Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderung auf den Spuren von Friedrich
Gottlob Keller startet am Miniparkplatz in Krippen. Seit noch ein paar
Parkplätze durch den Bau des Abwasser-Hauptpumpwerkes reduziert wurden, ist
es relativ schwierig, hier noch einen Parkplatz zu ergattern. Falls der
Parkplatz voll ist, kann man aber ein kleines Stück flussabwärts vor dem Bahnhof
Krippen parken. Vom Parkplatz geht die Wanderung wenige Meter am Bahndamm
nach rechts, bis ein neu errichteter Pavillon auftaucht. Hier werden sehr
gut ein paar Rundwanderungen und allgemeine Informationen zu Bad Schandau
und Krippen dargestellt. Neben dem Pavillon unterquert die Wanderung die
Bahntrasse und nach ca. 100 Metern erreicht man den Elbe-Fahrradweg. Bei
besonders schönem Wetter oder einem langen Wochenende kann es schon mal
leicht störend sein, dass hier eine ganze Menge schnelle
Fahrradfahrer unterwegs sind. Auf diesem Weg verläuft die Wanderung aber nur 400
Meter der Elbe entgegen und dann biegt man wieder nach rechts ab. Der Weg
führt wieder unter der Bahnstrecke Prag - Dresden entlang, um dann hinter
dem Bahndamm nach links abzubiegen. Hier geht es an ein paar Garagen und
einigen ungenutzten Gebäuden entlang. Früher war in diesen kleineren
Gebäuden die Quarantänestation untergebracht. Kurz dahinter hört der Weg
neben dem Bahndamm auch auf und die Wanderung steigt nach rechts den Hang
hinauf. Der Aufstieg erfolgt über ein paar Stufen bis auf die zugewucherte
Ebene der ehemaligen Steinbrüche. Auf diesem Teilstück, das auch
Caspar-David-Friedrich-Weg genannt wird, verläuft die Wanderung ca. 400
Meter, bis es wieder nach rechts hoch zum Aussichtspunkt Kleine Bastei geht.
Die
Aussicht mit einer Bank liegt auf der rechten Seite des Aufstieges und war im Jahre 2008 so einigermaßen freigeschnitten. Damit kann man dann ganz nett den Ausblick rüber zu den
Schrammsteinen genießen und wenn man leicht nach links blickt, leuchtet am
Horizont das auffällig angestrichene Weinberghaus (www.weinberghaus-saechsische-schweiz.de)
in Mittelndorf. Von
dieser extrem ruhigen Aussicht geht es nach hinten in die Richtung des
Feldes und dann nach rechts am Waldrand entlang. Der Pfad führt direkt auf
ein Waldstück zu und ganz rechts in der Ecke in dieses hinein. Nachdem man wieder aus dem Wald herausgekommen
ist, bietet sich ein kleiner Abstecher nach rechts an. Es geht ca. 150 Meter
den Hang abwärts, bis zu dem ersten Häuschen oberhalb von Krippen. Hier
biegt man nach links ab und erreicht eine Wiese. Von dieser Wiese hat man
einen überraschenden Ausblick auf Bad Schandau und die Elbebrücke.
Die Wanderung führt wieder zurück bis an den Waldrand und es geht nach
rechts weiter. Die ersten paar Meter verlaufen noch am Waldrand entlang und
dann geht es auf einem breiteren Weg durch den Wald.
Besonders auffällig ist
nach ungefähr 300 Meter eine Fläche links des Weges. Hier haben die Reinhardtsdorfer in vergangenen
Zeiten Schotter bzw. Kies abgebaut. Laut einer hier aufgestellten
Informationstafel waren dabei Geröllkomponenten enthalten, die auf einen
Flusslauf schließen lassen - und das hier oben auf der Ebene. Weitere 200
Meter später biegt die Wanderung nach rechts auf den Malerweg ab. Der Weg
führt auf der gelben Punktmarkierung
über wenige Stufen und einen fast horizontalen Weg bis auf die Fahrstraße
von Krippen. Auf dieser Fahrstraße geht es dann erstmal ein ganzes Stück
wieder in die Ortschaft hinein. Nach etwas mehr als 300 Metern erreicht man
das ehemalige Wohnhaus von
Friedrich Gottlob Keller, das zum Teil
heutzutage zu einem Museum umgebaut ist. Leider sind die Öffnungszeiten
ziemlich beschränkt, sodass wir es leider nicht geschafft haben, in das Haus
zu sehen. Aber auch neben dem Haus steht schon eine äußerst interessante
Informationstafel und eine
der alten Pressenschleifen.
Eigentlich ziemlich schade, dass Herr Keller von seiner so wichtigen
Erfindung keinen richtigen Nutzen ziehen konnte.
