Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen und Hühnerleitern
Leiter
Klettern mit Klammern
Beschreibung:
Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass ein
Bekannter meinte, der schönste Platz der gesamten Sächsischen Schweiz wäre
die Höllenwand. Ich kannte zwar die Schlucht Hölle und die Wilde Hölle, aber
eine Höllenwand war mir unbekannt. Wenn schon jemand Erfahrenes von dem
schönsten Platz spricht, dann ist das die direkte Aufforderung, die Stelle
sofort aufzusuchen. Als Wandertermin hatte ich mir den Maifeiertag
ausgesucht, was sich gleich bei der Parkplatzsuche als äußerst nachteilig
herausstellte. Obwohl ich schon vor 10:00 Uhr im Kirnitzschtal war, gab es
im Bereich Nasser Grund/Beuthenfall keine Parkplätze mehr. Na, das fing ja
gut an. Unser Auto habe ich dann auf den letzten freien Parkplatz unterhalb der
Hohen Liebe abgestellt und bin die paar Meter bis zum eigentlichen
Startpunkt am Nassen Grund über den Flößersteig gewandert. Von hier ging es
erst mal sehr angenehm den Berg hoch, bis nach links der erste breitere
Waldweg abbiegt. Die sogenannte Eulentilke führt mit leichter Steigung bis
auf die untere Affensteinpromenade. Dieser breite Forstweg ist mit dem
grünen Punkt
markiert und
es geht nach links. Die
Wanderung folgt der Wanderwegmarkierung etwas mehr als ½ Kilometer.
Auf diesen paar Metern kann man gleich zweimal von dem Weg nach vorne auf
Ausläufer der Affensteine blicken.
Zuerst ist es die Brosinnadel und dann
der Bloßstock. Am Ende des geraden Stücks vor dem Bloßstock befindet sich
rechts im Besucherlenkungszaun ein Kletterzugang mit dem kleinen grünen
Schild, das auf die Häntzschelstiege hinweist. Die Häntzschelstiege soll das
nächste Ziel der Wanderung sein. Dazu steigt man den Hang hoch. Die
Häntzschelstiege ist die bekannteste Kletterstiege der Sächsischen Schweiz
und so ist sie auch gleich mit mehreren Schildern markiert. Der Text des
Schildes ist: "Häntzschelstiege; Nur für Geübte; Empfehlung: Selbstsicherung
für Kinder; Begehen nur im Aufstieg." Als ich am unteren Ende der Stiege
ankam, wusste ich, wo die ganzen Parkplatzbenutzer aus dem Kirnitzschtal
waren. Da ich mir aber in den Kopf gesetzt hatte, dass ich an dem Tag den
unteren Teil der Stiege bewältigen wollte und nur 15 Leute vor mir standen,
habe ich mich in die Schlange eingereiht. Eine Dame an zweiter Position
kletterte ein kleines Stück hoch und dann verließ sie der Mut. Also musste
sie wieder an den anderen Kletterern vorbei zurück.
Ein kleiner Junge
(ich würde ihn auf 10 Jahre schätzen) kletterte mit Heulen und Gezeter an
der Hand seines Vaters um die Felsmurmel der Häntzschelstiege. Warum tun
Eltern ihren Kindern und der restlichen Umwelt so etwas an? Nach einer
Wartezeit von insgesamt 20 Minuten durfte ich dann endlich auch an den
Aufstieg. Auch wenn ich die Häntzschelstiege mit vielen anderen teilen
musste, so war die kleine Klettereinlage wieder mal sehr gut.
Auch weiter nach oben war wieder eine Schlange vor dem Zugang der Oberen
Häntzschelstiege, aber das Elend habe ich mir nicht angetan, da die geplante
Wanderung nach rechts auf der Oberen Affensteinpromenade weiter gehen
sollte. Der Pfad schlängelt sich nett auf dem Felsband entlang. Gleich auf
den ersten Metern muss man mal ein kleines Stückchen über ein paar Felsen
klettern, aber wer die Häntzschelstiege schafft, für den ist dieser
Hindernisparcours kein Problem.
