Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Diese Wanderung ist durch einen netten
Hinweis eines Lesers entstanden, der seit einigen Jahren seinen Urlaub in
Thürmsdorf verbringt und uns so ein paar sehr gute
Hintergrundinformationen liefern konnte. Eigentlich sollte der Startpunkt für die
Wanderung in Thürmsdorf am Schloss sein, aber blöderweise war die erste
Zufahrt nach Thürmsdorf gesperrt und so haben wir den Start
kurzerhand
an den Kleinen Bärenstein verlegt. Von dem kleinen Parkplatz im Wald geht es auf der
Wanderwegmarkierung roter Punkt
in Richtung Kleiner Bärenstein. Die ersten paar Meter verlaufen
noch sehr flach und dann geht es über eine kurze Leiter und ein paar Stufen
aufwärts. In einer Felsspalte geht es recht einfach weiter nach oben und
dann noch ein paar
Meter nach rechts bis auf den Gipfel des Kleinen Bärensteins.
Rechts
neben dem Aufstieg fällt ganz besonders ein seltsames Betonbauwerk auf. Es
handelt sich um einen der Reste einer Gaststätte auf dem Kleinen Bärenstein.
Diese Ausflugsgaststätte ist aber schon im Jahre 1943 geschlossen worden und
deshalb finden wir es schon sehr verwunderlich, dass man noch so deutliche
Spuren auf dem Gipfel entdecken kann.
Von
dem vorderen obersten Felsen hat man eine sehr schöne Aussicht auf den
Lilienstein, die Festung Königstein und die
dahinterliegenden
Tafelberge. Auf der hinter dem oberen Felsen liegenden Aussicht kann man
auf den Rauenstein, die Bastei und den Großen Bärenstein blicken. Sehr
komisch ist, dass der Große Bärenstein 8 Meter niedriger ist als der Kleine
Bärenstein. Auch wenn 8 Meter bei einem Felsen nicht besonders viel sind, so
wirkt der Große Bärenstein von der Aussicht aus tatsächlich ein Stückchen
niedriger.
Für die weitere Wanderung geht es wieder auf dem bekannten Weg vom Kleinen
Bärenstein herunter. Am Ende des Auf-/Abstieges wandert man nach rechts
weiter, Richtung Naundorf. Der markierte Wanderweg verläuft horizontal und parallel zu den
Felsen, bis nach 50 Metern wieder Felsen erreicht werden. Hier erinnert an
der rechten Felsenwand eine Tafel in luftiger Höhe an den Revierförster
Wilhelm Mahn. Herr Mahn hat sich 30 Jahre ganz besonders um die Pflege des
Kleinen Bärensteins
gekümmert
und deshalb hat der Gebirgsverein 1881 diese Gedenktafel aufgehängt. Die
Wanderung verlässt bald den Wald um den Kleinen Bärenstein und betritt die
Felder zwischen den Bärensteinen und Naundorf. Hier hat man einen schönen
Blick auf den Großen Bärenstein und wenn man der roten Wanderwegmarkierung
weiter folgt, erreicht man bald den Ortsrand. Hier stehen
ein paar nette Häuser, die die angenehme Ruhe bestimmt genießen.
Das nächste Ziel der Wanderung soll der Parallelweg links zu dem gerade
begangenen Feldweg sein und so ist der einfachste Weg, viermal an der
jeweils ersten Möglichkeit links abzubiegen.
Damit
kommt man an die Wegkreuzung der Agrarproduktion Am Bärenstein Struppen e.G.
auf den Zugang zum Kahlen Stein. Dieser vollkommen unauffällige Felsen ist
überhaupt nicht, wie der Name suggeriert, unbewaldet und ist nach wenigen
hundert Metern (½ Kilometer) erreicht. Als erstes fällt auf der linken Ecke
die Marianne-Bank auf. Dieser Platz ist wirklich eine nette Stelle mit einem
schönen Blick über
die Felder auf den Rand des Elbtals und das gegenüberliegende Dort Wehlen.
Wenn man nach links über das Elbtal hinweg blickt, kann man unten in der
Ebene Pirna und einen Teil von Dresden entdecken. Nach dieser sehr
angenehmen und auch ruhigen Stelle bietet sich der Miniabstecher hoch auf
den Felsen des Kahlen Steins. Von der Marianne- Bank bis auf den höchsten
Punkt sind es gerade mal 10 Höhenmeter, die auch noch super leicht zu
bewältigen sind. Dadurch, dass der Kahle Stein bewaldet ist, hat man aber
keine besondere Aussicht, aber man kann immerhin sagen, dass
man einen Felsen bestiegen hat.
Von dem Kahlen Stein kann man auch relativ leicht auf der südlichen Seite
absteigen und es geht auf dem Waldweg weiter. Sehr ungewöhnlich sind die
vielen kleinen Holzhaufen neben dem Weg. Es ist schon wirklich seltsam, dass
ein Waldbesitzer eine Vielzahl Birken fällt und ordentlich aufstapelt, aber
dann im Wald verrotten lässt. Nach ein paar hundert Metern erreicht die
Wanderung ein Feld, das nur überquert wird. Nachdem man das Feld überquert
hat, geht es nach rechts am Waldrand entlang. Der Feldweg verläuft in einem
Bogen ca. ¼ Kilometer und dann geht es in den Wald hinein. Nach ein
paar hundert Metern endet der Waldweg auf der Zufahrtsstraße von Weißig und
Rathen. Verführerischerweise befindet sich gleich auf der gegenüberliegenden
Straßenseite wieder ein Weg. Dieser Weg mit der Sperrscheibe ist aber
falsch, sondern es geht ein paar wenige Meter nach links und dann in den
Wald hinein. Der Weg passiert nach ein paar Metern durch den Wald eine
Lichtung und auf der gegenüberliegenden Wiesenseite erreicht man einen
großen künstlichen Teich. Nachdem man über den Staudamm gegangen ist, hält man
sich rechts und es geht durch den oberen Teil vom Schlossgarten des Thürmsdorfer Schlosses. Hier fallen gleich mehrere sehr alte Bäume auf, die
wie in einem Park arrangiert sind. Wenn man dem
Schloss
näher kommt, erreicht man einen Zaun, der den inneren Garten kennzeichnet.
