Forstweg und asphaltiert
Wanderweg und Pfad
Treppen
Beschreibung:
Die Wanderung hatten wir zuerst anders geplant
und auch das erste Mal anders gelaufen und beschrieben. Unsere erste
Beschreibung ging am Beuthenfall bis ins Kirnitzschtal hinunter. Da wir aber
schon damals die Strecke am Beuthenfall/Haidemühle/Kirnitzschtalstraße nicht
so schön fanden, waren wir vom Vorschlag des Wirts des Lichtenhainer
Berghofes gleich angetan und hier kommt die verbesserte
Streckenbeschreibung:
Nachdem ich jetzt schon mehrmals in Lichtenhain von Autofahrern gefragt
worden bin, wo denn jetzt der Lichtenhainer Wasserfall wäre, muss ich doch
gleich mal versuchen, daraus eine Wanderung zu basteln. Obwohl die Ortschaft
Lichtenhain und der Lichtenhainer Wasserfall nur 2 Kilometer auseinander
liegen, gibt es nur eine gesperrte Fahrstraße zwischen den beiden Punkten.
Wer von Lichtenhain mit dem Auto runter ins Kirnitzschtal möchte, muss einen
Bogen von 16 Kilometern und 20 Minuten Fahrzeit unternehmen. Viel besser ist
es, wenn man das Auto oben auf dem großen Parkplatz in Lichtenhain stehen
lässt und von dort folgende schöne Wanderung unternimmt:
Vom Parkplatz startet die Wanderung nach rechts in die Richtung des
Lichtenhainer Friedhofs. Der Weg ist mit dem grünen Punkt
markiert. Bis zum Friedhof muss man über die breite, aber wenig befahrene
Dorfstraße wandern. Vor dem Friedhof biegt der markierte Wanderweg nach
links ab. Der Weg geht auf dem asphaltierten Folgenweg auf das Kirnitzschtal
drauf zu. Schon von diesem Weg hat man einen fantastischen Ausblick auf die
Schrammsteine und die Affensteine. Nach einer Strecke von 650 Metern biegt
nach rechts der Panoramaweg ab, die Wanderung geht aber weiterhin geradeaus.
Nach etwas mehr als einem Kilometer wechselt der Untergrund von Asphalt auf
normalen Feldweg und nach noch ein paar Metern geht es das erste Mal in
bewaldetes Gebiet.
Nach
einer Ministrecke durch den Wald kommt man auf eine Lichtung, die sich am
Hang befindet. Von hier hat man eine erstklassige Aussicht rüber zum
Bloßstock. Wenn man noch ein kleines Stück bis zum Ende der Lichtung geht,
befindet sich auf der linken Wegseite eine wunderbar ruhige Aussicht. Von
dieser Aussicht mit der Bank kann man sehr schön rüber zum Neuen Wildenstein
blicken. Ein bisschen weiter nach rechts hinten liegt der Winterstein mit
dem Hinteren Raubschloss. Der weitere Wanderweg wird hinter dieser Aussicht
ein ganzes Stück steiler, und nach diesem ersten Abstieg erreicht man einen
unauffälligen Querweg. Aufgeschildert ist er nach rechts mit "Rundwanderweg
1". Dieser Weg verläuft ein paar Meter oberhalb der Kirnitzschtalstraße.
Überraschend ist, dass an diesem Weg auf einmal eine Berghütte auftaucht.
Die Hütte Bloßstockblick ist in einem sehr gepflegten Zustand und gehört dem
Kletterklub Bergfreunde Sebnitz e.V. (www.kcb-sebnitz.de).
Der Waldweg führt bis zur Verbindungsstraße zwischen Lichtenhain und dem
Lichtenhainer Wasserfall. Diesen, wie erwähnt für Fahrzeuge gesperrten,
asphaltierten Waldweg überquert man nur, um gleich gegenüber die letzten
paar Meter bis zum Lichtenhainer Wasserfall hinunter zu steigen.
Der eigentliche Hauptpunkt der Wanderung ist an längeren oder besonders
schönen Wochenenden schon mal ziemlich voll.
An
einem Wochenende können am Lichtenhainer Wasserfall (www.lichtenhainer-wasserfall.de)
schon mal so ein paar hundert Touristen einfallen, und dann ist sowohl die
Gaststätte als auch der Platz, von wo aus man den Wasserfall sehen kann,
ziemlich überfüllt. Für die anderen Zeiten bietet sich ein kleiner
Aufenthalt im Biergarten an, um die Zeit bis zum nächsten
Wassersturz
zu überbrücken. Nicht, dass irgendjemand glaubt, das Wasser stürzt sich
immer wie die Niagarafälle den Felsen herunter, nein, es wird alle halbe
Stunde ein kleiner Sturzbach durch eine ferngesteuerte Schleuse ausgelöst.
