenmeter (ca. 60
Höhenmeter) hoch. Nach einer Strecke von einem ¾ Kilometer biegt die
Wanderung nach links in Richtung der Kleinen Bastei ab. Der Weg ist mit dem
grünen Strich
markiert.
Nach einem kleinen Runter und Hoch erreicht man eine Weggabelung,
an der man zuerst nach rechts gehen sollte. Hier erreicht man nach kurzer
Strecke die Aussicht Kleine Bastei. Dieser Name ist irgendwie häufiger in
der Sächsischen Schweiz anzutreffen. Wir kennen inzwischen mindestens drei
Aussichten, die so heißen. Die schönste davon dürfte diese hier sein. Sie
liegt in einem Elbebogen, und man kann wunderbar auf die Elbe blicken. Nach diesem Wohlgenuss für die Augen geht die
weitere Wanderung auf dem grünen Strich die Kahntilke hinunter. Auch dieser
Abstieg erfolgt über so einige Stufen, aber bei meiner Wanderung war hier
unten der Schnee schon wieder verschwunden. Der Abstieg erreicht an der
ehemaligen Hütte des
Touristikvereins "Schwefelbrüder 09" den
Holzsammelplatzweg. Leider ist die Hütte Mitte 2007 in Brand gesteckt worden
und kann nur noch abgerissen werden. Das finde ich äußerst schade, da es
immer nett war, die Besucher der Hütte mit ihrer guten Laune zu
beobachten. Die letzten paar Meter (ca. 900 Meter) erfolgen sehr entspannend
auf dem Holzsammelplatzweg bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Damit ist eine äußerst schöne Wanderung zu Ende, die so ziemlich alles
bietet, was eine ordentliche Runde braucht: Es gibt ein paar schöne Felsen,
einige sehenswerte Aussichten, wunderbare Ruhe und ein bisschen
Nervenkitzel.
Anfahrtsbeschreibung:
öffentliche Verkehrsmittel:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau/Schmilka. Von dem
Bahnhof kann man mit der kleine Fähre auf die andere Seite übersetzen.
Auto:
Wer mit dem Auto kommt, der kann an der B172 auf ein neu angelegter, kostenloser Wanderparkplatz (Stand Sommer 2004) zwischen dem Campingplatz und Schmilka parken.
Empfohlener Parkplatz:
Schmilka kleine Bastei
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
3 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
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