Hier stehen einige riesige Rhododendronbüsche und mindestens eine sehr
schöne Plastik. Bei dieser Figur handelt es sich um zwei Nackedeis, die
lustigerweise im Winter 2011/12 in richtig dicke Decken eingehüllt waren.
Ob es jetzt daran lag, dass die Plastik nur vor den Baumfällmaßnahmen
geschützt werden sollte oder irgendein netter Mitmensch die beiden vor der
Kälte schützen wollte, konnten wir nicht herausfinden. Aber wirklich lustig
sah es aus. Diese
schöne Plastik ist auch das Logo der Schokoladenmanufaktur am Pirnaer
Marktplatz (www.adoratio-schokoladenkunst.de),
was eigentlich kein großes Wunder ist, da die Schokolade in einem der
Gebäude vor dem Schloss hergestellt wird. Das Schloss macht einen ganz
besonders schönen Eindruck und sehr erfreulich ist, dass deutlich zu sehen
ist, dass mit viel Mühe das Gebäude saniert wird. Es kostet bestimmt viel
Geld und Arbeit, so ein Schloss wieder aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken.
Das Schloss lässt sich auf beiden Seiten umrunden und von der Vorderseite
geht es weiter nach rechts (wenn man von vorne auf das Gebäude blickt). Hier
ist der Wanderweg mit dem Malerweg gekennzeichnet. Die Wanderung verläuft am
oberen Rand von Thürmsdorf entlang und erreicht nach ½ Kilometer eine
Kreuzung, an der man unbedingt geradeaus weiter wandern sollte.
Hier
ist der Wanderweg mit dem gelben Strich
gekennzeichnet und schon nach wenigen Metern erkennt man am Ende der Allee
ein kuppelförmiges Gebäude. Es handelt sich um das Mausoleum der Familie
Biedermann. Dieses Mausoleum ist in den Jahren 1920/21 gebaut und
1994/95 saniert worden. Leider kann man heutzutage nur mit einem Trick in
das Gebäude hineinsehen.
An
den beiden schweren Eisentüren sind früher anscheinend Griffe gewesen und
durch diese 1 cm großen Löcher kann man in den Raum blicken. Dadurch lässt
sich erkennen, dass heutzutage die Gruft leer ist und auch sonst in dem Raum
überhaupt nichts mehr ist. In einem Schaukasten vor dem Mausoleum wird etwas zur Familie Biedermann
und dem Schloss erzählt. Außerdem wird das
Wappen der Familie
Biedermann, das man mindestens an der Schlossaußenwand und neben dem
Mausoleumeingang entdecken kann, erklärt.
Die Wanderung geht von dem Mausoleum an der Kante des Elbtals weiter.
Gleich neben dem Mausoleum befindet sich ein
schöner
Rastplatz mit einem netten Blick hinunter ins Elbtal, auf den
gegenüberliegenden Lilienstein und die Festung Königstein. Tja und an der
Stelle soll eigentlich auch ein markierter Wanderweg weiter führen. Da wir
keinen Abzweig nach links entdeckt haben, sind wir die Strecke weiter
gegangen. Selbst als der Pfad den Hang hinunter ging, haben wir noch immer
an den richtigen Weg geglaubt und erst viel zu spät unseren Fehler
festgestellt. Da Zurückwandern einfach zu langweilig ist, sind wir den Hang
über ein paar Wildwechsel hochgekrochen, aber so richtig Spaß gemacht hat es
nicht. Wenn man also, bevor es abwärts geht, nach links und gleich wieder
rechts wandert, dann führt der Weg zwischen Wald und Feld entlang, bis nach
links ein Weg mit Betonplatten abbiegt. Dieser Weg führt wiederum am
Waldrand entlang in Richtung Kleiner Bärenstein. Insgesamt wandert
man ½ Kilometer an dem Waldrand entlang, bis die bekannte Zufahrtstraße nach
Weißig und Rathen erreicht wird. Auf dieser Straße geht es die letzten paar
Meter nach links bis zum Ausgangspunkt der Wanderung. Damit ist eine sehr
nette Runde zu Ende gegangen und wir haben uns mal wieder über eine
tolle Empfehlung eines Lesers gefreut. Unsere Wanderung wurde aber auch noch
ganz besonders dadurch aufgewertet, dass wir in einer ziemlich verregneten
Wanderwoche im Januar einen Tag erwischt haben mit leuchtend blauem Himmel
und vollkommener Windstille. Solche Randbedingungen steigern den guten
Eindruck von einer Wanderung natürlich noch mal ein Stückchen.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Linie R-246 von Pirna nach
Thürmsdorf/Weißig.
Auto:
Über die B172 bis hinter Pirna nach links die Straße nach Struppen abbiegt. Auf der Struppener Straße (S168) bis hinter Struppen fahren. Hier zweigt die Straße nach Rathen ab. Auf der Bärensteinstraße 2,4 Kilometer bis der Parkplatz unterhalb des Bärensteins im Wald auf der linken Seite auftaucht.
Empfohlener Parkplatz:
Bärensteine
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
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