Forstweg
Wanderweg und Pfad
Treppen und Hühnerleitern
Leiter
Klettern mit Klammern
Beschreibung:
Diese
Wanderung hat mir ein Dresdener Geschäftspartner empfohlen. Er meinte, das
wäre eine ganz besonders interessante Kletterpartie und ich sollte sie
unbedingt ausprobieren. Eigentlich wollte ich sie schon bei meinem letzten
Wanderurlaub in der Sächsischen Schweiz ausprobieren, aber auf einmal war
nur noch das lange Wochenende zur Verfügung und zu einer solchen Zeit ist
diese Wanderung nicht zu empfehlen, da
es dann in den Kletterstiegen enger ist als auf dem Dresdener Hauptbahnhof
zu Berufsverkehr-Zeiten. Also habe ich mich an einem normalen Werktag
aufgemacht und es hat sich wirklich gelohnt.
Die Wanderung beginnt am Parkplatz vom Beuthenfall und geht von dort über
den grünen Punkt
bzw. roten Strich
den Dietrichsgrund bergauf. Kurz vor dem Bloßstock trennen sich die beiden
Wegmarkierungen. Man läuft weiter auf dem roten Strich, aber auch nur 50
Meter, bis man an der Felswand angekommen ist.
Dann
verlässt man auch diese Markierung und geht nach rechts am Felsen entlang.
Der Weg wird zu einem schmalen Trampelpfad und nach ein paar Metern erreicht
man ein Hinweisschild, auf dem die
Häntzschelstiege von der
Nationalparkverwaltung mit dem Hinweis "Nur für Geübte" bezeichnet wird. Auf
dem Schild steht außerdem die Empfehlung, dass man Kinder auf dieser Stiege
sichern sollte, und der Hinweis, dass der Weg nach oben durch die
Häntzschelstiege eine Einbahnstraße (Weg) ist. Da ich die Häntzschelstiege
schon selber hochgeklettert bin, kann ich der Empfehlung nur zustimmen. Für
die Zwillingsstiege
gilt
das gleiche, nur wird hier nicht von der Nationalparkverwaltung drauf
hingewiesen.
Es geht weiter auf dem schmalen Pfad und 100 Meter hinter dem Abzweig der
Häntzschelstiege führt ein unscheinbarer Weg nach links zur Zwillingsstiege
hoch. Nach ein paar Stufen und einer Hühnerleiter kommt man am Felsen an.
Als erstes geht es über ein paar Klammern ungefähr 3 Meter hoch. Danach muss
man an ein paar Klammern auf einer Felskante entlanggehen und dann durch
eine Felsspalte klettern. Hinter der Felsspalte muss man nur noch einmal
einen etwas steileren Hang hoch, an dem aber ein Geflecht aus Wurzeln sehr
hilfreich ist. Geschafft. Also
eigentlich wirklich nicht schwer. Aber ein bisschen aufregend ist es
trotzdem. Oben angekommen, geht es nach links auf der oberen
Affenstein-Promenade weiter. Auch hier trifft man nach ein paar Metern
wieder auf ein Hinweisschild der Häntzschelstiege. Die Zwillingsstiege ist
auch von oben nicht ausgeschildert. Gut so.
So
bleibt dieser Kletteraufstieg den Zufallskletteren unentdeckt. Wenn man über
diesen Weg entlanggeht, sieht man an der gegenüberliegenden Felswand die
Stelle, an der man gerade geklettert ist, die Zwillingsstiege.
Nach wiederum ein paar Metern kommt man an der Stirnseite der Felsen an.
