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Die Wanderung startet auf den neu angelegten
Wanderparkplatz am Ende von Schöna. Dieser Parkplatz, der an der
Zufahrtsstraße zum Zirkelstein liegt, ist in der letzten Zeit sehr schick
neu hergerichtet worden und seltsamerweise immer noch kostenlos. Vom
Parkplatz geht es bis zur Hauptstasse von Schöna zurück und dann nach links
in die Richtung Reinhardtsdorf. Ab der Dorfmitte ist der Weg mit dem roten
Punkt
markiert. Diese Wegmarkierung biegt schon nach wenigen Metern von der
Hauptstraße nach links auf eine parallele Straße ab und führt den Wanderweg
zum Wolfsberg hoch. Die Wegführung dieses markierten Wanderweges ist sehr
angenehm. Sie führt zuerst durch das Wohngebiet von Schöna/Reinhardtsdorf
und steuert danach über einen Feldweg in die Richtung Wolfsberg.
Kurz
nach dem Verlassen der Ortschaft Reinhardtsdorf ist ein neues
Feuchtbiotop
von der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz angelegt worden. Im
Frühjahr kann man an diesem schon größeren Tümpel ein erstklassiges Konzert
von Fröschen hören. Neben dem Tümpel befindet sich ein Rastplatz, der mit
dem Ausblick auf den Tümpel und die Schrammsteine glänzt. Der Weg hoch zum
Wolfberg ist sehr leicht und vom Wolfsberg hat man dann einen sehr netten
Ausblick auf die Schrammsteine, die Berge Zirkelstein, Kaiserkrone und die
Böhmische Schweiz.
Hinter
dem Wolfsberg beginnt ein größeres Teilstück, bei dem man auf menschenleeren
Waldwegen spaziert. Es ist immer wieder faszinierend, dass auf der einen
Elbeseite riesige Massen an Wanderern unterwegs sein können, aber auf der
linken Elbeseite vollkommene Ruhe herrscht. Der Weg ist weiterhin mit dem
roten Punkt markiert und geht in die Richtung des höchsten Bergs der
Sächsischen Schweiz, dem Großen Zschirnstein. Der Weg erreicht einen
asphaltierten Forstweg, auf dem es nach rechts weiter geht. Seltsamerweise
ist auf allen Wanderkarten der Sächsischen Schweiz der markierte Wanderweg
so eingezeichnet, dass er nach links wieder in den Wald abbiegt. Das stimmt
aber seit mindestens 4 Jahren nicht mehr und der markierte Weg geht über den
asphaltierten Forstweg weiter. Ganz komisch wird die Streckenführung nach
ein paar Metern, dann macht der asphaltierte Weg einen kleinen Schlenker
nach rechts und der Wanderweg geht geradeaus weiter. Nach weniger als 300
Metern treffen die beiden Wege wieder aufeinander und der einzige
Unterschied ist, dass der Wanderweg über einen kleinen Hubel von 20
Höhenmetern gegangen ist. Hinter dieser auffälligen Stelle verlässt man an
der nächsten Kreuzung den markierten Weg und es geht nach links auf dem
Wiesenweg weiter. Die Bezeichnung Wiesenweg ist leicht irreführend, da der
Weg an keiner Stelle an einer Wiese vorbeigeht und außerdem ist es ein
breiter Forstweg.
Dieser
Weg ist ganz nett und sieht ganz besonders schön aus, wenn im Herbst die
Kastanienbäume am Rand ihre Blätter verfärben. Am Wegesrand steht auch eine
alte steinerne Bank, an der mit einer Hinweistafel der Ursprung dieser Bank
erklärt wird.
Der
Inhalt der Tafel ist: Forstort Ruchestein (Ruhestein) Hier ruhten sich
nach schwerer Waldarbeit die Kulturfrauen auf dem Heimweg aus und legten
ihre mit Brennholz voll gepackte Kiepe ab. Der Weg umrundet den Großen
Zschirnstein bis fast zur Spitze. Zwischendurch stößt die
Wanderwegmarkierung gelber Strich
auf den Wanderweg und man geht an der Kreusels Eiche vorbei. Diese Eiche ist
schon ziemlich auffällig, da sie knapp links neben dem Weg steht und so
aussieht, als wenn sie jeden Moment aufgibt. An ihrem Fuß steht das
Schächers
Kreuz. Ungefähr ½ Kilometer hinter diesen beiden markanten Punkten, biegt
nach links der breite Kriegsweg ab. Auf der Ecke steht ein Gedenkstein mit
den Resten einer Inschrift: Den Antifaschisten der vereinigten
Kletterabteilung die hier wirkten gewidmet. Der Rest der Tafel fehlt,
ist aber als Kennzeichen, dass man den markierten Weg verlässt immer noch
gut zu gebrauchen. Also geht es weiter auf dem Kriegspfad. Wer auch immer
auf die Idee gekommen ist, den Weg, der gleich neben der Grenze nach
Tschechien verläuft,
Kriegspfad
zu nennen, war meiner Ansicht nach seltsam drauf.