Gleich
nach der ersten Felsumrundung empfiehlt es sich, auf die gegenüberliegende Felswand bzw. runter zum Felsfuß
zu sehen. Hier
beginnt die Zwillingsstiege und auch hier waren am Maifeiertag ausreichend
Kletterer unterwegs. Nach einer Umrundung des Talkessels wurde ich noch mal
an den kleinen Jungen erinnert, der jetzt anscheinend mit seinen Eltern oben
aus der Häntzschelstiege herauskam und den großen Schritt auf die andere
Felsseite unternehmen musste. So ein armseliges Gejaule kann einem schon
wirklich Leid tun. Hinter der nächsten Kurve verstummten die Geräusche aber
wieder und die Wanderstrecke ließ sich wieder ungestört genießen. Die Obere
Affensteinpromenade passiert den Zugang zur Wilden Hölle und der Aussicht
Carolafelsen. Diese Aussicht kann man diesmal getrost auslassen, da
tatsächlich die Aussicht von der Höllenwand ganz ähnlich bzw. sogar besser
ist. Um zu diesem schönen Punkt zu gelangen, geht es noch ca. ¼ km hinter
der Wanderwegkreuzung weiter auf der Affensteinpromenade, um diese an dem
Hinweisschild "Schrammsteine; Wilde Hölle, Kirnitzschtal od. Carolafelsen"
zu verlassen. Hier geht es nach rechts, ohne jeglichen Hinweis, auf einem
gut sichtbaren Pfad weiter. Rechts neben diesem Pfad steht ein einzelner
auffälliger Felsen im Wald. Wenn man sich auf dem Pfad leicht links hält,
dann erreicht man die Höllenwand und auf ihr kann man ganz hervorragend bis
zu der vorderen Aussicht wandern. Der Untergrund ist ziemlich hubbelig, aber
ohne hinderliche Felseinschnitte, so dass man den Weg von etwa 350 Metern
unbedingt unternehmen sollte.
Die vorderen Ausläufer der Höllenwand sind
tatsächlich ein ganz besonders schöner Platz der Sächsischen Schweiz. Man
hat eine sehr schöne Panoramaaussicht mit der Schrammsteinkette, dem
Falkenstein, der Hohen Liebe und den Dörfern an der Hohen Straße. Und was
das Beste im Gegensatz zum Carolafelsen ist: hier sind nur sehr wenige
Wanderer und es herrscht eine wunderbare Ruhe.
Nach dieser tollen Aussicht geht es wieder über die Höllenwand zurück, bis
hinter der Felswand der erste Weg nach links vom Felsen absteigt. Da hier in
dem Bereich alles mögliche irgendwie Hölle heißt, handelt es bei dem Abstieg
um die "Hölle". Wenn so die Hölle aussieht, dann ist der Platz darin doch
gar nicht so schlimm. Der Weg durch die Hölle scheint schon sehr alt zu sein
und seit den Anfängen des Tourismus in der Sächsischen Schweiz benutzt zu
werden. In den seitlichen Felswänden stehen unterschiedlichste Jahreszahlen.
So habe ich die Zahlen 1877, 1869 und sogar 1825 entdeckt. Auch sind deutliche
Felsbearbeitungen zu sehen. Der Abstieg durch die Hölle erreicht am Felsfuß
wieder die bekannte untere Affensteinpromenade. In dem Bereich heißt der
Forstweg aber Zeughausweg und dem wird nach links ¼ Kilometer gefolgt.
Hier biegt nach rechts der erste mögliche Abstieg ab. Der Pfad durch den
Jordanweg ist angenehm zu gehen und führt bis in den sehr gut ausgebauten
Nassen Grund. Warum auch immer der Grund so heißt, heutzutage fällt es nicht
mehr so besonders auf, dass es hier auffällig feucht wäre. Wenn man weiterhin
bergabwärts wandert, erreicht man sehr leicht den Ausgangspunkt der
Wanderung und damit ist eine wirklich tolle Runde zu Ende gegangen. Die
Empfehlung zur Hölle bzw. Höllenwand war wirklich spitzenmäßig und wenn man
dann noch eine Wanderzeit wählt, die nicht ganz so viele Besucher
beinhaltet, dann handelt es sich um eine der schönsten Wanderungen der
gesamten Sächsischen Schweiz.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241 oder mit der Straßenbahn bis
Nasser Grund.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau und dann in Richtung Hinterhermsdorf durch das Kirnitzschtal bis zum Nassen Grund.
Empfohlener Parkplatz:
Nasser Grund
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
3 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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