Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen und Hühnerleitern
Beschreibung:
Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass uns
ein netter Leser der Internetseiten auf eine noch unbeschriebene Felsenschlucht
hingewiesen hat. Das kann doch nicht so bleiben und deshalb wurde gleich mal
ein Ausflug dort hin unternommen. Es handelt sich um den Teufelsgrund, aber
nicht die Felsschlucht bei Wehlen, sondern in der Nähe von den Nikolsdorfer
Wänden bzw. dem Wismut-Gelände. Den Startpunkt haben wir auf den riesigen
Parkplatz der Festung Königstein gelegt. Damit man dem Trubel des
Parkplatzes möglichst schnell entkommt, geht es gegenüber des Parkplatzes
auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich
am Rande des Waldes entlang. Nach ungefähr 350 Metern erreicht man eine
Wegkreuzung, an der es nach links weiterhin auf der Wanderwegmarkierung
entlang geht. Rechts neben dem sehr angenehm zu gehenden Weg befindet sich
im Wald auf einmal ein wirklich seltsam aussehendes Gebäude.
Es
sind irgendwie zwei hässlich aussehende Zylinder, die mit Trapezblech
verkleidet sind. Die beiden Zylinder sind Trinkwasser-Hochbehälter, die erst
letztes Jahrzehnt (1997) gebaut worden sind. Gut, dass man früher die
Wasserbehälter in einem Erdhügel versteckt hat, so verschandeln nur die
neumodischen Wasserfässer die Landschaft. Kurz hinter den seltsamen Dingern
macht der markierte Wanderweg ein kleines Zick-Zack, aber es geht immer noch
der blauen Markierung hinterher, bis man ganz kurz vor der Straße zwischen
Königstein Ortsteil Hütten und Leupoldishain ankommt. Hier braucht man
keinen Fuß auf die Straße zu setzen, da es gleich wieder im spitzen Winkel
nach rechts zurück geht. Hier ist der breite Forstweg mit dem blauen Punkt
und
mit dem "S" für Stelzchenweg markiert.
Genau dieser Markierung folgt man jetzt ungefähr ½ Kilometer. Dann
biegt die Wanderwegmarkierung nach links auf das Spanghorn ab.
Damit
die Wanderung auch eine schöne Aussicht beinhaltet, sollte man unbedingt
diesen Miniaufstieg unternehmen. Sobald man die Treppe verlassen hat, liegt
auf der linken Seite die Aussicht Franzosensprung. Wir sind jetzt schon
mehrmals hier oben gewesen und bis jetzt hatten wir immer eine wunderbare
Ruhe und konnten damit die Aussicht ganz alleine genießen. Wenn man von der
Aussicht nach links blickt, dann sieht man die Festung Königstein und
dahinter den Lilienstein, auf der rechten Seite sind die Felsen des
Pfaffensteins zu sehen.
Nach dieser kleinen Rast geht es wieder auf dem gleichen Weg vom Spanghorn
herunter, bis man den asphaltierten Waldweg erreicht hat. Auf diesem Weg
wandert man jetzt nach links. Nach wieder mal ½ Kilometer erreicht man
einen Rastplatz, an dem man den Ursprungsgedanken dieses Platzes nur
feststellt, wenn man auf dem Waldweg stehen bleibt. Als die Bank und der
Tisch aufgestellt wurden, war die davorliegende Schonung noch relativ
niedrig und so konnte man einen wunderschönen Blick rüber auf die Festung
genießen. Heutzutage sind die Bäume gewachsen und so ist es immer noch ein
schöner Platz, nur die Aussicht ist zugewuchert. Die Wanderung geht immer
noch auf dem Waldweg entlang. Zwischendurch kommt man noch an einem
Klärbecken des ehemaligen Uranbergwerks vorbei. Es ist im Verhältnis zu den großen
Absetzbecken eine kleine Ausführung, aber es hatte auch nur die Aufgabe, den
abgewaschenen Dreck der Fahrzeuge zu sammeln, damit dieser nicht weiter in
die Umwelt gelangt. Seit längerer Zeit fahren auf der Rückseite des Bergwerks
keine Fahrzeuge mehr vom Gelände, aber die Einrichtung ist immer noch
vorhanden. Auch befindet sich an der Straße, die auf das Wismut-Gelände
führt, eine seltsame Treppe, die bestimmt irgendetwas mit dem LKW-Verkehr zu
tun hatte. Die Wanderung geht noch ein paar Meter weiter, bis nach links ein
breiter Waldweg abbiegt. Auf diesem geht es jetzt weiter bis zum hinteren
Zugang des Teufelgrundes. Der Zugang ist ein unauffälliger Pfad, der nach
rechts abbiegt. Er liegt ca. 200 Meter hinter der Wegkreuzung, an der
nach links ein breiter Waldweg abbiegt. Diesr Pfad ist aber auch der einzige, der an dem Waldweg nach rechts abbiegt, und außerdem hängt an einem
Baum links davon ein Hinweisschild auf den Teufelsgrund.
