| Diese Wanderung ist eigentlich daraus
entstanden, dass ich schon mehrmals Tafel vom
Lehrpfad Papstdorf entdeckt habe und
mal alle abwandern wollte. Zur großen Überraschung verlaufen zwei
unterschiedliche Naturkundepfade fast parallel im Bereich des Gohrisch. Der
Bodenlehrpfad ist ein Lehrpfad, der das Thema der Bodenkunde in der
Sächsischen Schweiz behandelt und der Lehrpfad Papstdorf geht eher über
allgemeine Thema der Natur in der Sächsischen Schweiz. Hier kommt die
Beschreibung des Bodenlehrpfades Sächsische Schweiz: Die Runde beginnt an
dem Parkplatz zwischen Gohrisch und Papststein. Gleich am Parkplatz steht
die große Erklärungstafel, die erstmal das Grundsätzliche diese Lehrpfades
und den Standort der einzelnen Stationen erklärt.
Inhalt der ersten Tafel:

Bodenlehrpfad Sächsische Schweiz
Die Länge des Pfades beträgt circa 3,8 Kilometer
An benötigter Zeit sollten etwa 75 Minuten eingeplant werden.
Ein erklärtes Ziel unserer Gesellschaft ist die
nachhaltige zukunftsverträgliche Entwicklung. Ohne den Schutz des Bodens
lässt sich jedoch keine Nachhaltigkeit erreichen. Andererseits ist der
Boden das Umweltmedium mit dem geringsten Wahrnehmungsgrad in der
Öffentlichkeit. Kaum jemand hat überhaupt schon einmal einen Boden
bewusst betrachtet. Eine vorrangiges Ziel des Bodenschutzes ist es
deshalb, in der Bevölkerung ein
»Bodenbewusstsein«
zu entwickeln. Der Boden muss als gleichberechtigtes
Umweltmedium wahrgenommen werden. Dazu müssen sich die Wertvorstellungen
über den Boden ändern, wobei die Erkenntnis der für das Überleben
wichtigen Bodenfunktionen eine entscheidende Rolle spielt.
Der Bodenlehrpfad soll deshalb interessierten
Menschen die Möglichkeit geben, einen Einblick in den Boden und seinen
unmittelbaren Beziehungen zu Pflanzenwelt und ökologischen Verhältnissen
zu nehmen. Er stellt die Verschiedenartigkeit der Böden auf engem Raum,
die daraus ableitbare Landschaftsgeschichte, die standortsökologischen
Eigenschaften und die dadurch bedingten Nutzungspotenziale dar.
Das Lebensministerium
Freistaat Sachsen
Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie
Sächsisches Landesforstpräsidium
Sachsisches Forstamt Cunnersdorf
Gleich neben dieser ersten Tafel befindet sich dann
auch die Tafel an der
Station 1. Von dieser Station geht es entgegen dem Uhrzeigersinn um den Gohrisch
herum. Der Weg ist relativ einfach zu finden. Zum Teil sind die Abzweigungen
mit dem Maskottchen des Lehrpfades gekennzeichnet.

Von der Zentralen und ersten Tafel geht es nach rechts um den Gohrisch. Der
Weg geht sehr angenehm am Felsfuß entlang bis zur
Station 2 und dann weiter zur
Station 3. Nach diesem
ebenerdigen Teilstück geht es jetzt ein paar Meter bergab und durch den
Stillen Grund weiter bis nach links die Wanderwegmarkierung gelbe Punkt
abbiegt. An dieser Stelle trennt sich der Lehrpfad Papstdorf von dem
Bodenlehrpfad. Es geht also nach links den Hang hoch. Gleich zum Anfang ist
die Station 4 und am höchsten
Punkt des Hanges befindet sich die
Tafel an der Station 5. Von
dieser Stelle geht es wieder ein Stück ebenerdig weiter. An der nächsten
Kreuzung geht es nach links weiter auf der Wanderwegmarkierung gelber Strich
.
Die meisten Stellen, an denen man irgendwie die Richtung ändern muss sind
durch den wandernden Maulwurf gekennzeichnet. Auf dem nächsten Teilstück der
Wanderung kommen auch die letzten von ausgegrabenen Stationen. Bei der
Station 6 ist das
beschriebene sehr eindrucksvoll zu sehen. Ich bin bis jetzt zweimal an
diesem Loch vorbeigekommen und beide Male hat es bis zum Rand voll Wasser
gestanden. Es scheint zu stimmen, was auf den Tafel steht. Auch die
Tafel der Station 7 und
Station 8 stehen auf dem Weg
zum Gohrisch. Es geht an der rechten Seite vom Gohrisch vorbei und dann in
einem Bogen um ihn herum. Die letzte Station liegt schon oberhalb vom
Parkplatz. Zu dieser Station 9
gibt es keine besondere Ausgrabung bzw. Darstellung mehr, da dieser Boden in
den letzten hundert Jahren entstanden ist und vermutlich von Meter zu Meter
unterschiedlich aussieht.
Damit ist diese mini Runde beendet und auch wenn man über die seltsamen
Namen ("Kolluvisol über Parabraunerde-Pseudogley" oder "grusführendem Kolluvialsand")
nur staunen kann, so ist es doch sehr interessant, dass auf so einer kurzen
Wanderung so viele unterschiedliche Bodenverhältnisse vorkommen können.
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