Das nächste Teilstück der Wanderung verläuft ganz knapp neben der
deutsch-tschechischen Grenze entlang. Etwas mehr als zwei Kilometer kann man
auf der rechten Seite die Grenzsteine sehen. Vielleicht ist es bei dieser
Wanderung dann doch empfehlenswert, dass man seinen Ausweis dabei hat, weil
es ja sein könnte, dass ein Bundesgrenzschützer einem über den Weg läuft.
Obwohl ich gerne die Wege an der Grenze benutzte, ist es mir selber noch
nicht passiert. Aber ich habe auch immer meinen Ausweis dabei, was aber
anscheinend, laut dem Erfahrungsbericht eines Polizisten, nicht
selbstverständlich ist. Der Wanderweg ist sehr gut ausgebaut und auch auf
diesem Stück ist es ziemlich unwahrscheinlich einen anderen Wanderer zu
treffen. Der Weg ändert zwischendurch seinen Namen, da der kleine Bach mit
dem Namen Gelobtbach zu dem Weg stößt, heißt der Weg dann logischerweise
Gelobtweg.
Der
Weg führt an der Ziskaquelle vorbei. Eine Hinweistafel weißt darauf hin dass
die Quelle eine Trinkwasserquelle ist und außerdem mit einem Schluck Wasser
ewige Jugend verspricht. Ich habe natürlich auch einen Schluck genommen,
sodas noch eine ganze Weile Wanderbeschreibungen von mir entstehen. Die
Wegführung ist sehr einfach, es geht die ganze Zeit auf dem breiten Forstweg
entlang, bis man mal wieder die gelbe Wanderwegmarkierung
erreicht. Hier verlässt man den breiteren Weg und wandert auf der gelben
Markierung nach rechts weiter.
Der
Weg geht an einem riesigen Feld entlang und man kann schon die ganze Zeit,
das nächste Ziel der Wanderung sehen, den Zirkelstein. Die gelbe
Wegmarkierung verläuft einmal um das Feld bis auf die gegenüberliegende
Seite und damit kommt man auch am Zirkelstein vorbei. Kurz vor dem
Zirkelstein befindet sich die Bungalowanlage „Naturfreundehaus
Zirkelsteinhaus” (www.zirkelsteinhaus.de).
Die Häuser sehen inzwischen, seit sie mit Holz verkleidet sind, richtig nett
aus. Um auf den Zugang des Zirkelsteins zu kommen, gibt es drei
Möglichkeiten. Die Beste ist, wenn man die Zufahrt zum Naturfreundehaus
Zirkelsteinhaus entlang geht und sich dann links hält. Der Aufstieg auf den
Zirkelstein erfolgt auf der Rückseite des Felsen über einige Stufen und
Leitern. Auf dem Felsen hat man einen gigantischen Panoramablick in wirklich
alle Richtungen.
Vom Zirkelstein gibt es nur einen Abstieg und auf dem geht es damit
logischerweise wieder abwärts. Am Felsfuß angekommen ist jetzt der beste Weg
nach links und man kommt nach ein paar Metern durch den Wald wieder auf dem
Wanderweg mit der gelben Markierung an. Vor der Ortschaft Schöna kann man
schon sehr gut das nächste Ziel der Wanderung sehen, die
Kaiserkrone.
Es ist der Felsen rechts von der Ortschaft. Der markierte Weg führt direkt
in die Ortschaft. Entweder wandert man bis zum schon bekannten roten Punkt
und geht dann nach rechts weiter, oder man biegt vorher schon die erste
Möglichkeit nach rechts ab und kommt auch zum Fuße der Kaiserkrone. Beide
Wege sind gleich lang und führen zum gleichen Ziel, dem Aufstieg zur
Kaiserkrone. Der Zugang liegt leicht versteckt zwischen zwei Häusern auf der
Bahnhofstraße. Den Namen Bahnhofstraße finde ich sehr nett. Der Bahnhof
liegt mindestens 150 Meter tiefer im Elbetal und hat eine Entfernung zur
Ortschaft Schöna von 1,7 Kilometer. Aber es stimmt, die Straße führt zum
Bahnhof Schöna. Der Aufstieg auf die Kaiserkrone ist relativ leicht. Ganz
besonders interessant ist ein kleiner Felsen am Fuße der Kaiserkrone. Eine
Informationstafel des
Wanderwegs Caspar David Friedrich weißt drauf hin, dass H. Friedrich
sich selber auf dem Felsen gemalt hat. Man kann die Stelle sehr deutlich auf
seinem Bild mit dem Namen „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ erkennen. Die
Kaiserkrone besteht aus drei unterschiedlichen Spitzen, die alle drei über
ein paar Treppen zu erreichen sind. Meiner Ansicht nach ist die hinterste
Aussicht die schönste, da man von ihr erstklassig auf die Felsen der anderen
Elbeseite blicken kann. Das letzte Stückchen der Wanderung geht wieder
zurück in die Richtung der Dorfmitte, bis man die Zufahrt zum Parkplatz
erreicht. Damit ist eine sehr ruhige Wanderrunde beendet und die beiden
auffälligsten Felsen der linken Sächsischen Schweiz erklommen.
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