Der Abstieg runter in den Grund ist nicht besonders anstrengend und
zwischendurch stehen sogar noch zwei Bänke.
Da
ich die Wanderung mit meiner großen Tochter (zu dem Zeitpunkt 5 Jahre) unternommen habe, musste ich ein paar Faxen machen und so habe ich gesagt,
dass die Bänke das Wartezimmer für den Teufel sind. Irgendwie wollte sie mir
nicht so richtig glauben oder sie war sich nicht so ganz sicher, wer
denn der Teufel sein soll, aber ganz geheuer war es ihr nicht. Im Grund angekommen, ist es sehr einfach, den Weg zu
finden. Da es sich um eine sehr versteckte Schlucht handelt, kann es schon
mal sein, dass der Pfad ein wenig mit Farn und Brombeeren zuwuchert. Deshalb
ist es ganz empfehlenswert, eine lange Hose auf der Wanderung zu tragen.
Auch
wenn meine große Tochter gleich mehrere Kratzer vom Brombeergestrüpp
abbekommen hat, so ist sie tapfer weiter gewandert und meinte nur, dass
dieser Teufelsgrund nur das Ferienhaus des Teufels sein kann, da er nicht da
war. Wir haben beschlossen, dass der Hauptwohnsitz der Teufelsgrund bei
Wehlen ist. Wirklich überraschend war, dass auf einmal in dem Grund eine
Informationstafel über Waldameisen
stand. Damit rechnet man in dieser menschenleeren Schlucht nun wirklich
nicht, aber unter dem Schild und rechts neben dem Schild sind wirklich
riesige Massen Ameisen unterwegs. Es geht weiter durch den Teufelsgrund bis
vor zum breiten Forstweg. Hier geht es einfach weiter geradeaus. Nach 200
Metern erreicht man die schon bekannte Kreuzung und es geht nochmals
geradeaus die letzten Meter bis zum Parkplatz auf der blauen
Wanderwegmarkierung
.
Obwohl ich schon einige Male mit den Fingern auf der Wanderkarte
Nikolsdorfer Wände von Dr. Böhm herumgefahren bin, ist mir noch nie dieser
Grund aufgefallen. Deshalb freue ich mich sehr, dass der nette Leser meiner
Internetseiten mich auf diese schöne Schlucht aufmerksam gemacht hat. Die
Wanderung war eine sehr angenehme ruhige Runde, die uns beiden Wanderern gut
gefallen hat.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Buslinie 241 (Pirna - Bad
Schandau). Die Bushaltestelle für die Festung Königstein heißt "Am
Königstein"
Auto:
Auf der B172 von Bad Schandau in die Richtung Königstein. Hinter Königstein befindet sich auf der linken Seite die Zufahrt zum Parkplatz Festung Königstein. Die Zufahrt ist aber auch perfekt ausgeschildert.
Empfohlener Parkplatz:
Festung Königstein
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
3,6 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
Dateigröße:
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