2007 waren die Zeiten immer 5 Minuten nach jeder vollen und halben Stunde
(10:05; 10:35; 11:05 usw.). Früher musste man sogar einen kleinen Obolus
entrichten, um den Wasserfall auszulösen. Was man an dem Lichtenhainer
Wasserfall noch sehr schön beobachten kann, ist die Endhaltestelle der
Straßenbahn und damit das Wenden der Straßenbahnen. Ich freue mich immer
wieder über diese uralte Attraktion.
Nach diesem Aufenthalt geht es wieder an den Aufstieg hinauf nach
Lichtenhain. Dazu folgt man links neben dem Komplex des Lichtenhainer
Wasserfalls der Wanderwegmarkierung roter Strich
.
Der
Weg steigt auf der anfangs schon erwähnten Fahrstraße, die allerdings für
normale Fahrzeuge gesperrt ist, aus dem Kirnitzschtal heraus. Nach wenigen
Metern kann man auf der rechten Wegseite das kleine Staubecken des
Lichtenhainer Wasserfalls sehen. Wenn die Bäume es zulassen, dann kann man
auch an der rechten Seite den Mechanismus erkennen, mit dem der
Wasserschwall erzeugt wird. Eigentlich ist es nichts anderes als ein Stöpsel
an einer etwas größeren Badewanne, der von alleine irgendwie wieder zugeht.
Die Wanderung steigt weiterhin auf der asphaltierten Straße an. Ich bin die
Straße schon einige Male gewandert und bis heute ist mir nur einen Traktor
und ein viel zu schneller Radfahrer auf der Straße begegnet. Die einzigen
Fahrzeuge, die diese Straße auch noch runter fahren dürfen, sind die
freiwilligen Feuerwehren von Altendorf, Mittelndorf und Lichtenhain, wenn
irgendetwas im Kirnitzschtal oder in der Hinteren Sächsischen Schweiz
passiert ist. Nach
ungefähr ¾ Kilometer auf der asphaltierten Straße biegt die rote
Wanderwegmarkierung nach links ab und es geht auf einem kleinen Weg weiter
den Hang hinauf. Man hätte zwar auch die asphaltierte Straße weiter hoch
wandern können, aber das ist bei weitem nicht so schön, wie die Wanderung
über den Waldweg und danach über den Hörnelweg auf die schönste Seite von
Lichtenhain zuzugehen. Nachdem man auf das
Feld
bzw. die Wiesen getreten ist, sollte man sich noch einmal umdrehen und die
schöne Aussicht auf die Felsen der hinteren Sächsischen Schweiz genießen.
Der Weg geht auf den Berghof Lichtenhain (www.berghof-li.de)
drauf zu. Die Gaststätte bietet mit dem Biergarten und der Panorama-Veranda
eine sehr gute Möglichkeit, die Wanderung angenehm abzuschließen. Nur der
Vollständigkeit halber: Das letzte Stück der Wanderung geht dann auf der
Fahrstraße wieder nach links bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Damit ist dann eine kleine Wanderung beendet, bei der ich selber überrascht
war, wie schön der Ausblick gewesen ist. Ich finde, so eine Wanderung kann
man den fehlgeleiteten Autofahrern ohne schlechtes Gewissen empfehlen und
entlastet die arme Straße im Kirnitzschtal ein bisschen.
Anfahrtsbeschreibung:
Öffentlicher Nahverkehr:
Es gibt eine sehr gute Zugverbindung bis nach Bad Schandau und von dort
bietet sich die
Buslinie 260 bis nach
Lichtenhain an. Eine andere Variante wäre die Wanderung am Lichtenhainer
Wasserfall zu beginnen, dann könnte die Anreise mit der Straßenbahn
geschehen.
Auto:
Über die B172 bis Bad Schandau. Von Bad Schandau dann weiter in die Richtung Sebnitz. Zuerst kommen die Ortschaften Altendorf und Mitteldorf. Gleich zum Beginn von Lichtenhain, geht es an der ersten abknickenden Vorfahrsstraße geradeaus, bis auf der linken Seite der Parkplatz auftaucht.
Empfohlener Parkplatz:
Lichtenhain
; Parkplatzgebühr für die Wanderung:
1 €
GPS Daten:
geplanter Track
aufgezeichneter Track
geplante Route
MapSource
Google Earth
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