Die Wanderung geht wieder ein paar Meter die Friedrich-Gottlob-Keller-Straße
zurück, bis nach rechts vor der Obermühle der Malerweg abbiegt.
Der Wanderweg führt wieder auf dem bekannten gelben Punkt sehr angenehm
durch den Wald. Nach einer Strecke von ½ Kilometer biegt der markierte
Weg im spitzen Winkel nach rechts ab. Irgendwie ist es zu verführerisch,
geradeaus zu wandern, ganz besonders, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist
und durch ein Gespräch von dem kleinen Hinweisschild abgelenkt wird.
Es geht
also dem Malerweg/gelben Punkt weiter hinterher. Der Weg verläuft am
östlichen Hang des Kohlbornsteins entlang, bis der Weg oberhalb des
Friedrich-Gottlob-Keller-Hauses nach links abbiegt. Die Wanderung führt noch
ein Stück (ca. 650 Meter) auf Kleinhennersdorf zu, bis es nach rechts
auf dem gelb markierten Weg hinunter zur Fahrstraße geht. Die Wanderung
verläuft
aber nur wenige Meter nach links auf der Fahrstraße über eine
unwahrscheinlich stabil gebaute Brücke, um dann das letzte Teilstück der
Wanderung in Angriff zu nehmen. Der markierte Weg biegt nach rechts in den
Wald ab. Der Waldweg führt die ersten Meter auf gleich bleibender Höhe
oberhalb von Krippen entlang. Ziemlich überraschend sind die vielen alten
Zaunpfosten auf der rechten Wegseite. Der eigentliche Zaun hat sich
inzwischen aufgelöst, aber die Sandsteinpfosten stehen noch im
Wald. Heutzutage scheint es nicht mehr notwendig zu sein, einen riesigen
Garten zu unterhalten. Auf der linken Wegseite befindet sich nach 300 Metern
ein alter Steinbruch, an dem man noch deutlich die Abbauspuren entdecken
kann. Heutzutage hat aber auch hier die Natur wieder die Oberhand gewonnen. Nach
noch mal etwas mehr als der gleichen Strecke steigt nach links der markierte
Weg zum Kellerfels auf.
Der Aufstieg erfolgt über ein paar Stufen mit einem
kleinen, aber netten Zwischenrastplatz. Dieses Plätzchen scheint schon
ziemlich alt zu sein, da eine Inschrift immerhin die Jahreszahl 1893 und den
Namen Richter aufweist. Die eigentliche Keller- Aussicht war leider im
Sommer 2008 vollständig zugewuchert und damit keine tolle Aussicht mehr,
sondern
bestenfalls noch ein angenehm ruhiger Rastplatz. Gleich zwei Tafeln weisen
auf den Namensgeber der Aussicht hin. Einerseits ist es ein steinerner
Gedenkstein mit der Aufschrift: Dem Erfinder des Holzschliffs Friedrich
Gottlob Keller 1816 - 1895. Die zweite Tafel gehört zu einem Lehrpfad und
hat folgenden Inhalt: Lehrpfad Kellerfels; Der Kellerfels erinnert an den
Erfinder des Holzstoffes, Friedrich Gottlob Keller. (1816 - 1895); Mit
dieser Erfindung (1843) zählt Keller zu den Mitbegründern der modernen
Papierindustrie. Das Museum im Ort zeigt Exponate aus der Papiergeschichte
und aus Kellers Krippener Mechanikertätigkeiten. Gestiftet von WEKA -
Touristik GmbH.
Die letzten paar Meter führen weiterhin oberhalb von Krippen entlang. Für
uns war es schon ziemlich überraschend, auf einmal an der Oberkante eines
Steinbruchs zu stehen. Normalerweise gehen fast alle Wanderwege am Fuße
der Steinbrüche entlang, aber in diesem Fall erreicht man die
Elbe-Steinbrüche zwischen Krippen und dem Bahnhof Bad Schandau an der
Oberkante. Der markierte Weg steigt an dieser Kante nach Krippen runter und
erreicht die bekannte Friedrich-Gottlob-Keller-Straße kurz vor dem
Ausgangspunkt der Wanderung wieder. Damit ist eine ziemlich ruhige Wanderung
auf den Spuren von Friedrich Gottlob Keller zu Ende gegangen und wir wissen
nun, warum der Felsen Kellerfelsen heißt.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr: Buslinie 250 (Bad
Schandau - Krippen) oder natürlich die S-Bahn Dresden - Schöna
Auto:
B172 - Königstein - vor Bad Schandau in Richtung Krippen. In Krippen an der ersten abknickenden Vorfahrstraße gerade aus fahren. Der Parkplatz befindet sich gleich rechts.
Empfohlener Parkplatz:
Krippen
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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