Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Klettern
Beschreibung:
Da meine Tochter mal wieder zum Labyrinth
wollte, ich aber nicht schon wieder Lust hatte über den gleichen Weg die
kleine Runde zu machen, musste eine neue Strecke gefunden werden. Dabei ist
ein sehr schöner Weg herausgekommen, der auch für die meisten Zwerge noch
ganz gut zu bewältigen ist. Der Start ist die kleine Ortschaft Leupoldishain. In dem Ort gibt es gleich
zwei schöne Parkplätze. Der eine befindet sich am Ortseingang, der zweite
liegt gleich im Zentrum und bittet ca. 10 Fahrzeugen Platz. An diesem
Parkplatz ist auch der Startpunkt der Wanderung. Gleich neben dem Parkplatz
wird man durch eine alte Lore auf einen der großen Arbeitgeber der Ortschaft
hingewiesen: Der Uranbergbau von Firma Wismut. Eine
kleine Tafel
erinnert an die Historie des Bergbaus. Vom Parkplatz geht es ein paar Meter
nach rechts, auf der Wanderwegmarkierung gelber Strich
.
Der Weg zweigt schon nach ein paar Metern von der Hauptstraße ab und geht zu
den Nikolsdorfern Wänden. Ungefähr 300 Meter hinter dem letzten Haus,
verlässt man den markierten Wanderweg nach rechts in den Bärs Grund. Dieser
Grund ist der zweite größere Einschnitt in die Nikolsdorfer Wänden. Der Weg
steigt langsam an und führt auf die Nikolsdorfer Wänden hoch. Oben
angekommen geht es auf dem breiten Forstweg nach links weiter. Die ganzen
grünen Punkte und Striche neben dem Weg sind Markierungen, um Erdbewegungen
durch den Bergbau festzustellen. Der Weg verläuft weiterhin geradeaus,
auch wenn zwischendurch der breite Forstweg in einen schmalen Pfad übergeht.
Auf der anderen Seite der Nikolsdorfer Wänden geht es wieder den Berg
runter, bis man auf einem breiten Weg am Fuße des Labyrinth ankommt. Das
Labyrinth wird im Uhrzeigersinn, auf
dem betonierten Weg, umrundet. Es geht
vorbei an einem Felsblock der schon als erster Kletterstein sehr gut
geeignet ist.
Nach 300 Meter auf dem breiten Forstweg erreicht man einen
kleinen Rastplatz mit einem gewaltigen Baumstumpf. An der Stelle empfiehlt
sich ein kurzer Abstecher auf den Bernhardstein.
Dazu geht es auf der
Wanderwegmarkierung blauer Strich
entlang. Zum Anfang verläuft der Weg fast ebenerdig, bekommt dann aber doch
eine kleine Steigung, die kurz vor der Aussicht Bernhardstein in einer
Treppe mündet. Die paar Stufen geht es hoch, damit man sich oben, über eine
sehr ruhige Aussicht auf die linkselbigen Steine erfreuen kann. Nach der
kleinen Erholung geht es wieder auf dem gleichen Weg zurück bis zum kleinen
Rastplatz. Auf der gegenüberliegenden Seite geht es den Hang hoch zum
Labyrinth. Das Labyrinth ist ein Paradies für kleine als auch große Kletterer.
Durch
das ganze Felslabyrinth zieht sich ein durchnummerierter Weg mit einer
ganzen Menge an unterschiedlichen Höhlen, Felsspalten und Durchgängen. Auch
mir macht es immer wieder Spaß hier durch zu krabbeln. Als ganz wichtige
Empfehlung sollte man nicht die besten Sonntagsklamotten tragen,
da man es nicht schaffen wird, ohne schmutzig zu werden die Strecke zu
absolvieren. Am Labyrinth ist es auch sehr ungewöhnlich, wenn man in den
Felsen alleine sein sollte. Normalerweise sind immer noch irgendwelche
Mitmenschen in den Felsen. Dadurch das der eigentliche nummerierte Weg aber
eine freiwillige Einbahnstraße ist, trifft man die restlichen Mitmenschen
selten und sie sind ganz sicher nicht störend.
Nachdem man die Runde einmal
beendet hat, und die eigenen Kinder nicht so dominant sind, dass sie einen
zu einer zweiten Runde überreden,
geht es leicht
schräg nach rechts den
Hang wieder herunter. Der Weg kommt nach kurzer Strecke auf einem
asphaltierten Waldweg heraus. Dem Weg folgt man nach rechts, bis der
kleine Parkplatz erreicht wird. Diesen umrundet man und geht gleich auf der
Rückseite wieder in die Richtung des Waldes. Nach ungefähr 350 Meter teilt
sich der Weg. Es geht weiter nach links, da auf dem rechten Weg man das
Labyrinth dann vollständig umrunden würde. Also geht es nach links auf dem
asphaltierten/betoniertem Weg weiter. Als ich
die ersten Male diese Wege
gesehen habe, habe ich mich schwer drüber gewundert, was das für seltsame
Waldwege sind. Irgendwie kamen sie mir vollkommen überdimensioniert vor.
Wenn man aber aufmerksam die Umgebung des Weges betrachtet, dann fallen
einem die seltsamen roten Rohre und die Einfüllstelle für Beton auf.
Um
diese Stellen zu beliefern und zu erstellen, werden natürlich etwas größere
Fahrzeuge benötigt und deshalb ist ein normaler Waldweg mit den Belastungen
überfordert. Kurz hinter der Betoneinfüllstelle biegt der Weg nach links ab
und geht dann in einem
normalen Waldweg weiter.
Ein
paar Meter auf dem normalen Waldweg, stößt die Wanderwegmarkierung gelber
Strich
auf den Weg. Auf dieser Markierung geht es jetzt nach rechts, bis in die
Ortschaft Leupoldishain, hinterher. Zwischendurch muss man noch einmal
etwas aufmerksam sein, da der markierte Weg vom breiten Forstweg im spitzen
Winkel abbiegt und dann auf einem kleineren Weg weiter geht. Leupoldishain
erreicht man ziemlich in der Dorfmitte. Etwas überraschend für mich waren
zwei Sachen: Erstens führte der markierte Wanderweg über einen elektrischen
Weidezaun, den man entweder unter- oder überqueren muss. Die zweite
Überraschung waren zwei glatzköpfige Jungs, die vor dem Jugendclub saßen.
Obwohl ich sie freundlich grüßte, schauten sie mich an, als wenn ich vom
andern Stern gekommen wäre. Anscheinend hatte das Bier ihr Hirn schon schwer
geschädigt oder die Sonne hatte den Mund so ausgetrocknet, dass sie nichts
mehr sagen konnten. Auf jeden Fall hinterließen die beiden den Eindruck, wie
die Sächsische Schweiz momentan in den schlechten Ruf gekommen ist. Schade,
da der restliche Ort einen sehr netten Eindruck hinterlassen hat. Den
Ausgangspunkt der Wanderung erreicht man, in dem man auf der Hauptstraße
nach recht herunterwandert.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Linie R-245 von Pirna
nach Leupoldishain/Rosenhal
Auto:
Über die B172 bis hinter die Siedlung Struppen (wenn man von Dresden/Pirna kommt). Am neu gebauten Kreisverkehr (2005) vor Königstein geht es nach rechts zur Ortschaft Leupoldishain. Gleich in der Ortsmitte befindet sich ein kleiner, aber kostenloser, Wanderparkplatz.
Empfohlener Parkplatz:
Leupoldishain Ortsmitte
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
1,20 kByte
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