Würde hier nicht eine Hühnerleiter zu einer Felsspalte hoch gehen, man würde
diesen Einstieg nicht finden. In der Spalte steht man dann in einem Kamin,
der
gerade (2002) mit neuen Klammern, Sicherungsseilen und einer Leiter
ausgestattet worden ist. Ganz interessant ist, wie man es geschafft hat,
eine Zugangsbeschränkung einzubauen. Die unterste Klammer ist auf ca. einem
Meter Höhe angebracht. So sperrt man erstmal alle die aus, die schon bei
einer doppelten Stufe von einer Bergbesteigung sprechen. Aber leider kann
man auf diesem Weg nur die Leute aussperren, die physisch nicht ganz so fit
sind. Es gibt dann noch das Problem der psychischen Stärke und das taucht
erst hinter den Klammern und der Leiter auf. Oben
angekommen, geht es in luftiger Höhe nur über ein paar Klammern am Felsen
entlang. Wer hier nicht einigermaßen schwindelfrei ist, bekommt ein Problem.
Wer es aber dann bis oben geschafft hat, kann sich über einen sehr schönen
Ausblick freuen. Zurück geht es jetzt über das Lange Horn. Der Wanderweg
wird langsam aber sicher immer breiter und an der Abzweigung zum
Carolafelsen schon fast zu einer Wanderautobahn. Na ja, ist natürlich etwas
übertrieben, aber so empfindet man diesen breiten Weg, wenn man vorher über
die Häntzschel- bzw. Zwillingsstiege gekommen ist. Zum Carolafelsen sollte
man einen kurzen Abstecher unternehmen. Es kann zwar sein, dass sich hier an
einem Wochenende ein paar Wanderer treffen, aber den Ausblick in einen
fantastischen Talkessel sollte man sich nicht entgehen lassen. Vom
Carolafelsen geht es ein kleines Stück wieder auf dem bekannten Weg zurück,
bis man die Wanderwegmarkierung blauer Strich
erreicht. Dieser Markierung folgt man aber nur 100 Meter bis der gelbe
Strich
den Weg quert. Auf diesem geht es nach rechts weiter. Der Weg führt in einer
Schleife um ein
kleines Prebischtor.
Wenn der markierte Weg auf Stufen ins Tal verschwinden möchte, sollte man
noch einmal eine Stelle aufsuchen, an der man einen fantastischen bis
wahnsinnigen Ausblick genießen kann.
Ich
weiß leider nicht, wie die Stelle heißt, aber sie ist auf der Affensteinwand
und sehr einfach zu erreichen. Man geht einfach an den Stufen den bis jetzt
gewanderten Weg weiter und kommt an eine Felsspitze, die zu einer Rast
einlädt. Nach dieser Rast geht es den Berg runter weiterhin auf der gelben
Markierung. Der Weg ist im unteren Teil vom Regen schon ziemlich ausgespült,
aber das ist eigentlich auch gar kein Wunder, denn er hat den Namen
Sandloch. Unten
angekommen, erreicht man eine Wanderweg-Kreuzung, die man aber nur
überquert. An dieser Stelle treffen sich 5 Wege. Wir wählen den Jordanweg,
der einen direkt in den Nassen Grund führt. Den Nassen Grund-Weg erreicht
man nach 800 Metern. Auf diesem gut ausgebauten Forstweg gelangt man wieder
runter ins Kirnitzschtal. Jetzt muss man nur noch zu seinem Auto zurück
finden. Hier bietet sich der Flößersteig ganz hervorragend an. Es geht also
nach rechts auf dem Flößersteig weiter bis man wieder am Beuthenfall
ankommt.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt sehr gute Bahnverbindungen nach Bad Schandau. Von Bad Schandau mit
dem Bus R-241 oder mit der Straßenbahn bis Beuthenfall.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau und dann in Richtung Hinterhermsdorf durch das Kirnitzschtal bis zum Beuthenfall.
Empfohlener Parkplatz:
Beuthenfall
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
3 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,86 kByte
Dateigröße:
2,43 kByte
Dateigröße:
1,77 kByte
Dateigröße:
3,31 kByte
Dateigröße:
17,51 kByte
Bitte
benachrichtigen sie mich,
wenn sie Schwierigkeiten haben, die Datei in ihr Programm zu laden oder
sie irgendwie fehlerhaft ist.